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Kremlkritiker Alexej Nawalny Weiterer Genesungsschritt: Nawalny postet Foto vom Treppensteigen

  • Der russische Kreml-Kritiker Alexej Nawalny ist wieder auf den Beinen, nachdem er vor rund einem Monat vergiftet wurde.
  • Auf Instagram veröffentlichte Nawalny ein Bild von sich, stehend auf einer Treppe im Berliner Universtitätsspital Charité.
  • Dabei dankte er seinen Ärztinnen und Ärzten, sie hätten ihm alle Chancen gegeben, wieder gesund zu werden.
Audio
Aus dem Archiv: Nawalny wurde vergiftet
05:35 min, aus Echo der Zeit vom 02.09.2020.
abspielen. Laufzeit 05:35 Minuten.

«Jetzt bin ich ein Kerl, bei dem die Beine zittern, wenn er die Treppen läuft», schrieb er passend zu dem Bild auf den Stufen. Er hält sich mit blauen Handschuhen am Geländer fest. Noch vor kurzem aber habe er nicht einmal Menschen erkannt und nicht begriffen, wie das Reden geht.

Nawalny geht nach eigener Darstellung noch von einem längeren Weg bis zu seiner Genesung aus. Es gebe noch viele Probleme zu lösen. Das Telefon fühle sich in der Hand an wie ein Stein. «Und sich selbst Wasser einschenken ist eine richtige Attraktion.» Der Post erhielt innerhalb weniger Minuten mehr als 200'000 Likes.

Vergiftung mit Nervenkampfstoff

Nawalny wird seit dem 22. August in der Charité behandelt. Wochenlang lag er in einem künstlichen Koma. Nach Angaben von Speziallaboren wurde er mit einem international verbotenen Nervenkampfstoff der Nowitschok-Gruppe vergiftet. Russland bestreitet Vorwürfe, etwas mit dem Fall zu tun zu haben.

Der Kreml wies zuletzt auch Darstellungen von Nawalnys Team zurück, der Gegner des russischen Präsidenten Wladimir Putin sei vermutlich in einem Hotel in Tomsk in Sibirien vergiftet worden. Das Team hatte dort nach eigenen Angaben eine Wasserflasche sichergestellt, bei der ein Labor in Deutschland Nowitschok-Spuren gefunden habe. Nach seiner Abreise aus Tomsk war er am 20. August auf einem Flug nach Moskau zusammengebrochen. Das Flugzeug war dann in Omsk gelandet, wo Nawalny bis zu seinem Rettungsflug nach Deutschland behandelt worden war.

SRF 4 News, 19.09.2020, 14 Uhr;

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Peter Auer  (Ural620)
    Einer der Erfinder der giftigen Substanz Novichok, Vil Mirzayanov, entschuldigte sich in einem Gespraech mit dem Fernsehsender Dozhd beim Politiker Alexei Navalny. Quelle novayagazeta Russland. "Ich entschuldige mich aufrichtig bei Navalny für die Beteiligung an diesem kriminellen Geschäft - für die Entwicklung dieser Substanz, mit der er vergiftet wurde", sagte der Chemiker wird auch zittiert in Kommersant Russland. Zudem gibt es noch ein 8 Minuetiges Video der Entschuldigung.
  • Kommentar von Eva Leimgruber  (Healingworld)
    Herzliche Grüsse nach Berlin.
    Viel Glück, und noch mehr Gesundheit, wünsche ich Ihnen!
  • Kommentar von David Neuhaus  (Um Neutralität bemüht)
    Es freut mich das es Nawalny zunehmend besser geht. Ich nehme an das sein Dank auch den Ärzten in Omsk gilt, die ihm das Leben gerettet haben. Vielleicht wäre es ja gut, wenn er der nächste Präsident in Russland wird. Die ständigen Putin-Lästerer würden wohl auf die Welt kommen und sich bitterlich den besonnenen Putin zurückwünschen! Nawalny hat 2008 kritisiert, dass Russland Georgien nicht in den Boden gebombt hat. Bin mir sicher er hätte, an der Stelle von Putin, 2014 in die Ukraine besetzt.
    1. Antwort von Mike Pünt  (Scientist)
      Wenn ich mich recht erinnere, hatten die russischen Ärzte eine Unterzuckerung diagnostiziert...
    2. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Es ist sehr unwahrscheinlich, dass sich je jemand nach Putin zrücksehnen würde, ausser seinen unmittelbaren Gefolgen, die natürlich finanziell von ihm profitieren. Abgesehen davon dass Putin wichtige Teile der Ukraine in der Tat hat besetzen lassen, was noch heute nicht in Ordnung ist.
    3. Antwort von Eva Wädensweiler  (E. W.)
      B. R. Sollte es aber nach Putin einer wie Chrutschtschow werden, wird man sich im Westen wieder einen wie Putin zurück wünschen.
    4. Antwort von David Neuhaus  (Um Neutralität bemüht)
      Beat Reuteler, ich verstehe Sie. Wenn man sich nicht seriös, nur oberflächlich, mit dem Thema beschäftigt, kann man durchaus zu solchen Einschätzungen kommen. @Pünt, Sie erinnern sich falsch! Es wurde, unter anderem, genau das Gegenteil einer Unterzuckerung festgestellt.