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Kremlkritiker aus Koma geweckt Alexej Nawalny ist wieder bei Bewusstsein

  • Beim russischen Kremlkritiker Alexej Nawalny ist das künstliche Koma beendet worden.
  • Der Patient werde schrittweise von der maschinellen Beatmung entwöhnt und reagiere auf Ansprache. Das teilte die Charité in Berlin mit.
  • Nawalny ist nach Angaben der Bundesregierung vergiftet worden.
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Aus dem Archiv: Vergiftung Nawalnys bestätigt
Aus 10 vor 10 vom 02.09.2020.
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«Das durch Medikamente aufrechterhaltene künstliche Koma des Patienten konnte beendet werden», teilte die Berliner Charité mit. «Der Patient wird schrittweise von der maschinellen Beatmung entwöhnt.» Er reagiere auf Ansprache. Langzeitfolgen der schweren Vergiftung seien aber weiterhin nicht
auszuschliessen.

Berlin sieht Vergiftung als erwiesen an

Nawalny war am 20. August auf einem russischen Inlandsflug zusammengebrochen. Zunächst wurde er im sibirischen Omsk behandelt, bevor er auf Drängen seiner Familie nach Deutschland geflogen wurde. Russische Ärzte hatten damals erklärt, dass sie keine Hinweise auf eine Vergiftung gefunden hätten.

Die Berliner Charité, in der Nawalny seit dem 22. August behandelt wird, hatte indes vergangene Woche mitgeteilt, dass der 44-Jährige mit einem chemischen Kampfstoff der Nowitschok-Gruppe vergiftet wurde. Der Kampfstoff war zu Zeiten der Sowjetunion entwickelt worden.

Die Bundesregierung betrachtet es als zweifelsfrei belegt, dass Nawalny mit einem Nervengift der Nowitschok-Gruppe vergiftet wurde.

Russland weist Mitverantwortung zurück

Die russische Regierung weist jede Mitverantwortung am Zustand Nawalnys zurück. Kremlsprecher Dmitri Peskow sprach am Montag erneut von «absurden Versuchen», die russische Staatsführung damit in Verbindung zu bringen.

Die Bundesregierung fordert indes Aufklärung und hat im Rahmen der Europäischen Union mit Sanktionen gedroht. Nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert schliesst Merkel dabei auch die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 nicht aus. Allerdings sei es viel zu früh für eine Entscheidung.

SRF 4 News vom 07.09.2020, 16 Uhr;

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49 Kommentare

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  • Kommentar von Peter König  (Vignareale)
    Noch etwas, auch die Schweiz hat ein weltbekanntes Labor für solche Untersuchungen
    mit militärischem Hintergrund.
  • Kommentar von Alexander Markert  (garantiert-trollfrei)
    Das Bundeswehrlabor, welches das Nervengift in den Proben von Nawalny gefunden hat, erklärte, warum die Resultate nicht an Dritte weitergegeben werden können. Grund: Die Analyseresultate würden Russland Aufschluss über den aktuellen "Stand der Technik" bei der betreffenden Analysemethode geben.
    1. Antwort von Marc Bühler  (Capten Demokratie)
      Was ein Grund sein könnte das Russland die Vergiftung mit diesem Stoff nicht bemerkt hatte.
      Denn was ist wenn Russland als Staat wirklich nichts damit zu tun hatte? Mann fordert Erklärung ohne das mann Sagt was genau sie erklären sollen.Es gibt 100 Varianten von Nowitschock. Mann sollte Russland mit den Beweisen Konfrontieren, damit sie überhaupt Stellung beziehen können. Normalerweise muss mann eine Schuld Beweisen und nicht der Angeklagte die Unschuld.Das Rechtshilfegesuch aus Russland ist da
    2. Antwort von Eva Wädensweiler  (E. W.)
      Denke, viel zu analysieren gibt es da gar nicht, weil auch im Westen schon länger dieses Nervengift hergestellt wird. Auch in DE.
      Deshalb wohl auch der sofortige Hinweis, dass es genau dieses Nervengift sein muss.
  • Kommentar von Andrea Oswald  (Humanunity)
    Die Berliner Charité spricht von Cholinesterase-Hemmer.
    Die deutsche Regierung spricht von Nowitschok.

    Wo kämen wir da hin, wenn wir sogenannte "Untersuchungsergebnisse" abwarten würden!? Zum Glück braucht es keine Ärzte um ein Urteil zu fällen. Die Gerechtigkeit hat keine Zeit für Fakten. Die Gerechtigkeit des Westens schafft Fakten!

    Es ist zum fremdschämen...