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Gesundheitliche Probleme Nawalnys Gesundheitszustand hat sich weiter verschlechtert

  • Der im Straflager inhaftierte Kremlgegner Alexej Nawalny hat eine weitere Verschlechterung seines Gesundheitszustands beklagt.
  • Man habe ihm 38,1 Grad Fieber sowie «starken Husten» attestiert – seinen vor einigen Tagen begonnen Hungerstreik werde er trotzdem fortsetzen, hiess es am Montag auf Nawalnys Instagram-Account.
  • Bereits drei seiner Mitgefangenen seien wegen Tuberkulose in ein Krankenhaus gebracht worden.
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Archiv: Russland: Schlechte Gesundheitsversorgung in Gefängnissen
Aus Tagesschau vom 31.03.2021.
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Am Abend wurde bekannt, dass der Oppositionelle medizinische Hilfe bekommen habe. Der Strafvollzug wies nach einem Bericht der Zeitung «Iswestija» an, dass der 44-Jährige wegen Anzeichens einer Atemwegserkrankung und erhöhter Temperatur untersucht werde. Dabei sei auch ein Corona-Test vorgenommen worden. Nawalny stehe «unter Aufsicht von medizinischem Personal», teilte die Behörde weiter mit. Alle Räume sollten nun gelüftet und desinfiziert werden.

Im Hungerstreik

Schon seit längerem berichtet der Oppositionspolitiker, der in einem Straflager rund 100 Kilometer östlich von Moskau inhaftiert ist, über starke Rückenschmerzen und Lähmungserscheinungen in einem Bein. Am vergangenen Mittwoch erklärte Nawalny, aus Protest gegen mangelnde medizinische Versorgung in einen Hungerstreik getreten zu sein. Nawalnys Anwältin Olga Michailowa sagte dem unabhängigen Internetsender Doschd, der Oppositionsführer habe in der Zeit im Straflager bereits 13 Kilogramm abgenommen.

Die neue Generalsekretärin von Amnesty International, Agnes Callamard, wandte sich wegen des Falls indes an Kremlchef Wladimir Putin, wie sie auf Twitter schrieb. Nawalny drohe in Russland die langsame Tötung.

Nawalny war im Februar in einem viel kritisierten Prozess zu einer mehrjährigen Straflager-Haft verurteilt worden. Die russische Justiz wirft ihm vor, in einem früheren Strafverfahren gegen Meldeauflagen verstossen zu haben, während er sich in Deutschland von einem Mordanschlag mit dem Nervengift Nowitschok erholte. Der prominente Oppositionelle macht ein unter dem Befehl von Präsident Wladimir Putin stehendes «Killerkommando» des Inlandsgeheimdiensts FSB für das Attentat auf ihn verantwortlich. Putin und der FSB wiesen die Vorwürfe zurück.

SRF 4 News, 5.4.2021, 23 Uhr.;

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27 Kommentare

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  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Nawalny verschlechtert sich. Seinen Hungerstreik setzt Nawalny fort – um gegen die medizinische Versorgung im Straflager zu protestieren. Nawalnys Mitarbeiter hatten sich zuletzt besorgt über dessen Gesundheitszustand gezeigt. Dieser leidet nach eigenen Angaben unter einem eingeklemmten Nerv im Rücken. Wegen unzureichender Behandlung drohe ihm deshalb der Verlust seines rechten Beins. Auch im linken Bein habe er allmählich kein Gefühl mehr. Wird Putin keinen Finger krümmen um ihm zu helfen ?
  • Kommentar von Thomas Schuetz  (Sürmel)
    Immer wieder spannend zu beobachten, wie die westlichen Moralprediger aus Presse und Fernsehen mit Alexej Nawalny eine neue Ikone der fehlenden Hoffnung aufzubauen versuchen. Wirklich nett. Schade nur, dass die direkt Betroffenen, also die russische Bevölkerung außerhalb der Großstädte so selten zu Wort kommen. Die sind nämlich durchaus zufrieden mit der bisherigen Regierung unter Wladimir Putin. Aber eben, was nicht sein darf, kann auch nicht sein ;
    1. Antwort von Johan Tobel  (naturfründ)
      Gibt es in Russland faire und freie Wahlen? Warum werden friedliche Demonstranten ins Gefängnis gesteckt?
    2. Antwort von Thomas Schuetz  (Sürmel)
      @Naturfreund Selbstverständlich. Oder haben Sie etwas anderes gehört?
    3. Antwort von Andre Potapov  (andrepotapov)
      Herr Schuetz, würden Sie uns Ihre Quellen und Zahlen mitteilen, um ihre These zu untermauern? Ich habe hier nämlich durchaus andere Erfahrungen gemacht. Die meisten Russen aus der Provinz, die ich kenne und sich für Politik interessieren, sind der Regierung gegenüber sehr kritisch eingestellt. Dazu kommt, dass sich laut Lewada die Mehrheit der Russen auch nicht für Politik interessiert. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Zufriedenheit hier mit Ahnungslosigkeit verwechselt wird.
    4. Antwort von Thomas Schuetz  (Sürmel)
      @Quellen und Zahlen? Hmmhm, habe ich glaub nicht. Ah doch, eine ist mir eingefallen. Bei den letzten Wahlen wurde Wladimir Putin mit über 70 % stimmen gewählt bei einer hohen Stimmbeteiligung. Genügt das das zum Thema Ahnungslosigkeit ?
    5. Antwort von Andre Potapov  (andrepotapov)
      Ich bitte Sie, nennen Sie mir eine unabhängige und weniger kontroverse Quelle. Ich meine, was ist zum Beispiel mit all den Kandidaten, die vor der Wahl aus seltsamen Gründen ausgeschlossen wurden? Was ist mit den zahlreichen Beschwerden über Wahlbetrug oder der dokumentierten Erpressung von Studenten oder Arbeitern? Und warum wurde es unabhängigen Meinungsinstituten verboten, Daten zu erheben? Ausserdem: Diese Zahlen sagen nichts über die Zufriedenheit mit Putin von Bürgern in der Provinz aus.
    6. Antwort von Hans Peter Auer  (Ural620)
      @ (Sürmel):
      Zitat " Die sind nämlich durchaus zufrieden mit der bisherigen Regierung unter Wladimir Putin " . Also haben die 48% sich im Alter von 18 - 45 jaehrigen kein Recht auf Anhoerung von ihrem Wort! Obschon diese Altersgruppe ja eigentlich die Zukunft Russlands vertritt!
  • Kommentar von H.P. Sigrist  (H.P. Sigrist)
    Und wie geht es Julian Assange der ohne Gerichtsverfahren in London in Einzelhaft sitzt?
    Herr Nawalny ist freiwillig nach Russland zurück und wurde verurteilt.