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Wie fair werden die US-Wahlen?
Aus SRF News vom 16.10.2020.
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Kongresswahlen in den USA Umfragen: Demokraten haben Chance auf Mehrheit im US-Senat

Am Dienstag wird in den USA nicht nur ein neuer Präsident, sondern es werden auch neue Kongress-Mitglieder gewählt.

Die Wähler in den USA entscheiden am Dienstag nicht nur das Rennen ums Weisse Haus, sondern auch über die Durchsetzungskraft des künftigen Präsidenten. Denn er braucht den Kongress auf seiner Seite, um wirklich etwas zu bewegen. Abgestimmt wird am 3. November über das Repräsentantenhaus sowie über gut ein Drittel der Sitze im Senat.

Umfragen geben den Demokraten gute Chancen, die Mehrheit im Repräsentantenhaus zu behalten und nach sechs Jahren die Kontrolle über den Senat zurückzugewinnen. Die Republikaner zeigen sich dennoch zuversichtlich, sich das Repräsentantenhaus zurückholen zu können, während sie ein Kopf-an-Kopf-Rennen im Senat sehen.

Der Senat bestätigt unter anderem die Kandidaten für Regierungsposten oder das Oberste Gericht, was ihn besonders wichtig für einen Präsidenten macht. Jeder Bundesstaat entsendet zwei Senatoren, aktuell halten die Republikaner eine Mehrheit von 53 der 100 Sitze. Wie viele Sitze eine Partei für die Kontrolle über den Senat braucht, hängt davon ab, wer im Weissen Haus sitzt: Bei einem Patt von 50 zu 50 Stimmen kann der Vizepräsident eingreifen.

Spannende Situation in Alabama

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Doug Jones am Rednerpult.
Legende:Verlieren die Demokraten in Alabama einen Sitz oder schafft Doug Jones die Wiederwahl?Reuters

Der Demokrat Doug Jones hatte sich 2017 bei einer Nachwahl gegen den ehemaligen Richter Roy Moore (Republikaner) durchgesetzt, dem sexuelle Vergehen vorgeworfen wurden.

Kurz vor der Wahl liegt Jones in Umfragen nun aber hinter dem ehemaligen Football-Trainer Tommy Tuberville zurück, der für die Republikaner antritt.

Von den 35 Sitzen, über die am Dienstag abgestimmt wird, werden aktuell zwölf von Demokraten und 23 von Republikanern gehalten. Für die Demokraten ist absehbar, dass sie einen Sitz in dem traditionell Republikanern zugewandten Bundesstaat Alabama verlieren.

Jaime Harrison auf einer Bühne vor Anhängern.
Legende: Kann er die Wahl für sich entscheiden? Jaime Harrison bei einer Wahlveranstaltung in South Carolina. Reuters

Eines der spannendsten Senatsrennen findet in South Carolina statt: Hier greift der schwarze Demokrat Jaime Harrison mit einem beispiellosen Zufluss an Spendengeldern den alteingesessenen Lindsey Graham an, der aktuell dem Justizausschuss des Senats vorsitzt. Graham flehte zuletzt mehrmals pro Woche die Zuschauer beim Sender Fox News an, ihm mehr Geld zu überweisen: «Ich gehe hier unter.»

Republikanische Senatoren in vielen Staaten unter Druck

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  • In Arizona liegt Martha McSally hinter dem Astronauten Mark Kelly zurück, der für die Demokraten kandidiert.
  • In Colorado sehen Umfragen Cory Gardner hinter dem demokratischen Herausforderer John Hickenlooper, einem ehemaligen Gouverneur des Bundesstaates.
  • In Maine zeichnet sich eine Niederlage von Susan Collins, die für die Republikaner seit 1997 im Senat sitzt, gegen Herausforderin Sara Gideon ab.
  • In Georgia könnten sowohl Kelly Loeffler als auch David Perdue ausscheiden. Perdue sagte die zweite TV-Debatte gegen seinen demokratischen Herausforderer Jon Ossoff kurzerhand ab, nachdem er in der ersten keine gute Figur machte.
  • In Iowa wackelt der Stuhl der Senatorin Joni Ernst.
  • In North Carolina wackelt der von Thom Tillis – und das, obwohl sein Herausforderer Cal Cunningham noch kurz vor der Wahl in die Schlagzeilen wegen Ehebruchs geriet.

