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Krisengipfel USA-Russland Jetzt ist es offiziell: Biden und Putin treffen sich in Genf

  • Nun ist es offiziell: Das von US-Präsident Joe Biden vorgeschlagene Gipfeltreffen mit Kremlchef Wladimir Putin findet am 16. Juni in Genf statt.
  • Das teilten das Weisse Haus und der Kreml am Dienstag fast zeitgleich mit.
  • Putin hatte lange offengelassen, ob er Bidens Einladung zu einem persönlichen Treffen annimmt.

Ziel sei die Entwicklung der russisch-amerikanischen Beziehungen, hiess es in der Mitteilung des Kreml. Erörtert werden sollten auch internationale Fragen, darunter der Kampf gegen die Corona-Pandemie und die Lösung regionaler Konflikte.

Eine «gesamte Palette» drängender Fragen

Die Sprecherin des Weissen Hauses, Jen Psaki, teilte mit, Biden und Putin würden «die gesamte Palette» drängender Fragen besprechen. Ziel sei es, «Vorhersehbarkeit und Stabilität» in den bilateralen Beziehungen wiederherzustellen.

Bidens erste Auslandsreise führt ihn im Juni zum G7-Gipfel (11. bis 13. Juni) nach Grossbritannien und zum Nato-Spitzentreffen (14. Juni) nach Belgien. In Brüssel ist am selben Tag zudem ein Spitzentreffen der USA und der EU geplant. Danach reist er nach Genf weiter.

1985: Reagan und Gorbatschow in Genf

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1985: Reagan und Gorbatschow in Genf

Genf war immer wieder die Gaststadt für hochrangige Treffen zwischen den USA und Russland: Im November 1985 traf sich beispielsweise der damalige US-Präsident Ronald Reagan mit dem damaligen sowjetischen Parteichef Michail Gorbatschow. An der sogenannten Genfer Gipfelkonferenz wurden unter anderem Gespräche über die Reduktion von Atomwaffen geführt. Das Treffen gilt als wichtiger Schritt in der Annäherung der beiden Länder im Kalten Krieg.

Bei den Gesprächen solle es auch um die Rüstungskontrolle und die strategische Stabilität in der Welt gehen. Eine Tagesordnung stehe aber noch nicht, hatte Kremlsprecher Dmitri Peskow zuvor gesagt.

Ungeachtet der Vorbereitungen machte der Kreml fast täglich deutlich, dass Putin die Entscheidung über die direkten Gespräche noch treffen müsse – auf Grundlage einer detaillierten Analyse über den Sinn eines solchen Gipfels.

Treffen trotz Differenzen

Nach Konsultationen von Bidens Nationalem Sicherheitsberater Jake Sullivan mit dem Sekretär des russischen Sicherheitsrates, Nikolai Patruschew, hiess es in einer am Montag in Washington und Moskau verbreiteten gemeinsamen Erklärung: «Das Treffen war ein wichtiger Schritt zur Vorbereitung eines geplanten Gipfels zwischen den USA und Russland, dessen Termin und Ort zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden.» Die Gespräche verliefen demnach konstruktiv «und ermöglichten trotz noch bestehender Differenzen ein besseres Verständnis für die gegenseitigen Positionen.»

Am vergangenen Mittwoch waren US-Aussenminister Antony Blinken und sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow im isländischen Reykjavik zusammengekommen. Seither war fast täglich mit einer Entscheidung über den Gipfel gerechnet worden.

Tagesschau, 20.05.2021, 19:30 Uhr;

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44 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Mueller  (Elbrus)
    Dass wird bestenfalls ein Handshake Gipfel. Wenn Biden tatsächlich am Morgen noch bei der Nato in Brüssel ist wird das ausgesprochen Substanzlos.
  • Kommentar von Thomas Leu  (tleu)
    Bei einem solchen Treffen wird die Luftwaffe den Luftraum um Genf grossräumig abschirmen. Das ginge nicht mit "leichten Kampfflugzeugen", die kaum die Geschwindigkeit eines Airbus erreichen. Wären wir dazu nicht in der Lage, weil wir unsere Luftwaffe dermassen geschwächt hätten, gäbe es kein Treffen in der Schweiz. Das erwartet die Welt auch von einer neutralen Schweiz.
    1. Antwort von Konrad Pfister  (Konrad Pfister)
      Wäre ja auch egal, wenn es nicht in Genf stattfinden würde.
    2. Antwort von Peter Weierstrass  (PWeierstrass)
      Die F-5 Tiger ist zwar ein altes und leichtes Flugzeug (4.5 Tonnen Leergewicht), aber sie hat auch im Vergleich zu den heutigen Kampfjets noch eine sehr gute Beschleunigung. Daran liegts nicht. Und ein 9/11-Anschlag kann nicht verhindert werden, auch wenn ein Kampfjet in 5 Minuten startklar wäre. Wissen Sie, dass der ILS-Anflug auf Bern-Belp nur 750 m am Bundeshaus vorbeiführt?
    3. Antwort von Peter Weierstrass  (PWeierstrass)
      Und wo ein Luftraum temporär gesperrt ist - etwa wegen einem Gipfeltreffen - sieht man hier: https://notaminfo.com/switzerlandmap
    4. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @Peter Weierstrass: Die F-5 Tiger fliegen 1700 km/h. Das ist 700 km/h schneller als die von der SP geforderten "leichten Kampfflugzeuge". Die Flugzeuge können aber nur tagsüber eingesetzt werden. Sie sehen mit dem Radar den Angreifer lange nachdem dieser den Tiger sieht. Es stehen nur noch wenige Tiger im Einsatz und warten darauf endgültig auf die Schrotthalde gebracht zu werden. Der Tiger würde also bei Biden und Putin keinen vertrauenswürdigen Eindruck machen und wären eher ein Armutszeugnis.
  • Kommentar von Alex Volkart  (Lex18)
    Ich bin froh das dieses Treffen stattfindet und drücke den beiden Herren die Daumen!