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Bürgerrechtler John Lewis gestorben
Aus Tagesschau vom 18.07.2020.
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Kampf für mehr Gerechtigkeit US-Bürgerrechtler John Lewis gestorben

  • Der amerikanische Bürgerrechtler und Kongressabgeordnete John Lewis ist im Alter von 80 Jahren gestorben.
  • Lewis hatte erst im Dezember vergangenen Jahres mitgeteilt, dass er an fortgeschrittenem Krebs leide.
  • Der aus Alabama stammende Lewis galt als einer der Vorkämpfer der Bürgerrechtsbewegung und des Kampfes gegen Rassendiskriminierung.

Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, würdigte ihn in einer am Abend verbreiteten Erklärung als «Titan der Menschenrechtsbewegung», der Zeit seines Lebens Entschlossenheit, Mut und moralische Führungsqualität gezeigt habe. «Jeder Tag im Leben von John Lewis war der Freiheit und Gerechtigkeit für alle gewidmet.»

Gewaltfrei für Gleichberechtigung

Lewis leitete 1965 den ersten der Selma-nach-Montgomery-Märsche an, damals ein politischer Höhepunkt der Bürgerrechtler, zu denen auch Martin Luther King gehörte. Zuvor war er bereits 1963 als Redner beim Marsch auf Washington für Arbeit und Freiheit aufgetreten.

John Lewis und seine Frau beim Siegesmarsch
Legende: John Lewis trug den Kampf gegen Rassendiskriminierung von den südlichen Schlachtfeldern der 1960er-Jahre bis in die Hallen des Kongresses: Am 3. September 1986 (Foto) führt er und Frau Lillian einen Siegesmarsch an, nachdem er in einer Stichwahl den Sitz des 5. Kongressbezirks von Georgia gewonnen hatte. Keystone

Er ist dutzende Male festgenommen und verprügelt worden, doch seine Entschlossenheit wuchs dadurch nur: Der amerikanische Bürgerrechtler hat sich sein Leben lang gewaltfrei für die Gleichberechtigung der Schwarzen in den USA eingesetzt. Trotz vieler Rückschläge verlor er dabei scheinbar nie die Hoffnung, sondern verbreitete Optimismus, um andere für den anhaltenden Kampf für mehr Gerechtigkeit zu gewinnen.

«Wir dürfen nicht aufgeben»

Noch im Juni hatte sich Lewis in einem Videochat mit Obama angesichts der Massenproteste nach der Tötung des schwarzen US-Amerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis zuversichtlich gezeigt.

Die Demonstrationen gegen Polizeigewalt und Rassismus hätten ihn «inspiriert», weil sie Menschen aller Hautfarben und Bevölkerungsschichten auf die Strasse gebracht hätten, sagte Lewis. «Wir dürfen nicht aufgeben, nicht bitter oder feindselig werden», forderte Lewis. «Wir werden es schaffen», sagte er.

SRF 4 News, 18. Juli 2020, 9:30 Uhr;

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Pascal Odermatt  (PDOdermatt)
    Nach Elijah Cummings also auch John Lewis. Ein weiterer enormer Verlust. Ausserordentliche Persönlichkeiten mit unglaublich Charisma und Einsatz, welche hoffentlich noch lange im Bewusstsein weiterleben werden und als Vorbilder weitere Generationen inspirieren für Menschlichkeit zu kämpfen. Grossartige Menschen.
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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Mit John Lewis ist ein grosser Bürger- bzw. Menschenrechtler und Kämpfer gegen Rassismus gestorben.Nancy Pelosi hat ihn zurecht für dessen Mut und Einsatz für Freiheit und Gerechtigkeit gelobt. Diese Pioniere waren leider stets gefährdet. Martin Luther King wurde als unliebsamer Kämpfer gegen Diskriminierung Schwarzer brutal ermordet. Leider existiert dieser Rassismus immer noch, praktiziert auch durch Trump höchst persönlich durch Diffamierung Schwarzer. Weisse mögen demütiger sein/werden.
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    1. Antwort von Marti Müller  (Co2=Leben)
      Auch wenn man eine Lüge immer wiederholt wird sie nicht wahrer? Wo hat er Rassismus praktiziert, "schwarze" , man sagt POC, diffamiert?
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