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Legende: Audio Jede Stimme zählt: Ursula von der Leyen muss das EU-Parlament überzeugen abspielen. Laufzeit 01:46 Minuten.
Aus HeuteMorgen vom 16.07.2019.
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Kampf ums EU-Präsidium Ursula von der Leyen vor der Rede ihres Lebens

Alle wissen, dass sie zweite Wahl war: Heute muss sie das EU-Parlament überzeugen. Die Liste ihrer Versprechen ist lang.

Die deutsche CDU-Politikerin Ursula von der Leyen hielt heute Vormittag die Rede ihres Lebens – die Rede ihres politischen Überlebens. Sie versuchte bis spät in den gestrigen Abend, den grösstmöglichen Konsens im Europäischen Parlament zu finden, um eine Mehrheit zu überzeugen.

Nicht irgendeine Mehrheit, sondern die richtige Mehrheit. Denn darum geht es bei der heute angesetzten Wahl auch: Von der Leyen muss eine klare Mehrheit bei den pro-europäischen Parteien gewinnen, in ihrer christ-demokratischen Volkspartei, aber auch bei den Sozialdemokraten und den Liberalen.

Die EU-Skeptiker

Nur so kann sie verhindern, dass sie für die Wahl auf Stimmen angewiesen wäre, die sie gar nicht haben will, also jene Stimmen aus dem euro-skeptischen Lager aus Ungarn, Tschechien, Polen oder Italien. Dieses Lager hatte vor zwei Wochen erfolgreich verhindert, dass andere Spitzenkandidaten von den europäischen Staats- und Regierungschefs der 28 Mitgliedsländer der EU ins Amt gehoben werden.

Die grossen Versprechen

Sie versprach dem Parlament mehr Einbezug in die Verfahren zum Schutz der Rechtsstaatlichkeit. Sie versprach dem Europäischen Parlament mehr Gehör der EU-Kommission, wenn dieses aus eigenem Antrieb Gesetze erlassen will – ein Recht das es heute gar nicht hat.

Das steht heute an

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Ursula von der Leyen steht heute zur Wahl als EU-Kommissionspräsidentin. Ihre Bewerbungsrede hielt sie am Morgen. Die Fraktionen von Sozialdemokraten, Liberalen und Rechtskonservativen haben angekündigt, dass sie sich erst nach der Bewerbungsrede der 60-jährigen CDU-Politikerin festlegen wollen. Die geheime Abstimmung folgt dann am Abend um 18 Uhr. Das ausgezählte Ergebnis ist ab 19 Uhr zu erwarten.

Sie versprach den Sozialdemokraten einen Vorstoss zur Umsetzung eines fairen, europaweiten Mindestlohns. Sie versprach den Liberalen mehr Ambitionen beim Klimaschutz, eine CO2-Steuer und eine Klima-Bank, welche die angestrebte Energiewende mitfinanzieren soll.

Die Liste ihrer Versprechen wurde mit jedem Tag länger. Jedes Versprechen soll eine Stimme mehr garantieren im Europäischen Parlament. Jedes Versprechen soll aus der Verlegenheitskandidatin Ursula von der Leyen, die unbestrittene Spitzenkandidatin für das Amt der Kommissionspräsidentin machen.

Prozedere zur Wahl des EU.Kommissionspräsidenten
Grafik zeigt alle EG- bzw. EU-Kommissionspräsidenten seit 1967
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21 Kommentare

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  • Kommentar von R. Raphael  (R.Raphael)
    Von der Leyen wurde nicht vom Volk gewählt sondern von Hinter- und Obertanen als Sprengkandidatin aufgestellt. Ein gänzlich undemokratisches Gebaren, das einmal mehr aufzeigt, wessen Kind die EU geworden ist.
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  • Kommentar von Urs Heim  (Ursus)
    Von der Leyen hat mit mir ihm großen medizinischen / politischen Fachwissen und auch der Lebenserfahrung wegen sicherlich nicht nur noch die europäische Karriereoption, doch wäre die Wahl zur Kommissionspräsident-in ihr wohl höchstmöglicher Posten den sie noch erreichen könnte. Nach einer Nichtwahl wäre die auf jeden Fall aus politischer Sicht national und auch international „erledigt“.
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    1. Antwort von m. mitulla  (m.mitulla)
      Glaube ich nicht, Ursus. Sie wurde bereits vor Wochen als "KrinfavoritIn" für das frei werdende Amt des Nato- Generalsekretärs gehandelt. So oder so - sie ist offenbar vorgesehen für ein "höheres Amt".
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  • Kommentar von Klaus Kreuter  (KallePalle)
    Versprechungen sind mittlerweile ein probates Mittel der Politik geworden. Nur, bezahlen muss es immer der Bürger und wenn man bedenkt dass man in D bis zum 15. Juli nur für die Steuer gearbeitet hat, dann muss die Frage erlaubt sein: wie weit denn noch??? Sind die Alarmzeichen bei den Wahlen nicht deutlich genug?
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