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Urteil für Trump-Verbündeten Roger Stone
Aus Echo der Zeit vom 20.02.2020.
abspielen. Laufzeit 05:49 Minuten.
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Früherer Trump-Berater Roger Stone zu 40 Monaten Gefängnis verurteilt

  • Ein Bundesrichter hat den langjährigen Berater von Präsident Donald Trump, Roger Stone, zu drei Jahren und vier Monaten Gefängnis verurteilt.
  • Unter anderem auch wegen Falschaussagen im Zusammenhang mit den Ermittlungen um russische Einmischung bei den US-Präsidentschaftswahlen 2016.

Der Fall Stone war zum Politikum geworden. Zuletzt hatte sich sogar Donald Trump in dem Verfahren wiederholt öffentlich für seinen früheren Politikberater stark gemacht und damit scharfe Kritik auf sich gezogen.

Die Ankläger hatten dem Bundesgericht in Washington angesichts der Schwere von Stones Vergehen eine Haftstrafe von sieben bis neun Jahren Gefängnis empfohlen. Obwohl sich das Justizministerium für gewöhnlich nicht gegen Empfehlungen von Staatsanwälten stellt, erklärte die Behörde daraufhin, dass der Vorschlag der Ankläger «exzessiv und ungerechtfertigt» sei. Das Ministerium empfahl dem Gericht ein «deutlich geringeres» Strafmass. Alle vier mit dem Fall befassten Staatsanwälte erklärten daraufhin ihren Rücktritt.

Belastende Russland-Affäre

Stone war bereits im November von einer Jury – also von Geschworenen – in mehreren Anklagepunkten schuldig gesprochen worden. Ihm werden im Zusammenhang mit Kontakten zur Enthüllungsplattform Wikileaks unter anderem Falschaussagen, Behinderung von Ermittlungen und Beeinflussung von Zeugen zur Last gelegt. Stone hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.
Hintergrund sind die Untersuchungen von Sonderermittler Robert Mueller dazu, ob es im Präsidentschaftswahlkampf 2016 Absprachen des Trump-Lagers mit Russland gab. Stone hatte 2015 für Trump gearbeitet und stand auch danach weiterhin in Kontakt mit ihm, als eine Art informeller Berater.

Echo der Zeit, 20.2.2020, 18:00 Uhr; reuters/hosb;

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Das passt doch alles irgendwie zusammen...von wegen Volks-Vertreter!?
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  • Kommentar von kurt trionfini  (kt)
    Heute in den Nachrichten gehört: Stone hatte (unter anderem!) das Porträt eines Richters mit dem Fadenkreuz eines Zielfernrohres versehen und weiter verbreitet. In was für einem Film leben diese Typen (Der Herr wie S`Gscherr) denn? Wie sollen ausgerechnet "charakterlich eher verwahrloste" Figuren wie Stone (und sein Freund im Weissen Haus) den Sumpf austrocknen? Legitimiert die (berechtigte und dringliche!) Kritik an aktuellen "Systemen" jede Form von Fadenkreuzen?
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    1. Antwort von Theo Koller  (einaeugiger)
      Ich verstehe die Frage nicht.
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    2. Antwort von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
      Legitimiert nicht. Aber wie charakterlich verwahrlost musst man sein, dass man bewusst eine Politlüge wie die Russlandaffäre in die Welt setzt, um politisch gegen den einen Kandidaten und dann Präsidenten und seinen Leuten möglichst grossen Schaden anzurichten? Vom geopolitischen Schaden ganz abgesehen? Nebenbei: R. Mueller war ein Propagandist der Massenvernichtungswaffenlüge...
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    3. Antwort von kurt trionfini  (kt)
      Herr Bernoulli: Stone hatte (unter anderem!) das Porträt eines Richters mit dem Fadenkreuz eines Zielfernrohres versehen und weiter verbreitet. In was für einem Film leben diese Typen? Und in was für einem ihre Verteidiger und Rausreder?
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    4. Antwort von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
      Der Film in dem diese Typen leben ist das brutale Haibecken Washington. Brennan nannte Trump nach dem Treffen mit Putin einen Hochverräter. Clinton und Obama verglichen Putin mit Hitler - also auch so etwas wie ein Fadenkreuz auf jemand. Ich verteidige sicher nicht solches Verhalten, aber nur weil es gegen Trump und seinen Leuten ist, scheint es besonders schlimm zu sein während der gute Obama und die gute Hillary...
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  • Kommentar von Jos Schmid  (Jos Schmid)
    Keine Sorge, Trump wird sie am Ende seiner Präsidentschaft begnadigen.
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    1. Antwort von Hans Zaugg  (Hans Zaugg)
      Da bin ich nicht sicher. Loyalität passt nicht zu Trump.
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    2. Antwort von Roger Stahn  (jazz)
      Zum Vergleich: Jimmy Carter begnadigte 566 Menschen zudem 200'000 (Vietnam War draft dodgers). Ronald Reagan 406, George H. W. Bush 77, Bill Clinton 459, George W. Bush 200, Barack Obama begnadigte 212 Menschen und wandelte die Strafen von weiteren 1.715 Menschen um, Donald Trump hat 25 Begnadigungen und 10 Rückgängigmachungen ausgestellt. Wahrscheinlich ist keine Begnadigung für Roger Stone nötig, da die meisten Anklagen das (voreingenommene) Verfahren selbst produzierte. (…)
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