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Krisengipfel: Rom sagt Lampedusa Hilfe zu
Aus HeuteMorgen vom 03.09.2020.
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Krisengipfel in Italien Flüchtlinge auf Lampedusa müssen auf Quarantäne-Schiffe

Auf engstem Raum leben Migranten auf der Insel Lampedusa. Die Bürger schlugen Alarm. Jetzt soll Hilfe kommen.

Hunderte Migranten und Flüchtlinge eng zusammengepfercht. Viele sitzen oder liegen auf dem Boden. Es ist beinahe unmöglich, den Mindestabstand von einem Meter einzuhalten. Vor dem Coronavirus schützen können sich einzig die wenigen italienischen Betreuer. Sie tragen weisse Schutzanzüge.

Streikdrohung auf Lampedusa

Die Zustände im Flüchtlingslager auf Lampedusa sind seit Wochen schon prekär. Immer wieder gibt es einzelne Corona-Fälle. Darum fordern der Bürgermeister und der Gouverneur der Region Sizilien ultimativ Hilfe aus Rom.

Auf Lampedusa drohte man gar, mit einem Streik alles lahmzulegen, um sich Gehör zu verschaffen.

Rom will Insel helfen

Gestern Abend nun trafen sich alle Beteiligten in Rom zu einem Krisengipfel. Das Resultat davon ist, dass sich Rom nun anstrengt, alle auf Lampedusa neu Angekommenen möglichst schnell auf Quarantäne-Schiffe und dann aufs italienische Festland zu verteilen.

Trotz dieses Krisengipfels: Eine grössere Fluchtbewegung ist derzeit nicht zu registrieren. Die Fluchtzahlen steigen zwar leicht, liegen aber noch immer unter jenen früherer Jahre.

Würde nur einer positiv getestet ...

Dass die Lage trotzdem heikel ist, liegt daran, dass viele Flüchtlinge mit ihren Booten wieder die nahe bei Tunesien liegende, aber sehr kleine italienische Insel Lampedusa ansteuern. Die meisten sind Tunesier.

Dabei hat es im Flüchtlingslager auf Lampedusa nur Platz für knapp 200 Leute. Derzeit müssen dort aber weit über tausend Flüchtlinge und Migranten auf engstem Raum ausharren. Ist nur einer positiv, könnte sich das Coronavirus schnell ausbreiten. Deshalb verspricht die Regierung nun mit einem schnellen Weitertransport, die Lage auf Lampedusa rasch zu entschärfen.

Video
Aus dem Archiv: Streit um die Verteilung von Migranten in der EU
Aus Tagesschau vom 07.07.2020.
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SRF 4 News, Heute Morgen vom 03.09.2020; 06:00 Uhr

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Ein Grossteil aus dem schwarzen Kontinent will nach Europa. Die meisten sind Wirtschaftsflüchtlinge, die kein Asylrecht haben. Wie lange soll es so nach weitergehen? Es kommen immer mehr - wohin mit ihnen?Die EU hat bis heute keine Lösung gefunden. Mehr investieren (kontrolliert) in den Ursprungsländer verbunden mit Berufslehren, Hilfe für eigene Geschäfte und Erzeugnisse für den Export.Niemand soll ertrinken im Mittelmeer - mehr Aufklärung, Europa kann sie nicht alle aufnehmen. Grenzen schützen
  • Kommentar von Josephk Ernstk  (Joseph ernst)
    Und die äusserst lukrativen Aktivitäten der krim. Schlepperbanden und ihrer gehen munter weiter ! Die Not geratenen "Helferboote" sind D registriert und demzufolge müssten nur D Häfen angesteuert werden. Es ist höchst unverantwortlich die schon längst überforderten italienischen Häfen anzulaufen. Verantwortung sieht anders aus !
  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Natürlich kann der europäische Kontinent nicht alle Flüchtlinge aufnehmen.Aber es betrübt mich, wie menschlich unsensibel zum Teil hier im Blog und sonst von anderen reagiert wird. Fast nur Abwehrhaltung.Wie wäre es, wenn die Betreffenden "Abwehrer" in ähnlicher Situation wären wie die Hilfesuchenden?Und: Europa lässt Italien weiterhin sträflich allein mit diesen Problemen - evtl. eine schöne Hintertür für Salvini,der sogar in der Schweiz z.T als"Schutzschild" beliebt ist-erschreckenderweise!
    1. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Den Dislikes entsprechend weicht die Menschlichkeit immer mehr einem gnadenlosen Materialismus. Aber dieser hat sich erschreckend ausgedehnt, und dafür müssen oft die Migranten als Schuldige herhalten. Dabei ist die Verteilung innerhalb der Schweiz schon in sich sehr ungerecht verteilt, hausgemacht:3%der Leute haben die eine Hälfte der materiellen Güter, die anderen 97% müssen sich in die andere Hälfte teilen,was nicht entscheidend mit Migranten zu tun hat. Typisch,es sind eh immer die anderen.
    2. Antwort von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
      @U.v.K
      Aus ihrer Bemerkung spricht wie immer sehr viel Neid. In der Bibel ist Neid eine der sieben Todsünden. Das einzige was relevant ist, ob diese Bessergestellten einen proportional angemessenen Teil an das Wohl der Allgemeinheit beisteuern. Da wir ein progressives Steuersystem haben und bekannt ist, dass über 87% aller Steuern und Abgaben von den 50% Bessergestellten finanziert werden, ist das genau der Fall!