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Neue Eskalation im Nahen Osten?
Aus News-Clip vom 12.11.2019.
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Militäroperation in Gaza Israel tötet Anführer des Islamischen Dschihad

  • Israelische Sicherheitskräfte haben den Militärchef des Islamischen Dschihad gezielt getötet.
  • Laut Armeesprecher handelte es sich um eine Einzelaktion gegen die militante Palästinenserorganisation im Gazastreifen.
  • Daraufhin feuerten Palästinenser rund 50 Raketen auf Israel ab.

Auch in Tel Aviv heulten am Dienstagmorgen die Sirenen, es waren Explosionen zu hören. Rund 20 Raketen seien vom Abwehrsystem Iron Dome abgefangen worden, so die israelische Armee. Im Laufe des Vormittags schlugen nach Medienberichten Raketen in einem Haus und auf einer Schnellstrasse ein. Mindestens zwei Menschen wurden demnach verletzt, darunter ein achtjähriges Kind.

Keine Rückkehr zu gezielten Tötungen

Israel wird nach den Worten von Armeesprecher Jonathan Conricus nicht zu einer Politik der gezielten Tötungen zurückkehren. Dies sei eine Einzelaktion gewesen, um «eine direkte Bedrohung» abzuwenden. Gezielte Tötungen sind umstritten, Kritiker bemängeln beispielsweise, dass damit Rechtsgrenzen verwischt werden.

In Israel blieben Schulen und Büros vom Süden bis zum Zentrum geschlossen. Der Zugverkehr nahe dem Gazastreifen wurde laut Medienberichten teilweise gestoppt. Die Armee verlegte nach eigenen Angaben verstärkt Truppen ins Grenzgebiet. Die beiden Grenzübergänge von Israel in den Gazastreifen blieben bis auf Weiteres geschlossen.

Islamischer Dschihad bestätigt Tod

Die militante Palästinenserorganisation bestätigte den Tod von Baha Abu Al Ata und seiner Frau. «Israel hat alle roten Linien überschritten», hiess es in einer Stellungnahme. Laut Gesundheitsministerium in Gaza wurden fünf weitere Personen verletzt.

Nach Angaben von Armeesprecher Conricus hatte sich Abu Al Ata mit «menschlichen Schutzschilden» umgeben. Die Sicherheitskräfte hätten in dieser Nacht die Möglichkeit gesehen, ihn mit einem «chirurgischen Angriff» töten zu können.

Im Schlaf liquidiert

Bei der Attacke aus der Luft gegen vier Uhr sei gezielt das Stockwerk in dem Gebäude angegriffen worden, in dem er sich aufgehalten habe. Nach Medienberichten wurde er im Schlaf getötet. Die Sicherheitskräfte hätten Abu Al Ata auch im Vorfeld gewarnt, sie wüssten über seine Pläne Bescheid, sagte Conricus.

Abu Al Ata habe in den vergangenen Tagen Vorbereitungen für «unmittelbar bevorstehende» Terroranschläge auf israelische Zivilisten und Soldaten vorangetrieben, teilte die Armee mit. Abu Al Ata war der Anführer der Al-Kuds-Brigaden, des bewaffneten Arms des Islamischen Dschihad im Gazastreifen.

«Tickende Zeitbombe»

«Abu Al Ata war verantwortlich für die meisten Aktivitäten des palästinensischen Islamischen Dschihad im Gazastreifen und war eine tickende Zeitbombe», teilte die Armee mit. «Er hat Terrorattacken angeführt und sich persönlich an ihnen beteiligt sowie an Versuchen, israelischen Zivilisten und Soldaten Leid zuzufügen durch Raketenbeschuss, Scharfschützenfeuer, das Senden von Drohnen und mehr.»

In der Vergangenheit hatte Israel immer wieder gezielt militante Palästinenser getötet, darunter auch Führungsmitglieder der im Gazastreifen herrschenden islamistischen Hamas. Nach dem Gaza-Krieg 2014 hatte das Militär im Rahmen einer Waffenruhe diese Praxis jedoch weitgehend unterlassen.

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Mathias Vogel  (boot44)
    50 Raketen? Meine App meldet fast ununterbrochen Raketenwarnungen, es müssten etwa 200 oder mehr sein. Die letzte Meldung kam vor sieben Minuten...
    Ladet euch die App und ihr seht die wahre Fratze der Hamas.
    1. Antwort von lorenz Bertsche  (lorenz.bertsche)
      ich war im frühling in israel. es war sehr schön. 2 tage vor meinem heimflug wurden ca. 700 raketen vom gazastreifen von den hamas abgefeuert. erstaundlich war, die israelis blieben enorm ruhig. die haben eine enorm gute raketen abwehr. noch was, in der westbank habe ich sehr nette und isralfreundliche palästinenser getroffen. viele von ihnen arbeiten in israel und sind dafür dankbar. eine reise nach israel lohnt sicht . es wird hier in den medien sehr einseitig berichtet.
  • Kommentar von Klaus KREUTER  (SWISSKK)
    Woher haben die die Kohle um so viele Raketen zu kaufen und zu vernichten?
    1. Antwort von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
      Welcher Staat will Israel vernichten???... dann wissen sie auch woher das Geld!
    2. Antwort von Edwin Schaltegger  (Edwin Schaltegger)
      Vermutlich aus dem Iran und missbräuchlich abgezweigten Geldern des UNWRA. Die Raketentechnik stammt nachweislich vom iranischen Ayatolla Regime.
  • Kommentar von Oskar Schneider  (Oski2)
    Falls es noch niemand bemerkte, Krieg ist nicht nur mit Waffen und Tötungen gemacht. Es gibt die bessere Art: Der Unterwanderung der Einheimischen. !