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Proteste für Nawalny in Wladiwostok
Aus News-Clip vom 21.04.2021.
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In ganz Russland Mehr als 1500 Festnahmen bei Protesten für Nawalny

  • In Russland hat die Polizei bei Demonstrationen für den inhaftierten Oppositionspolitiker Alexej Nawalny über 1500 Personen festgenommen.
  • Das berichtet die Menschenrechtsorganisation ovdinfo.org.
  • Nawalnys Team hatte in mehr als 200 russischen Städten Proteste angekündigt.

Die Proteste fanden unter anderem in mehreren sibirischen Städten statt, wo die Menschen aufgrund der Zeitverschiebung schon Stunden früher auf die Strassen gingen als etwa in der Hauptstadt Moskau.

Videos aus Irkutsk zeigten eine grosse Menschenmenge, die «Freiheit für Alexej Nawalny» rief und den Rücktritt von Präsident Wladimir Putin forderte. In Nowosibirsk gingen einem lokalen Medienbericht zufolge rund 4000 Menschen auf die Strasse.

Auch Nawalnys Familie ist dabei

Die Behörden hatten davor gewarnt, an den Protesten teilzunehmen. In der russischen Hauptstadt waren im Zentrum Zehntausende Menschen auf den Beinen, um Nawalny zu unterstützen, wie unabhängige Beobachter sagten. Autos fuhren mit Hupkonzerten zur Unterstützung an den Demonstranten vorbei. Viele Demonstranten sagten, dass sie ihre Angst überwunden hätten und für Nawalny eintreten wollten. Die Polizei sprach von 6000 Teilnehmern.

Auch Nawalnys Frau Julia, sein Bruder Oleg und seine Mutter nahmen an den nicht erlaubten Aktionen in Moskau teil. Nawalnys enge Mitarbeiterinnen Ljubow Sobol und seine Sprecherin Kira Jarmysch wurden bereits Stunden vor den Protesten festgenommen. Jarmysch kam für zehn Tage in eine Arrestzelle, wie sie mitteilte. Der Grund der Festnahmen war zunächst nicht klar.

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Proteste und Verhaftungen für Nawalny in Ulan Ude
Aus News-Clip vom 21.04.2021.
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Nawalnys Team hatte in mehr als 200 russischen Städten spontan Proteste angekündigt, weil sich der Gesundheitszustand des 44-Jährigen im Straflager massiv verschlechtert haben soll. Der Oppositionelle, der im vergangenen Sommer nur knapp einen Giftanschlag überlebte, klagt bereits seit längerem über starke Rückenschmerzen und Lähmungserscheinungen in Arm und Bein. Aus Protest gegen mangelnde medizinische Versorgung ist er vor rund drei Wochen in einen Hungerstreik getreten.

Das Menschenrechtsportal ovdinfo.org berichtet via Twitter über die Demonstrationen. Mittlerweile seien bereits 1631 Menschen festgenommen worden, heisst es in dem Tweet. Mit 743 Menschen seien bisher in St. Petersburg am meisten Menschen festgenommen worden.

Anfang des Jahres waren bei ähnlichen Protesten russlandweit Tausende Nawalny-Unterstützer festgenommen worden. Das harte Vorgehen der russischen Behörden war damals international teils heftig kritisiert worden.

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Einschätzungen von SRF-Korrespondentin Luzia Tschirky
Aus 10 vor 10 vom 21.04.2021.
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SRF 4 News, 21.04.21, 18:00 Uhr;

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10 Kommentare

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  • Kommentar von matthias wegmann  (matweg)
    Obwohl bei Nawalny kaum Fakten vorliegen, kommentiert Herr Nauer etwa so, wie ich es mir bei Assange wünschen würde... Das VK scheint wohl Immunität zu geniessen.
  • Kommentar von Christophe Bühler  ((Bühli))
    Meiner Erfahrung nach ist Putin in Russland beliebter als einige Bundesräte in der Schweiz. Die Zahl der Demonstranten und festgenommenen im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung scheint etwa so gering, wie bei den Anticoronaprotesten in St.Gallen und Altdorf
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Warum hat dann der Bundesrat weniger Angst vor Andersdenkenden als der Kreml?
    2. Antwort von Manu Meier  (Manuel Meier)
      Hat Putin denn Angst? Oder meinen sie die Verhaftungen? Bei illegalen Demonstrationen war das in Russland schon immer gang und Gäbe, dass die jeweilige Stadtregierung ihr Handeln bestimmen. Die einen ziehen es hart durch, die anderen nicht. Würde Putin angst haben, würden alle Behörden gleich reagieren.
  • Kommentar von Peter Kovacs  (Bese)
    Putin soll Novotny ausbürgern,dann abschieben. Dann wird das ganze Theater ein Ende sein. Mit solche Sachen können die Russen das Problem niemals lösen. Es wird langsam langweilig!
    1. Antwort von Hans Peter Auer  (Ural620)
      @(Bese): Wer ist Novotny? Ob das Problem mit einer (nach russischer Verfassung illegal) Abschiebung geloest wuerde, bleibt zu bezweifeln, denn Chodorkowski, Nawalny und neuerdings evtl. der Oligarch Deripaska, welcher die staatlich ungerechten Repressionen mehr und mehr kritisiert und mit einer eigenen Oppositionspartei liebaeugelt, ein Pakt vereinbaren wuerden, waere fuer den Kreml moeglicherweise ein neues Problem geschaffen, als geloest.
    2. Antwort von Katrin Bachmann  (Gelati)
      Lösen Sie "Probleme" auch so? Abschieben, Ruhe?