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International Indien: Todesstrafe wegen tödlicher Vergewaltigung

Keine Gnade für die Peiniger: Die Vergewaltiger einer Studentin sind in Delhi zum Tode verurteilt worden. Zuvor hatte ein Gericht bereits einen Mittäter mit drei Jahren Jugendhaft bestraft.

Legende: Video «Todesstrafe wegen tödlicher Vergewaltigung in Indien» abspielen. Laufzeit 1:14 Minuten.
Aus Tagesschau vom 13.09.2013.

Ein Gericht in Neu Delhi hat vier wegen der Gruppenvergewaltigung einer Frau angeklagte Männer zum Tode verurteilt. Mit dem Urteil kam der Richter der Forderung der Staatsanwaltschaft nach. Die Verteidiger hatten eine lebenslange Haft gefordert.

Die Männer gehörten einer Gruppe von sechs Indern an, die im Dezember eine 23-jährige Studentin so brutal vergewaltigten, dass sie anschliessend starb. Die Studentin war zusammen mit ihrem Freund im Dezember in einen Bus gelockt worden.

Dort wurde sie von insgesamt sechs Männern schwer vergewaltigt und misshandelt. Ihren Freund schlugen die Täter zusammen, vor seinen Augen folterten sie die junge Frau mit einer Eisenstange. Nach der brutalen Tat warfen die Männer das verletzte und blutende Paar auf die Strasse und fuhren davon.

Anführer erhängte sich vor Prozess

Ein zur Tatzeit noch 17-Jähriger war Ende August zu drei Jahren Jugendhaft verurteilt worden. Er soll die Zeit in einer Besserungsanstalt verbringen.

Der mutmassliche Anführer der Täter wurde im März erhängt in seiner Zelle aufgefunden. Die Hintergründe sind noch unklar. Die anderen vier Männer wurden vor dem Sondergericht in Neu Delhi angeklagt und nun verurteilt.

Politik reagierte mit Todesstrafe

Das Verbrechen hatte die indische Öffentlichkeit zutiefst aufgewühlt und Tausende Menschen zu Protesten gegen die verbreitete sexuelle Gewalt gegen Frauen und die Gleichgültigkeit der Behörden auf die Strassen getrieben.

Kritiker werfen Polizei, Justiz und Politik seit langem vor, Vergewaltigungen oft nicht ernst zu nehmen und angemessen zu verfolgen. Die Politik reagierte mit der Einführung der Todesstrafe bei tödlichen Vergewaltigungen.

12 Kommentare

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  • Kommentar von Glasl Martin, Lenggries
    Hoffentlich dient das Urteil der Abschreckung für andere Vergewaltiger! Eine harte Strafe, doch für eine solch wiederwärtige, feige Tat finde ich sie vollauf gerechtfertigt. Ob sich vielleicht andere Länder daran ein Beispiel nehmen sollten, anstatt überführte Vergewaltiger und Kinderschänder milder zu bestrafen als Steuersünder...?
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  • Kommentar von Nathalie Eugster, Neuenhof
    In der Schweiz bekämen die Täter Reitstunden!
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  • Kommentar von M. Haener, Büsserach
    Die Todesstrafe ist keine Lösung, man denke an Justizirrtümer und unschuldig hingerichtete. Vielmehr sollten wir uns endlich von diesem kranken Ellenbogen-Schneeballsystem genannt Kapitalismus und seiner ''freien'' Marktwirtschaft verabschieden.
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    1. Antwort von Björn Christen, Bern
      @Haener - gehen sie nach Kuba oder Nordkorea, wenn sie meinen sie leiden unter "diesem kranken Ellenbogen-Schneeballsystem genannt Kapitalismus." Dort werden ja auch keine Frauen vergewaltigt, weil nicht-Kapitalismus friedlich macht, nicht wahr?
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    2. Antwort von M. Haener, Büsserach
      @Björn Christen; ich weiss, wenn man einem Affen Süssigkeiten und ein Buch gibt und ihm den Rücken zudreht, man nicht erwarten kann dass er das Buch liest.
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    3. Antwort von Franz NANNI, Nelspruit SA
      Suedafrika ist ein sozialistisches Land...komischerweise DAS Land wo die meisten Vergewaltigungen stattfinden, vom Saeugling bis zur 90jaehrigen Omi..
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    4. Antwort von M. Haener, Büsserach
      @Franz NANNI, wovon ich rede hat nichts mit irgendeinem ''Ismus'' zu tun, es hat auch nichts mit links oder rechts zu tun, wovon ich rede hat z.B. mit einer menschenwürdigen Marktwirtschaft ohne Sklaverei tun. Doch man denkt lieber weiterhin in den altbekannten Strukturen und erzeugt weiterhin die Dinge die man nicht will. Bis auf ein paar wenige sind wir alle abhängig vom Geld, es dient uns nicht wir haben dem Mammon zu dienen. Zu bedenken gilt es auch wie man miteinander umgeht.
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