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Legende: Video Luftangriffe im Raum Idlib (unkomm.) abspielen. Laufzeit 00:59 Minuten.
Aus News-Clip vom 17.08.2019.
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Massive Luftangriffe in Syrien Flüchtlinge im Bombenhagel

  • Mehr als ein Dutzend Menschen verlieren bei einem Luftangriff auf Flüchtlingsunterkünfte in Syrien ihr Leben.
  • Bei dem Angriff auf das letzte grosse Rebellengebiet Idlib sollen auch sechs Kinder ums Leben gekommen sein.
  • Hilfsorganisationen beklagen die zunehmend desolate humanitäre Lage vor Ort.

Ein Lager für vertriebene Zivilisten wurde offenbar wieder Ziel von Luftangriffen. Dabei wurden nach Angaben von Aktivisten mindestens 17 Menschen getötet.

30 weitere Personen verletzt

Unter den Toten nahe dem Ort Hass seien auch sechs Kinder, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Freitagabend. Ausserdem seien rund 30 weitere Menschen verletzt worden, überwiegend Frauen und Kinder.

Weisshelme zum Angriff nahe dem Ort Hass.

Verantwortlich für die Bombardierung sei die russische Luftwaffe, erklärten die Aktivisten. Moskau ist im syrischen Bürgerkrieg ein wichtiger Verbündeter der Regierung in Damaskus.

Russland sowie die Türkei als Partner der Rebellen hatten sich auf eine Deeskalationszone und eine Pufferzone für die Region um Idlib im Nordwesten Syriens geeinigt. So sollte eine Offensive der Regierung verhindert werden.

USA/Türkei: Schutzzone rückt näher

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  • Ein gemeinsames US-türkisches Lagezentrum zur Einrichtung und Verwaltung einer Schutzzone im Nordwesten Syriens soll kommende Woche voll einsatzfähig sein.
  • Vertreter der Türkei und der USA hätten vereinbart, dass Kämpfer der syrischen Kurdenmiliz YPG aus der Zone entfernt und ihre schweren Waffen beschlagnahmt werden sollten, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Anatolien den türkischen Verteidigungsminister Hulusi Akar.
  • Die Gespräche zwischen der Türkei und den USA machten Fortschritte. Die beiden Länder streiten seit langem über das Vorgehen im Nordwesten Syriens. Die USA haben die YPG dort in ihrem Kampf gegen die Extremistenmiliz IS unterstützt. Die Türkei betrachtet die Gruppe dagegen als Terroristen.

1.5 Millionen Vertriebene in der Region

Die Anhänger von Machthaber Baschar al-Assad begannen Ende April jedoch mit Angriffen und konnten zuletzt ein strategisch wichtiges Gebiet einnehmen. Die Region wird bisher von der Al-Kaida-nahen Miliz Haiat Tahrir al-Scham (HTS) dominiert.

Weisshelme beklagen Tod eines Mitarbeiters

In dem Gebiet leben rund drei Millionen Menschen, etwa die Hälfte davon Vertriebene. Hilfsorganisationen beklagen eine dramatische humanitäre Lage. Viele Flüchtlinge leben in provisorischen Unterkünften am Rand von Ortschaften oder in halb fertigen Gebäuden.

Karte von Syrien
Legende: Die Luftangriffe fanden nahe Hass in der Region um Idlib statt. SRF
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11 Kommentare

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  • Kommentar von Drago Stanic  (drago stanic)
    Heutenacht sind Tiger Einheiten nordweslich von Khan Sheichun vorwärts gekommen und haben Tal al Nar südlich von Kfar Sejena eingenommen. Jetzt haben sie Feuerkontrole über Autobahn Maarat al Numman-Khan Sheichun. Gleichzeitig haben Jihadisten verstàrkung aus Norden bekommen und werden demnächst mit Gegenofensive beginen.
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  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Wir sind weit weg von diesem grauenhaften Kriegsplatz. In dieser dramatischen humanitäre Lage tun einem die Menschen leid, die schon so lange von einem Ort zum nächsten flüchten mussten und einfach nie zur Ruhe kommen. Es ist eine Tragöde und unsagbares leid, wenn so viele unschuldige Menschen bei Luftangriffen ums Leben kommen, besonders für Kinder, die nie eine Chance hatten "zu Leben". Wann hört dieses Elend in Syrien endlich auf?
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    1. Antwort von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
      Für diese Tragödie sind letztlich die Menschen im Westen verantwortlich, welche ihre Regierungen in der Zerstörung von Ländern (Irak, Libyen, Syrien, Yemen, Ukraine, bald Iran?) gewähren lassen. Siehe auch "7 Länder in 5 Jahren." Eine Aussage von 2007 welche null mediale Reaktion auslöste...
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  • Kommentar von Drago Stanic  (drago stanic)
    Jihadisten haben wieder mal gezeigt, dass sie nicht in Lage sind 2. oder 3. Verteidigungs Linie aufzubauen. Wenn erste Linie bricht, entsteht ein chaotische Rückzug und verschiedene Fraktionen machen sich gegenseitig vorwurfe. Ein teil will kämpfen bis tot, andere wollen sich zurückziehen und dritte wollen flüchten. In letzte Tage würden unzählige Feld Komandanten getötet und ich weiss nicht wie lange noch HTS erfahrene Soldaten hat, um sich SAA wiedersetzen.
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