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Manöver oder Medikamente? 99 russische Soldaten landen in Venezuela

  • Zwei russische Militärflugzeuge mit Soldaten und Gütern sind auf dem Flughafen der venezolanischen Hauptstadt Caracas gelandet.
  • An Bord waren laut einem Medienbericht 99 russische Soldaten und 35 Tonnen Material.
  • Staatschef Nicolás Maduro hatte zuvor Medikamentenlieferungen aus Russland versprochen.

Sprecher der russischen Botschaft in Caracas bestätigten der Moskauer Nachrichtenagentur Sputnik die Ankunft der beiden Maschinen. Es gehe um die normale Abwicklung laufender «technisch-militärischer» Abkommen.

Nach venezolanischen Medien handelt es sich um eine Transportmaschine Antonow 124 und eine Iljuschin 62, die 99 Militärs und eine Fracht von 35 Tonnen an Bord führten. Der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro hatte am Mittwoch angekündigt, Russland werde in den folgenden Tagen «mehrere Tonnen Medikamente» nach Venezuela entsenden.

Schwanzflosse mit russischer Flagge und Registrierungsnummer. Dahinter Schwanzflosse von Avianca-Maschine.
Legende: Russisches Flugzeug reiht sich unter Maschinen von Avianca am Flughafen Caracas. Reuters

Streit um Führung im südamerikanischen Land

Russland hatte seine militärische Zusammenarbeit mit dem erdölreichen südamerikanischen Land schon vor Jahren ausgebaut. Ein gemeinsames Militärmanöver der russischen und venezolanischen Streitkräfte in dem südamerikanischen Land war in Dezember auf scharfe Kritik gestossen. Vor allem die Verlegung von zwei atomwaffenfähigen Langstreckenbombern vom Typ Tu-160 nach Venezuela löste Besorgnis unter anderem in der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) aus.

Im derzeitigen Machtkampf in Venezuela steht Moskau hinter dem umstrittenen Staatschef Nicolás Maduro. Die USA und rund 50 weitere Staaten haben sich dagegen hinter Oppositionsführer Juan Guaidó gestellt, der sich im Januar selbst zum Übergangspräsidenten erklärt hatte. Washington hat ein militärisches Vorgehen gegen Maduro nicht ausgeschlossen.

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50 Kommentare

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  • Kommentar von Stanic Drago  (Putinversteher)
    Erstaunlich wie viel Kommentare und man findet kaum etwas neues. Russische Truppe sind nicht dort um zu kämpfen sondern um Strukturierung venezulanische Armee weiter zu treiben. Dort sind auch iranische Berater wie cubanische. Wahrscheinlich wird Armee auf gleichen Prinzipen wie NDF in Syrien aufgebaut und Iraner haben da viel erfahrung.
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  • Kommentar von Ursula Keller  (Note)
    "... steht Moskau (ES FEHLT NOCH: UND 143 STAATEN) hinter dem umstrittenen Staatschef Nicolás Maduro. Die USA und rund 50 weitere Staaten haben sich dagegen hinter Oppositionsführer Juan Guaidó gestellt..." Wir tendieren dazu immer zu vergessen, dass es noch eine Welt jenseits von Europa und der USA plus deren Ablegern gibt.
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    1. Antwort von Stanic Drago  (Putinversteher)
      Wir könnten auch sagen USA alleine mit ihren Vasalen.
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  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    Naja, so ein Riesenplayer ist Russland auch wieder nicht, weder wirtschaftlich noch militärisch. Da machen uns die Chinesen mit ihrem Engagement in Afrika und Südeuropa (neue Seidenstrasse) mehr Sorgen. Dennoch sollten es die Russen nicht übertreiben und den Amis einen Freipass liefern, um in Venezuela militärisch aktiv zu werden. Dies würde die schon jetzt angespannte Konfliktsituation auf der Kugel weiter aufheizen.
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