Ganzes Repräsentantenhaus wird neu gewählt

Im Repräsentantenhaus halten die Demokraten aktuell 232 der 435 Sitze. Umfragen geben ihnen gute Chancen, über der entscheidenden Marke von 218 Stimmen zu bleiben und ihre Mehrheit zu sichern.

Jeff Van Drew am Rednerpult.
Legende: Als Demokrat gewählt, kämpft Jeff Van Drew nun als Republikaner um seinen Sitz im Repräsentantenhaus. Reuters

Manche Rennen sind emotionaler als andere: Zum Beispiel in einem der Bezirke in New Jersey, wo der 67-jährige Jeff Van Drew 2018 als Demokrat gewählt wurde – dann aber auf die Seite der Republikaner wechselte. Aktuell liefet er sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Demokratin Amy Kennedy.

Tagesschau, 1.11. 2020, 19:30 Uhr;

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Künzi  (Unbestimmt)
    Es werden längst nicht mehr Menschen und ein gesundes Zusammenleben gewählt. Es wird einzig und allein das Geld gewählt. Geld wurde in Amerika aber auch anderer Orts ein Mittel das alles bestimmt, es ist längst nicht mehr ein Mittel zum Zweck sondern der Zweck heiligt die Geldmittel. Die meiste Zeit sammelst du Geld und erst dann hast du überhaupt die Möglichkeit ans gut Leben zu denken. Die Pharma- und die Waffemlobby kauft die Leute aus der Portokasse. Wählt also wen ihr wollt Hans o. Heiri
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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Ich hoffe, die Tendenz halte sich durch. Die Mehrzahl der Republikaner betreiben eine schlimme asoziale, bisweilen rassistische Politik. Besonders abstossend ist z.B. die Tea-Party. Natürlich, es gibt auch dekadent-reiche Demokraten, einige Rassisten, aber das ist da viel weniger ausgeprägt als bei den meisten Republikanern, wo Reich gegen Arm produziert wird mit dem himmeltraurigen Projekt der Mauer gegen Mexiko. Wenn sich die Armen mal an den Reicheren rächen sollten, später...auch national?
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    1. Antwort von Lukas Gubser  (Mastplast)
      Sie sind einfach frustriert dass, weil das Wahlergebnis nicht in Ihr Weltbild passt, mehr nicht.
      Schlechter Verlierer ist die Bezeichnung im Volksmund.
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  • Kommentar von Schan Luis  (SchanL)
    Die Geschichte der letzten 30 Jahre hat gezeigt, dass die Democrats nur blabla können. Jetzt bekommen sie die Rechnung.
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    1. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      ...was ist Ihr Kommentar anderes als das erste Wort in der dritten Zeile?
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    2. Antwort von Franz Lehmann  ((DrFranz))
      Nun, Sie haben offensichtlich etwas falsch verstanden oder folgen Sie etwa blind einer Ideologie? Nichts mit Rechnung oder Quittung für die Demokraten. Diese werden das Repräsentantenhaus mindestens halten, wahrscheinlich sogar ausbauen und es bestehen gute Chancen, dass der Senat auch zu den Demokraten übergeht. Bei der Präsidentenwahl sieht es noch offen aus, mit Tendenz zu Herr Biden. Also, was für eine Rechnung meinen Sie?
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    3. Antwort von Schan Luis  (SchanL)
      @vwk
      Die Democrats können es nicht schaffen.
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