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Rudy Giuliani ist Trumps Mann fürs Grobe
Aus Rendez-vous vom 27.09.2019.
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Giulianis Kampf für Trump «Halt die Schnauze, du Idiot»

Rudy Giuliani ist nicht auf den Mund gefallen. Sein Modus ist Attacke, Attacke, Gegenattacke. «Die Demokraten sind in eine Falle getappt, wie ich es mir seit sechs Monaten wünsche. Sie werden einen der grössten Skandale in diesem Jahrhundert enthüllen: Joe Biden.»

Die ganze Impeachment-Woche lang trat Rudy Giuliani in den Medien auf und beschimpfte die Demokraten. «Diese Partei ist so korrupt, dass sie stinkt.»

«Halt die Schnauze, du Idiot»

Und Gegenrede duldet er nicht. «Halt die Schnauze, du Idiot», sagt er schon mal vor laufender Kamera, wenn er in die Enge getrieben wird, wie diese Woche auf Fox News.

Giuliani brachte einst als Staatsanwalt die Wall Street zum Fürchten, bevor er New Yorker Bürgermeister wurde. Ins Weisse Hause holte Präsident Trump den alten Bekannten letztes Jahr, um sich von ihm während der Mueller-Sonderermittlung beraten zu lassen. Nach deren Abschluss widmete sich Giuliani einer neuen Mission, der Ukraine.

Giuliani ist ein glühender Vertreter zweier Theorien, die rechte Kreise im Netz verbreiten. Erstens habe Biden als US-Vize-Präsident die Ukraine bestochen und damit erreicht, dass sie Ermittlungen gegen eine Firma einstellte, in deren Vorstand sein Sohn sass. Zweitens sei die russische Einmischung in den Wahlkampf 2016 frei erfunden, und zwar von einer ukrainischen Organisation im Dienst der Demokraten.

Für beide Theorien fehlen bisher Beweise; der ukrainische Generalstaatsanwalt Yuri Lutsenko sagte im Mai zum Korruptionsvorwurf gegen die Bidens, sie hätten das Recht verletzt. Das war, nachdem Giuliani begonnen hatte, sich direkt in der Ukraine einzuschalten.

Weitere Besuche in der Ukraine

Laut Whistleblower-Bericht hat er sich Anfang Jahr zweimal mit Lutsenko getroffen. Unter der neuen ukrainische Regierung Selenski habe er seine Bemühungen verstärkt, und es fanden weitere Treffen mit Regierungsvertretern oder regierungsnahen ukrainischen Personen statt.

Auf eigene Faust gehandelt

Auf CNN sagte er zu Chris Cuomo, er habe diese Aktionen auf eigene Faust unternommen, und dem Präsidenten erst Monate später von seinen Untersuchungen in der Ukraine erzählt.

Rudys Ukraine-Abenteuer kommt Präsident Trump nun teuer zu stehen. Er ist der vierte Präsident der USA, der sich einem Amtsenthebungsverfahren stellen muss.

Video
Die «Ukraine-Affäre» um US-Präsident Donald Trump geht weiter
Aus Tagesschau vom 26.09.2019.
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25 Kommentare

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  • Kommentar von H. Bruppacher  (*)
    Rudy Giuliani hat schon als New Yorker Korruptionsermittler sehr deutliche Worte benutzt. Seine Ermittlungen gegen Korruption in der Wall Street waren gefürchtet.
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  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Rudy Giuliani arbeitet ohne Regierungsamt für den Präsidenten. Was er tut, weiss nicht einmal der Geheimdienstchef. In der Ukraine-Affäre hat er eine Schlüsselrolle. Das konservative „Wall Street Journal“ berichtete, manche im Weissen Haus fürchteten, dass Giuliani für den Präsidenten alles nur noch schwerer mache. Dann kann man hoffen, dass dies eintrifft. Die Welt würde aufatmen ohne Trump. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
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  • Kommentar von Christian Weber  (CWeb)
    Mal so ganz nebenbei: Wieso wird immer so getan, als wäre Biden der sichere Kandidat der Demokraten? In den letzten Umfragen lag er nur noch äusserst knapp vor Warren und Sanders.
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