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Kurz vor Präsidentenwahl Kongo verweist EU-Botschafter des Landes

Legende: Video Proteste im Osten Kongos abspielen. Laufzeit 00:25 Minuten.
Aus News-Clip vom 27.12.2018.
  • Wegen Sanktionen der Europäischen Union gegen kongolesische Politiker weist der zentralafrikanische Staat den EU-Botschafter aus.
  • Botschafter Bart Ouvry habe 48 Stunden um das Land zu verlassen, so das Aussenministerium.
  • Die Präsidentenwahl am Sonntag soll Kongos ersten demokratischen Machtwechsel seit rund fünf Jahrzehnten einleiten – doch Experten sind kritisch.

Knapp zwei Wochen vor der Präsidentenwahl hatte Brüssel die Sanktionen gegen mehrere kongolesische Politiker um ein Jahr verlängert. Ihnen werden Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Darunter ist auch der Präsidentschaftskandidat der Regierungspartei, Emmanuel Ramazani Shadary. Den Sanktionen zufolge werden eventuelle Vermögen der 14 Politiker und leitenden Sicherheitsbeamten in der EU eingefroren, zudem dürfen sie nicht mehr nach Europa reisen.

Präsident Joseph Kabila hatte sich 2016 nach Ablauf seiner zweiten Amtszeit geweigert abzutreten und liess die Wahlen mehrmals verschieben. Die EU verhängte daraufhin im Dezember 2016 und im Mai 2017 Sanktionen. Kabila darf selbst nicht mehr zur Wahl antreten. Für seine Partei geht sein getreuer Gefolgsmann Shadary ins Rennen. Der Kongo gehört einem UNO-Index zufolge zu den 15 ärmsten Ländern der Welt.

Karte von Afrika, zentralafrikanischer Staat Kongo markiert.
Legende: Der zentralafrikanische Staat hat gut 80 Millionen Einwohner. SRF

Erneut protestierten mehrere hundert Menschen im Kongo gegen ihren Ausschluss von den Präsidentenwahlen am Sonntag. In mehreren Städten im Osten des Landes gingen Einwohner auf die Strasse, weil sie erst im März 2019 ihre Stimmzettel abgeben dürfen.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Es ist an der Zeit, mit diesen Verbrechern an der Spitze dieser Staaten radikal auf zu räumen . Die zivilisierte Welt hat die Aufgabe und die Pflicht, dem Morden dort vor Ort ein Ende zu bereiten .
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    1. Antwort von Urs Stotz (Urs Stotz)
      Und wie geschieht dies, etwa mit Bomben für den Frieden? Bis Anfang dem 20. Jahrhundert wütete Belgien im Kongo, dies wurden die Kongogräuel genannt. Um 1960 stoppte die USA die Hoffnung für den Kongo, indem sie dafür sorgte, dass der Reformer und Premierminister Patrice Lumumba ermordet wurde, Regie führte dazu der CIA Chef Allen Dulles. Der Reichtum an Bodenschätzen hat dem Kongo, wie vielen anderen Ländern auch, kein Glück gebracht. So ist er Spielball der Weltmächte und korrupter Politiker.
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  • Kommentar von Roger Stahn (jazz)
    «Der Kongo gehört einem UNO-Index zufolge zu den 15 ärmsten Ländern der Welt.» Irgendwie grotesk und wie kommt das Ganze? Dies obwohl der Kongo viele Bodenschätze (Kobalt, Gold, Diamanten, Erze usf.) aufweist und Tantalum aus Koltan, das zum Herstellen von Batterien für Elektroautos sowie von der Mobilbranche benötigt wird, herrscht deswegen zeitgleich im Kongo der 1. und 2. Weltkrieg (...) Gerade der Handel mit solchen korrupten Staaten kann so die Gewalt im Kongo, und anderswo nicht eindämmen.
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    1. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Das wir alles auf uns zurück fallen, wenn die Ebola-Epidemie von einem lokalen Problem zu einer Pandemie wird. Die Krankheit ist hoch ansteckend, hat eine längere Inkubationszeit, wo die Krankheit übertragbar aber noch nicht sichtbar ist und durch die Wirren ist sie lokal nicht mehr eingrenzbar.
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