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Lesbos: Aktuelle Lage in Flüchtlingscamp (engl.)
Aus News-Clip vom 15.12.2019.
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Kritik an EU-Migrationspolitik Athen verlangt eine Lastenteilung

  • Griechenland fordert für Europa einen Asyl- und Migrationspakt.
  • Zudem soll Deutschland Flüchtlinge aus den Camps auf griechischen Inseln direkt übernehmen.
  • Die Situation in den Registrierungslagern spitzt sich immer mehr zu.

Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hat Deutschland aufgefordert, weitere Flüchtlinge direkt von der Insel Lesbos aufzunehmen.

Der «Bild am Sonntag» sagte Mitsotakis auf die Frage, ob die Bundesrepublik dies tun solle: «Ja! Die Idee lautet, dass ein Teil der Asylantragsverfahren in anderen Ländern durchgeführt wird.»

Flüchtlingscamps platzen aus allen Nähten

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  • Die Registrierlager auf den griechischen Inseln im Osten der Ägäis sind überfüllt.
  • In und um die Camps von Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos leben nach Angaben des griechischen Ministeriums für Bürgerschutz rund 39'000 Menschen.
  • Platz haben die Camps für rund 7500 Menschen.

Und der Regierungschef aus Athen geht noch einen Schritt weiter: «Wir müssen einen europäischen Asyl- und Migrationspakt entwickeln, wie ihn die Kommission versprochen hat, und im Umgang mit diesem Problem benötigen wir mehr Lastenteilung.»

Katastrophale Zustände

Der Chef des UNO-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR), Filippo Grandi, hatte kürzlich nach einer Inspektion des Lagers auf Lesbos die Lage dort als katastrophal bezeichnet.

UNHCR-Chef Grandi zur Lage auf griechischen Inseln

Auch die neue EU-Innenkommissarin Ylva Johansson fordert mehr Tempo bei der Reform der EU-Asylpolitik und hält sie für dringend notwendig.

Brandbrief an EU-Kommissionschefin

Parlamentarier aus mehreren Staaten des Kontinents machen ihrerseits Druck auf Brüssel. Die «Welt am Sonntag» berichtet, dass 40 Abgeordnete aus mehreren Ländern die neue EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen auffordern, sich für die Errichtung von Asylzentren an Europas Aussengrenzen einzusetzen.

In diesen Zentren sollen Asylsuchende «direkt in ein Asylverfahren gehen und im negativen Fall direkt von dort wieder zurückgeschoben werden». So steht es in einem Schreiben der Parlamentarier an von der Leyen. Anerkannte Flüchtlinge sollen aus den Zentren auf die EU-Staaten verteilt werden. Unterzeichnet ist der Brief laut «Welt am Sonntag» unter anderem von CDU-Bundestagsabgeordneten sowie Volksvertretern aus Italien, Griechenland und Zypern und aus dem EU-Parlament.

Als neue Chefin der EU-Kommission hatte von der Leyen wiederholt einen neuen Migrationspakt angekündigt, Link öffnet in einem neuen Fenster, dessen Entwurf in der ersten Hälfte nächsten Jahres vorgelegt werden soll.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Eva Werle  (Eva Werle)
    wie in allen andern bereichen auch: es wird so lange nicht gehandelt, bis uns alles um die ohren fliegt! migration, klimawandel, social gap....alles hängt zusammen. die profiteure haben natürlich kein interesse daran, etwas zu ändern. und so lange man es sich im wohlstandsspeck gemütlich machen kann, interessiert das elend anderer niemanden. früher oder später werden aber die opfer die täter und mitläufer überrennen. und bis dahin schaut die welt tatenlos zu, bis alles eskaliert.
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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Tourismus versus Immigration:
    Beispiel: Jährlich kommen 85 Millionen Touristen nach New York. Mittlerweile erkennen immer mehr Menschen, dass diese eine Stadt zerstören, unbewohnbar machen für alle, die dort leben. Kommen hingegen Menschen, um zu bleiben, um eine Existenz aufzubauen fügen sie Etwas hinzu. Ich finde dies sollte dringend bei der ganzen Diskussion bedacht werden .....
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  • Kommentar von J Vollenweider  (J.Vo.)
    Der ehemalige und zukünftige österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz hat sich schon vor Jahren für Auffanglager ausgesprochen.Das Ziel muss sein die Migranten in die Herkunfts- und Transitländer zurückzubringen.Die verrückte und verantwortungslose Asyl- und Einwanderungspolitik der letzten Jahrzehnte muss endgültig beendet werden.Sonst werden wir in Europa mit Herausforderungen konfrontiert die wir nur schwer bewältigen können.
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    1. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      Völlig richtig finde ich, die Ostländer sind ein Problem. Aber jetzt nur diese dafür schuldig zu sprechen, greift auch nicht ganz. Schuldig sind hier Länder , allen voran Deutschland, die das Sagen in der EU haben.
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