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Hauchdünner Sieg Wahlkrimi in Peru: Castillo erklärt sich zum Sieger

  • Bei der Stichwahl um das Präsidentenamt in Peru hat sich der Sozialist Pedro Castillo zum Wahlsieger erklärt. Das teilte die Wahlkommission mit.
  • Castillo liegt nach Auszählung aller Stimmen hauchdünn in Führung: Er kommt auf 50.125 Prozent und liegt damit 44'058 Stimmen vor seiner konservativen Rivalin Keiko Fujimori mit 49.875 Prozent.
  • Fujimori hatte bereits zuvor Wahlbetrugsvorwürfe erhoben und
    versucht, auf gerichtlichem Wege einige Stimmen für ungültig
    erklären zu lassen.
Video
Aus dem Archiv: Die spannende Wahl in Peru
Aus Tagesschau vom 07.06.2021.
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«Eine neue Zeit hat begonnen», schrieb Castillo nach Bekanntgabe des Resultats auf Twitter zu einem Bild von sich mit erhobenen Armen und dem Wort «Präsident» und seinem Wahlkampfslogan «Nie mehr arm in einem reichen Land». Er ergänzte auch sein Profil auf dem Kurznachrichtendienst um «Gewählter Präsident der Republik Peru (2021-2026)».

Castillos Partei Freies Peru hat die Betrugsvorwürfe von Keiko Fujimori wiederholt zurückgewiesen, für die sie keine eindeutigen Belege vorlegen konnte. Internationale Beobachter in Lima haben ebenfalls erklärt, dass die Wahl transparent war.

Der plötzliche Aufstieg des 51-jährigen ehemaligen Lehrers Castillo hat die politische und wirtschaftliche Elite Perus erschüttert und könnte einen grossen Einfluss auf die wichtige Bergbauindustrie des zweitgrössten Kupferproduzenten der Welt haben. Castillo plant starke Steuererhöhungen für den Sektor.

SRF 4 News, 16.6.2021, 3 Uhr;

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Stäheli  (Marsus)
    Schade.,

    ein Land mehr das den Weg von Venezuela, Cuba und Nicaragua geht.

    Es scheint verlockend zu sein den Reichtum der Reichen unter die Bevölkerung zu verteilen. Das geht 3 Jahre gut bis alles verteilt ist. Leider will dann anschliessend niemand mehr wirtschaftliche Leistungen erbringen und das Land geht wirtschaftlich zugrunde. Alle leiden dann darunter. Venezuela war mal eines der reichsten Länder in Südamerika und heute fehlt es an allem.
    1. Antwort von Florian Kleffel  (Hell Flodo)
      Einverstanden, aber auch in den neoliberal dominierten Ländern leidet die Mehrheit unter der Wirtschaftspolitik. Der goldenen Mittelweg heisst demokratischer Sozialstaat und ist das Modell, das in Europa mehrheitlich soziale Stabilität und sozialen Frieden geschaffen hat. Und das von den Angelsachsen mit ihren Irrtümern (trickle down, unsichtbare Hand, weniger Staatsverschuldung... haha) leider seit Reagan und Thatcher teilweise abgeschafft wurde.
    2. Antwort von Martin Stäheli  (Marsus)
      @Kleffel
      Ich bin mit Ihnen einverstanden es braucht einen Mittelweg damit ein Land sozial stabil bleibt aber auch dass es genug Anreiz gibt ökonomisch aktiv zu sein. Wobei man noch diskutieren könnte wo genau dieser Mittelweg liegt.
    3. Antwort von Florian Kleffel  (Hell Flodo)
      Ja, dann liegt der Teufel im Detail... Aber ich denke, wenn wir von Mitte-Links bis Mitte-Rechts zu diesem Konsens finden, ist das schon ein sehr guter Schritt!
    4. Antwort von Daniel Stüdi  (25-45)
      Ganz im Gegenteil. Ich bin erleichtert, dass nicht ein weiteres Land in den Rechtsextremismus Sumpf versinkt.
  • Kommentar von Daniel Bucher  (DE)
    Nach Venezuela wird Peru das nächste Land Südamerikas sein, welches infolge von Verstaatlichungen und massiven Steuererhöhungen seine Wirtschaft schädigt und damit die Entwicklung und den Wohlstand seiner Bürger gefährdet. Es wird interessant, wie es weiter geht, wenn der Marxist Castillo seine Ideologie umzusetzen beginnt.
    1. Antwort von Aaron Davis  (aaron.davis)
      Besser als die Faschistin Fujimori
    2. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Keinem Land im amerikanischen Hinterhof geht es gut. Darum kommen immer wieder Extremisten an die Macht. Armut ist ein Nährboden für Extremisten jeder Couleur.
    3. Antwort von Florian Kleffel  (Hell Flodo)
      Ich bin zwar absolut kein Anhänger von Maduro, sondern bevorzuge eine vernünftige Aufgabenteilung zwischen Staat und Privat mit dem Staat als Regulator statt als Besitzer, aber an den wirtschaftlichen Folgen für diesen Staat und seine Bevölkerung sind die amerikanischen Ultra-Neoliberalen, denen die Diktatorentochter hofiert, dann doch nicht ganz unschuldig...
      In den USA kommt die wachsende Produktivität ausserdem seit ca. 20 Jahren nicht mehr der Allgemeinheit zugute.
  • Kommentar von Peter Beutler  (Peter Beutler)
    Nach Angaben der offiziellen Beobachter ist dieser Urnengang korrekt verlaufen. Stimmen, die nicht eindeutig waren - fehlende Unterschriften auf den Wahlzetteln z.B -, sind aussortiert worden. Castillo ist ein Ureinwohner. Diese sind in Peru in der Mehrheit. Als nächster wird er einen Premierminister ernennen, der auf die Abgeordneten Rücksicht nehmen muss. Er dürfte den linksliberalen Sozialdemokraten, der drittstärksten Partei, angehören. Eine neue Chance für das 40-Mio-Volk.