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Legende: Video Russland und die Ukraine tauschen Gefangene aus abspielen. Laufzeit 00:27 Minuten.
Aus News-Clip vom 07.09.2019.
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Hoffnung im Ukraine-Konflikt? Gefangenenaustausch ein «wichtiger Schritt»

  • Russland und die Ukraine haben ihren Gefangenenaustausch als wichtigen Schritt vorwärts zur Überwindung ihres Konflikts bezeichnet.
  • Ausgetauscht werden sollten auf jeder Seite 35 Gefangene. Offiziell bestätigt ist die Zahl nicht.
  • «Ich denke, das ist die erste Etappe. Und wir müssen alle Schritte unternehmen, um diesen schrecklichen Krieg zu beenden», sagte der ukrainsche Präsident Wolodimir Selenski auf dem Flughafen von Borispol in Kiew.

Gemeint ist der Krieg in der Ostukraine zwischen Kiews Regierungstruppen und den von Moskau unterstützten Separatisten. Er wolle sich mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin auch um die Freilassung der restlichen Gefangenen bemühen, sagte Selenski.

Auch das russische Aussenministerium sprach von einem «wichtigen Schritt». Diese Stimmung könne genutzt werden für die Lösung weiterer Probleme, teilte eine Ministeriumssprecherin mit. «Wir begrüssen alle und sind froh, dass die russischen Bürger wieder zu Hause sind», sagte Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow laut der Agentur Interfax.

Russisches Flugzeug hebt ab
Legende: Das russische Flugzeug hebt am ukrainischen Flughafen Borispol ab. Reuters

Der prominente russische Aussenpolitiker Konstantin Kossatschow sagte, dass der politisch bedeutende Gefangenenaustausch den Minsker Friedensprozess beleben könne. Der in der weissrussischen Hauptstadt Minsk 2015 vereinbarte Friedensplan liegt seit längerem auf Eis.

35 gegen 35

Russland und die Ukraine haben den grössten Gefangenenaustausch seit Jahren. Die Flugzeuge beider Länder landeten fast gleichzeitig auf den Flughäfen der Hauptstädte. In Kiew trafen auch die 24 ukrainischen Seeleute ein, die seit November in russischer Haft gesessen hatten.

Oleg Senzow mit seiner Tochter nach der Ankunft am Flughafen
Legende: Der Filmemacher Oleg Senzow wurde im Frühjahr 2014 auf der Krim verhaftet. Russland warf dem Regisseur vor, nach Annexion der Halbinsel Anschläge geplant zu haben. Reuters

An Bord der Maschine war ausserdem der ukrainische Regisseur Oleg Senzow. Der Austausch sollte nach der Formel 35 gegen 35 erfolgen. Allerdings war zunächst unklar, wie viele Menschen ausgetauscht wurden

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22 Kommentare

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  • Kommentar von Reto Derungs  (rede)
    Genau wegen solcher Sachen wurde Selenski von der ukrainischen Bevölkerung gewählt. Man will eine Deeskalation und ein friedliches Zusammenleben mit Russland. Und genau diesen Weg schlägt Selenski nun ein. Hoffen wir, dass es so weitergeht. Dann gibt es nur Gewinner.....
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    1. Antwort von Konrad Schläpfer  (Koni)
      Hoffen wir, dass Selenski den Ostukrainern wieder die Autonomie zurück gibt, wie die russische Amtssprache, und auch russisches Fernsehen wieder Empfangen können. Dann ist der Frieden auf gutem Weg.
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    2. Antwort von Konrad Schläpfer  (Koni)
      16 Dis Likes? Ich frage mich, was diese User sagen würden wenn Bern den welschen das franz. Fernsehen und die franz. Sprache verbieten würden?
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    3. Antwort von Juha Stump  (Juha Stump)
      Wenn Sie wirklich glauben, dass das Russische in der Ostukraine verboten wurde, glauben Sie einer Lüge. Ich habe ein paar Wochen in Dnipro gelebt und dabei erfahren, dass z. B. von den vier dortigen Gymnasien zwei rein russischsprachig waren, und zudem gab es im Flughafen auch Zolldeklarationen auf Russisch. Sogar in den Medien war Russisch viel zu hören, nur die offiziellen Nachrichten waren auf Ukrainisch. Wie überall in der Welt kommt man halt auch dort nicht um die Amtssprache herum.
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  • Kommentar von Alexander Weljaminoff  (AndererMeinung)
    Was ist das "Staatsfernsehen"? Rossija 24, GTRK (Rossija 1), Perviy Kanal, NTV, 5-Kanal, Tv Zentr, MIR, REN-TV etc.?
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    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Ist Hans was Heiri. Zensiert sind alle:-(
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    2. Antwort von Alexander Weljaminoff  (AndererMeinung)
      @planta. Zensiert ist nicht der richtige Ausdruck. Es gibt Themen, die bei uns zensiert sind, und in RU nicht. Es ist der "Spin", den es bei uns auch gibt, nur subtiler, und die Leute merken es nicht, da es sich nicht um eine Beeinflussung der Eidgenossenschaft als Staat handelt, während sie on RU vom Kreml bzw. Putins Propagandaabteilung ausgeht (die es "natürlich" offiziell nicht gibt).
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  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    Das sind gute Nachrichten - wie Selensky in seinem Wahlversprechen kommuniziert hat. Er hat erkannt, dass Russland ein zu übermächtiger Gegner ist und der Donbass und die Krim für die Ukraine verloren sind. Nach der Konfliktbeilegung könnte sich Selensky dem Westen zuwenden und einen demokratischen,neutralen Staat aufbauen. Damit könnte er weitere Expansionsgelüste von Putin untergraben. Die Russen würden nicht wagen eine Demokratie zu überfallen. Also ein guter Weg, der Gefangenenaustausch.
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    1. Antwort von Konrad Schläpfer  (Koni)
      Der Westen hat längst bewiesen, dass er bedeutend mehr Expansionsgelüste hat als Putin. Schliesslich hat sich die NATO bis in die Ukraine vorgearbeitet und bedroht Russland mit Sanktionen.
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    2. Antwort von David Neuhaus  (Um Neutralität bemüht)
      Von welchen realen Expansionsgelüste Putins reden sie Häberli? "..könnte sich Selensky dem Westen zuwenden.." Sie denken für die Ukraine wäre es sinnvoll sich der Vergangenheit zuzuwenden? Die Zukunft liegt meiner Erkenntnis nach (leider) im Osten und nicht im Westen.
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    3. Antwort von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
      @Schläpfer+Neuhaus: Selensky hat sich bereits vor seinem Amtsantritt zur Beendigung des Krieges im Donbass geäussert. Weiter möchte er eine direkte Demokratie (analog CH) aufbauen, wo die Menschen den Weg mitbestimmen können. Von all dem ist im Osten nichts zu finden, vor allem nicht in Russland. Siehe anstehende Wahlen in Moskau. Beschämend!
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