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Legende: Video Mutmassliches Opfer erzählt (engl.) abspielen. Laufzeit 00:58 Minuten.
Aus News-Clip vom 28.08.2019.
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Mutmassliche Opfer vor Gericht «Epstein hat nicht allein gehandelt»

  • Vor einem Gericht in New York haben sich mutmassliche Missbrauchsopfer des verstorbenen Multi-Millionärs Jeffrey Epstein geäussert.
  • Mit der Anhörung wollte der Richter den Menschen eine Gelegenheit geben, über ihr Leid zu sprechen, weil es nach dem Tod Epsteins nicht zu einem Prozess kommen wird.
  • Viele der Frauen appelierten an die Justiz, mögliche Mittäter zu verfolgen.

«Heute stehen wir zusammen», sagt Schauspielerin Anouska De Georgiou, die nach eigenen Angaben von Epstein sexuell missbraucht wurde. «Ich werde nicht weiter ein Opfer sein und nicht einen Tag länger schweigen.»

Ich habe mich machtlos und beschämt gefühlt.
Autor: Mutmassliches Epstein-Opfer

Chauntae Davies schilderte vor Gericht, sie habe sich in einem Krankenhaus zwei Wochen lang übergeben müssen, nachdem sie von Epstein vergewaltigt worden sei. Der Investment-Millionär habe «krankhaft» junge Frauen missbraucht.

Eine andere Frau sagte, sie sei Epsteins «Sklavin» gewesen. «Ich habe mich machtlos und beschämt gefühlt.» Epstein habe gedroht, sie zu töten, sollte sie nicht mehr Jungfrau sein.

Der Fall Epstein

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Der Fall Epstein

Epstein soll jahrelang minderjährige Mädchen sexuell missbraucht und zur Prostitution angestiftet haben. Der Investmentbanker war bereits 2008 wegen der Prostitution junger Frauen zu 13 Monaten Gefängnis verurteilt worden und wurde seitdem als Sexualverbrecher geführt.

Nach einer erneuten Festnahme wurde der 66-Jährige am 10. August tot in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden. Nach Angaben des US-Justizministeriums nahm er sich das Leben.

Wütend über den Selbstmord Epsteins

Bei einer Verurteilung hätten dem US-Multimillionär, der gute Kontakte zu zahlreichen Politikern und Prominenten hatte, bis zu 45 Jahre Haft gedroht. Er kam der Strafe zuvor und nahm sich im Gefängnis das Leben.

Die meisten der Frauen zeigten sich wütend darüber, dass Epstein nicht mehr vor Gericht gestellt werden kann. «Ich bin sehr wütend und traurig, weil der Gerechtigkeit in diesem Fall nie Genüge getan wurde», sagte Courtney Wild. Epstein sei ein «Feigling».

Jennifer Araoz.
Legende: Jennifer Araoz sagte, Epstein wolle ihr selbst nach seinem Tod Leid zufügen. Reuters

Jennifer Araoz sagte, Epstein wolle ihr selbst nach seinem Tod Leid zufügen. Dass sie dem Sexualverbrecher nicht vor Gericht entgegentreten könne, «zerfrisst meine Seele».

Er hat nicht allein gehandelt.
Autor: Sarah RansomeMutmassliches Missbrauchsopfer

Justiz soll Mittäter verfolgen

Die Frauen riefen zudem die Justiz auf, mögliche Mittäter zu verfolgen. «Bitte, bitte, bitte, bringen Sie zu Ende, was sie begonnen haben», sagte Sarah Ransome. «Er hat nicht allein gehandelt.» Epstein habe vielmehr einen internationalen Ring von Frauenhändlern geführt.

In dem Fall sind unter anderem Vorwürfe gegen den britischen Prinzen Andrew und gegen Epsteins frühere Freundin Ghislaine Maxwell laut geworden. Beide haben die Vorwürfe bestritten.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Künzi  (Unbestimmt)
    Tja das ist einmal was anderes, den wirklich bösen Jung das Handwerk legen da bin ich dafür, bis weit hinauf in den Adel, aber da hört man so selten wie nie was. Anstatt die sexuelle Freiheit zu unterbinden und jeden Annäherungsversuch als kriminell zu sehen, gilt es sehr wohl diesen Kreisen das Handwerk zu vermiesen.
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  • Kommentar von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
    Verstehe es immer noch nicht... so ein reicher Grossklotzer wirft doch einige Scheine auf und er bekommt was er will, da muss er doch keine Gewalt anwenden..... Es sei denn er sei Sadist oder so... mir kommt die ganze Sache irgendwie komisch vor...
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    1. Antwort von robert mathis  (veritas)
      F.Nanny geht mir leider genau so,warum haben diese Frauen nicht vor Jahrzenten die Konsequenzen gezogen auf gepuschte Karrieren verzichtet und die Uebeltäter angeklagt,einige Aussagen sind sehr bedenklich uns schaden den echten Opfern die es zweiefelsohne gibt und die ich rigoros verabscheue.
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  • Kommentar von m. mitulla  (m.mitulla)
    Wenn da wirklich hohe, reiche und berühmte Persönlichkeit im Dunstkreis der "Epstein-Geschichte" betroffen sind, werden sich die Spuren bald verlieren. Denn mit Geld kann Schweigen erkauft werden. Ganz egal, was uns die Agenturen schreiben.
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    1. Antwort von Claudia Beutler  (Claudia)
      Warum so pessimistisch? Epstein war auch reich und berühmt, eben so wie dieser Filmproduzent oder Kevin Spacy . Alle weg vom Fenster. Ich bin da nicht so pessimistische. Das ist wieder diese typische , die da oben , wir da untern Denken.
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    2. Antwort von Joseph De Mol  (Molensepp)
      @Beutler: Wenn Sie verstehen wollen, wie solche Netzwerke funktionieren, empfehle ich Ihnen die Doku "Marc Dutroux und die toten Zeugen" auf Youtube anzusehen. Eine Produktion des deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Ist schon älter, aber das Kondensat nicht weniger aktuell. Danach werden Sie wohl ihre Äusserungen revidieren. Der Fall ist exemplarisch. Oben und unten, das ist wie Tag und Nacht.
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    3. Antwort von Claudia Beutler  (Claudia)
      Wie sie sagen Herr De Mol , es ist schon älter. Inzwischen dürfte sich durch die Me Too Debatte einiges geändert haben. Außerdem haben solche Doku's sehr häufig den Effekt das nachher genauer hingeschaut wird. Ich habe jedenfalls vertrauen in den Rechtsstaat.
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