Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Klärung der Schuldfrage Tod von Maradona: Ärzte und Pfleger wieder vor Gericht

  • Nach seinem Tod im Jahr 2020 ist der Prozess gegen Maradonas medizinisches Team erneut aufgerollt worden.
  • Sieben Ärzten und Pflegern drohen wegen Totschlags bis zu 25 Jahre Haft.
  • Zuvor war eine Richterin wegen ihrer Mitarbeit an einem nicht genehmigten Dokumentarfilm über den Prozess wegen Befangenheit vom Dienst suspendiert worden.

Laut argentinischen Medien kam es bei der häuslichen Pflege nach Maradonas Operation immer wieder zu Problemen, wie aus veröffentlichten Chatprotokollen hervorgeht. Einmal übergab sich Maradona nach einem schweren Abendessen, einmal stürzte er in seinem Zimmer.

Maradona: Ein Leben für den Fussball

Maradona lehnte offenbar eine ständige Betreuung durch Pflegekräfte ab. Andererseits hätten die Ärzte Warnhinweise nicht ernst genommen und sich abfällig über ihren Patienten geäussert. Eine neue Einweisung in ein Krankenhaus wurde wohl aus Imagegründen verworfen.

Image über Gesundheit

Box aufklappen Box zuklappen

Vieles deutet darauf hin, dass Maradona sich mit Personen umgab, die sein Image ausnutzten und seinen schlechten Gesundheitszustand verheimlichten. Beispielsweise soll sein Umfeld darauf bestanden haben, dass er sich an seinem 60. Geburtstag im Stadion seines Vereins Gimnasia y Esgrima La Plata zeigte, obwohl Maradona kaum gehen konnte und von zwei Begleitern gestützt werden musste.

Die Staatsanwaltschaft wirft sieben Personen, darunter Maradonas Leibarzt, seiner Psychiaterin und einem Psychologen, Totschlag vor. Alle Angeklagten weisen die Vorwürfe zurück. Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen Freiheitsstrafen von bis zu 25 Jahren.

Meistgelesene Artikel