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Grossaktion gegen Geldwäsche Europol verhaftet 230 Personen – zwei in der Schweiz

  • Die europäische Polizeibehörde Europol ist gegen sogenannte «Money Mules» oder auf Deutsch «Packesel» vorgegangen.
  • Das sind Unternehmen oder Personen, die im Internet Personen anwerben, damit diese illegale Geldtransfers ins Ausland durchführen.
  • 230 Personen wurden festgenommen, davon zwei in der Schweiz.

Durchgeführt wurde die Aktion laut Europol zwischen September und November in mehr als 30 Ländern in Europa, den USA und Australien. Mit Hilfe von Banken und anderen Finanzinstituten seien über 7500 betrügerische Transaktionen aufgedeckt worden. Damit konnten laut Europol Verluste in Höhe von 12.9 Millionen Euro verhindert werden.

Das Prinzip hinter «Money Mule»

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Bei «Money Mule» geht ein Unternehmen oder eine Person via Internet einen Dritten an, damit dieser als «Packesel» (deutsch für «Money Mule») tätig wird und Geld ins Ausland überweist.

Europol warnte, dass Geldwäscher mit etlichen Tricks – darunter auch mit Hilfe von Dating-Plattformen und sozialen Medien – versuchten, «Money Mules» zu rekrutieren. Die Hauptzielgruppe seien Studenten und andere junge Erwachsene.

Wer auf die Masche reinfällt oder gar bewusst mitmacht, muss nach Angaben der Polizei mit Geldbussen oder einem Ermittlungsverfahren rechnen, bei dem im Extremfall eine Haftstrafe droht.

In der Schweiz seien 175 Personen im Zusammenhang mit Geldwäscherei identifiziert worden, sagte Anne-Florence Débois, Sprecherin des Bundesamtes für Polizei (Fedpol). Darunter seien auch 78 Personen, die weitere rekrutiert hätten.

Das Fedpol übernahm bei der Aktion die Koordination zwischen den Kantonen und Europol. In der Schweiz seien die Kantone Waadt, Zürich, Aargau und Basel betroffen, so die Sprecherin weiter.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Andrea Esslinger  (weiterdenken)
    Ein mule ist kein Esel, sondern ein Maultier bzw. Maulesel. Money mule darum ein Geldmaultier.
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  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    In Zürich halten sogenannte Money Mules die Polizei auf Trab. Das Geschäft mit Privatpersonen, die ihre Konten für Geldwäscherei zur Verfügung stellen, floriert. Die Konti dieser Geldesel nutzen kriminelle Organisationen, hauptsächlich aus Osteuropa, Asien und Afrika zur Geldwäsche von illegalen Onlinegeschäften, für den Drogenhandel und für den Erlös aus Menschenhandel und Prostitution. Jetzt sind viele in die Falle gelaufen. Fedpol - gut gemacht. Gier und die Kriminalität kennen keine Grenzen.
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    1. Antwort von Lothar Drack  (samSok)
      Zweifellos von grosser Bedeutung, die Arbeit von Fedpol. Ein Rätsel bleibt für mich die Diskrepanz zu lesen, „in der Schweiz seien 175 Personen im Zusammenhang mit Geldwäscherei identifiziert worden (...) darunter seien auch 78 Personen, die weitere rekrutiert hätten.“ Und aber im Lead-in steht, dass in der Schweiz zwei (2!) festgenommen worden seien...
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