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Legende: Audio Ein Treffen zwischen Rohani und Trump wäre historisch abspielen. Laufzeit 01:58 Minuten.
Aus SRF 4 News aktuell vom 27.08.2019.
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Nach dem Gipfel von Biarritz Ist Rohani überhaupt der richtige Ansprechpartner für Trump?

Zwar gab es auf dem G7-Gipfel auch ein paar konkrete Beschlüsse. Doch vor allem nährte das Treffen eine Hoffnung auf eine Lösung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran. Es bestehe nun die Möglichkeit für ein Spitzentreffen, sagte der französische Präsident und Gipfelgastgeber Emmanuel Macron.

Ein «erfolgreicher Gipfel»

US-Präsident Donald Trump sieht das ebenso: Er sei bereit, Rohani zu treffen, wenn die Voraussetzungen dafür stimmten. Welche Voraussetzungen er genau meint, sagte er allerdings nicht. Hassan Rohani wiederum betont, wenn die Begegnung für die iranische Bevölkerung etwas bringe, dann zögere er nicht. Man müsse im nationalen Interesse alle verfügbaren Instrumente nutzen.

Vor einem Jahr nach dem G7-Gipfel in Québec, distanzierte sich Trump noch auf dem Heimflug von sämtlichen Beschlüssen, denen er kurz zuvor noch zugestimmt hatte. Diesmal, nach dem Treffen in Biarritz, spricht er auch nach der Landung in Washington – wie üblich per Twitter – von einem «sehr erfolgreichen Gipfel» und ergänzt: «Thank you, France!»

Günstiger Zeitpunkt: In drei Wochen

Ein Zeitpunkt und ein Ort eines Trump-Rohani-Treffens böten sich an: In gut drei Wochen am Rande der UNO-Generaldebatte, wenn beide Präsidenten ohnehin in New York sind. Fände es statt, wäre es historisch, selbst ungeachtet des Ergebnisses.

Doch in Teheran wie in Washington lobbyieren starke Kräfte gegen eine solche Begegnung. Die Frage ist auch: Geht es primär um die Erneuerung des Iran-Atomabkommens, das künftig unbefristet sein soll? Oder auch um massive Einschränkungen des iranischen Raketenprogramms, was die Iraner bisher strikt ablehnen? Und: Ist Rohani tatsächlich der richtige Ansprechpartner für Trump?

Eigentlich müsste er den geistlichen Führer Ali Chamenei treffen, den wirklich starken Mann in Teheran. Aber der wird sich fast sicher verweigern, denn er hegt eine tiefe Abneigung gegen die USA.

In Biarritz wurde eine Türe geöffnet. Mehr noch nicht.

Fredy Gsteiger

Fredy Gsteiger

Diplomatischer Korrespondent, SRF

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Der diplomatische Korrespondent ist stellvertretender Chefredaktor bei Radio SRF. Vor seiner Radiotätigkeit war er Auslandredaktor beim «St. Galler Tagblatt», Nahost-Redaktor und Paris-Korrespondent der «Zeit» sowie Chefredaktor der «Weltwoche».

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Dani Keller  (¯\_(ツ)_/¯ ____)
    Die Tür wurde von Rohani bereits wieder zugeschlagen mit der absurden Forderung, vor einem Gespräch müsse die USA zuerst alle Sanktionen aufheben.
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    1. Antwort von m. mitulla  (m.mitulla)
      Schuldzuweisungen bringen die Friedensbemühungen nicht weiter, denn die Aufhebung der Sanktionen ist für die Menschen im Iran lebenswichtig - es geht um Lebensmittel und Medikamente. Die Aufhebung der Sanktionen waren schon mehrfach versprochen und nie eingehalten worden, obwohl der Iran nachweislich (int. Atomenergiebehörde) das Atomabkommen zu 100% eingehalten hat, solange bis Trump das Abkommen aufkündigte.
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  • Kommentar von Mohammed Mueller  (mohmueller)
    Sorry aber wenn es zu einem Gespräch kommt wird es nichts bringen. Iran gibt sein Atomprogramm nicht auf. Die müssen Macht präsentieren da die fast nur Feinde im nahen Osten haben. Ein Angriff Saudi Arabiens auf den Iran ist wahrscheinlicher als ein amerikanischer Angriff und solange die ein Atomwaffenprogramm haben sind die in Sicherheit. Das gilt auch für die Bevölkerung und seien wir mal ehrlich die USA bauen Atomwaffen also wieso dürfen die aber die anderen nicht ?
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    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Mohammed Mueller: Man wollte eben nicht, dass neben den 5 permanenten Mitgliedern des UNO-Sicherheitsratres immer mehr Länder Atomwaffen besitzen, um deren unkontrollierte Verbreitung zu stoppen. Wenn jeder Atomwaffen besitzen darf, ist das ein hohes Risiko für die Welt. Stellen Sie sich vor, was Atomwaffen in den Händen des IS bedeuten würden.
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  • Kommentar von Thom Pfister  (pizgloria)
    Gibt es für Trump per se geeignete Gesprächspartner?
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