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Legende: Video Kolumbien stoppt Friedensgespräche abspielen. Laufzeit 01:19 Minuten.
Aus Tagesschau vom 19.01.2019.
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Nach dem Anschlag in Bogotá Kolumbien stoppt Friedensgespräche

Die ELN-Guerillagruppe wird für den Anschlag mit 21 Toten verantwortlich gemacht. Ein Verdächtiger ist in Haft.

  • Nach dem Angriff auf eine Polizeiakademie in Bogotá hat Präsident Ivan Duque die Friedensgespräche mit der linken ELN-Guerilla abgebrochen.
  • Die Regierung macht diese Rebellengruppe für den Anschlag mit 21 Toten auf eine Polizeiakademie verantwortlich.
  • Das Staatsoberhaupt bat die internationale Staatengemeinschaft um die Festnahme jener ELN-Kommandanten, die sich bereits ins Ausland abgesetzt haben.

Gegen zehn ELN-Unterhändler, die an den Friedengesprächen in Kuba teilgenommen hätten, seien Haftbefehle wieder in Kraft gesetzt worden, erklärte der kolumbianische Präsident Ivan Duque.

Was war passiert?

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Am Donnerstag waren bei einem Anschlag auf eine Polizeischule in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá 21 Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Kurz nach einer Zeremonie zur Beförderung von Kadetten hatte ein Mann ein mit Sprengstoff beladenes Auto auf das Gelände der Polizeiakademie General Santander im Süden der Millionenmetropole gefahren und zur Detonation gebracht.

Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft des Landes steuerte der Täter sein Auto durch den Haupteingang der Akademie. Als ein Spürhund bei der Kontrolle anschlug, gab der Fahrer Gas und fuhr mit hoher Geschwindigkeit auf das Gelände. Dort explodierte das Auto.

Ermittler identifizierten den Täter, der bei dem Anschlag ums Leben kam, als ELN-Mitglied. Der Mann habe unter dem Kampfnamen «Mocho Kico» 17 Jahre lang als Sprengstoffexperte in den Reihen der Rebellen im Osten des Landes gedient, berichtete der Fernsehsender Caracol unter Berufung auf die Generalstaatsanwaltschaft.

Zuvor hatte die Regierung die Guerillagruppe für den Bombenanschlag verantwortlich gemacht, bei dem am Donnerstag mindestens 21 Menschen getötet und 68 weitere verletzt worden waren.

Wir werden nicht ruhen, bis wir alle Täter und Drahtzieher zur Rechenschaft gezogen haben
Autor: Ivan DuquePräsident Kolumbiens

Die Mitglieder des ELN-Oberkommandos halten sich auch immer wieder in Kuba auf. Man werde «nicht ruhen, bis wir alle Täter und Drahtzieher zur Rechenschaft gezogen haben», betonte Duque.

Ein Verdächtiger wurde bereits kurz nach dem Attentat in Bogotá festgenommen. Das Nationale Befreiungsheer (ELN) ist die letzte aktive Rebellengruppe des lateinamerikanischen Landes.

Auch Farc verurteilt Anschlag

Duques Vorgänger Juan Manuel Santos hatte den jahrzehntelangen Guerilla-Krieg mit den linksgerichteten Rebellen der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc) im November 2016 mit einem Friedensabkommen beendet.

Die Farc-Kämpfer gaben daraufhin ihre Waffen ab und wandelten sich in eine politische Partei um. Auch die Farc-Partei verurteilte den Anschlag.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe  (M. Roe)
    Da gibt es halt immer noch diejenigen welche mit den Drogen ihr Geld verdienen. Ist das der Grund, warum die Schweiz und die EU die Drogen legalisieren? Da muss halt doch mal eine Armee eingesetzt werden, sonst werdet ihr noch in 100 Jahren arm sein und das Problem nicht gelöst. Vielleicht sind dann in Europa die Drögeler ausgestorben und das Problem hätte sich friedlich gelöst.
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  • Kommentar von Alexander Ognjenovic  (Alex)
    Es würde niemanden überraschen wenn die USA dahinter steckt! Seit Jahrhunderten will die USA die ganze Welt destabilisieren vor einiger Zeit sind nun Südamerika und Zentralamerika in den Fokus der USA geraten denn die USA versucht auch dort überall zu zündeln und Regierungen zu installieren die Vasallen der USA sind! Ich hoffe den Südamerikanern und Zentralamerikanern gelingt es jeden Einfluss der USA zu unterbinden!
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  • Kommentar von m. mitulla  (m.mitulla)
    In den vergangenen 3 Monaten wurden 85 ehemalige Farc- Kämpfer gezielt getötet. Kein einziger Fall ist aufgeklärt. Ich erachte daher den Abbruch der Friedensverhandlungen und die Inhaftierung der 10 ELN- Unterhändler als völlig kontraproduktiv, selbst nach dem jüngsten Anschlag in Bogota. Allerdings wundert mich das Vorgehen des Präsidenten Iván Duque nicht - hat er doch den von seinem Vorgänger ausgehandelten Frieden noch nie unterstützt.
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