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Nach heftiger Kritik Trump bemüht sich um Schadensbegrenzung

Legende: Video Der seltsame Versprecher des US-Präsidenten abspielen. Laufzeit 00:05 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 18.07.2018.
  • Nach heftiger Kritik hat US-Präsident Donald Trump eingeräumt, dass Russland sich in die US-Wahl 2016 eingemischt habe.
  • «Ich akzeptiere die Schlussfolgerung unserer Geheimdienste, dass eine Einmischung Russlands bei der Wahl 2016 stattgefunden hat», so Trump.
  • Bei seinem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Montag hatte Trump noch gesagt, er glaube nicht an eine russische Einmischung in den US-Wahlkampf.

Angesichts der massiven Vorwürfe und eines verheerenden Presseechos sah sich der US-Präsident am Dienstag zu einer Klarstellung gezwungen. Während der Pressekonferenz ging allerdings just in dem Moment, als Trump sagte, er habe volles Vertrauen in die US-Geheimdienste das Licht aus.

Legende: Video Das Licht im Weissen Haus geht aus (Originalton) abspielen. Laufzeit 00:18 Minuten.
Aus News-Clip vom 18.07.2018.

Wahrscheinlich würden die Geheimdienste dahinterstecken, scherzte Trump – und fuhr mit seiner Klarstellung fort: Er habe sich bei der Medienkonferenz mit Putin am Vortag falsch ausgedrückt – und das genaue Gegenteil gemeint.

Mit Blick auf den Vorwurf, Russland habe sich in die US-Wahl eingemischt, hatte Trump beim Gipfel am Montag gesagt: «Ich sehe keinen Grund, warum es (Russland) wäre.» Am Dienstag stellte er klar, er habe nach einer Durchsicht der Abschrift seiner Aussagen gemerkt, dass er sich versprochen habe. «Der Satz hätte lauten sollen: ‹Ich sehe keinen Grund, warum es nicht Russland wäre›».

Legende: Video Trump: Doppelte Verneinung (Originalton) abspielen. Laufzeit 00:37 Minuten.
Aus News-Clip vom 18.07.2018.

Beim Gipfel hatte Trump Putins Dementi allerdings noch als «extrem stark und kraftvoll» bezeichnet. Der US-Präsident hatte sich damit öffentlich gegen die Einschätzung seiner eigenen Geheimdienste und Ermittlungsbehörden gestellt, die eine russische Einmischung für erwiesen halten.

«Keinen Einfluss auf Ausgang der Wahl»

Trump sagte, die Einmischung habe keinen Einfluss auf den Ausgang der Präsidentenwahl gehabt, die er gewonnen hatte. Er betonte, es habe keine geheimen Absprachen bei der Wahl gegeben.

Und er versprach darauf, punkto Cyberattacken dieses Jahr eine feste Haltung einzunehmen. Die Regierung werde alles dafür unternehmen, dass sich eine Einmischung bei den Zwischenwahlen zum US-Kongress im November nicht wiederholen werde. Die US-Geheimdienste würden sein volles Vertrauen geniessen, so der US-Präsident weiter.

Reaktion auf starke Kritik

Trump sah sich zu einer Erklärung gezwungen, nachdem ihn politische Schwergewichte, Vertraute und sonst freundlich gesonnene Medien scharf angegriffen hatten. Öffentlich sprangen ihm nur Vizepräsident Mike Pence und der republikanische Senator Rand Paul bei. Pence nannte Trump nach dem umstrittenen Gipfeltreffen den «Anführer der freien Welt».

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132 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Volkart (Lex18)
    Herr Trump hat in meinen Augen ganz klar bewiessen das er nicht mehr tragbar ist. Denn er pfeift nicht nur auf seine Berater sondern schafft mit seinen unüberlegten Äusserungen weitere Probleme. Er zeigt auch ganz klar das er völlig ungeeignet für ein Präsidentenamt ist.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Nicht nur der gegenwärtige USA-Präsident macht vieles undurchschaubar, oft verwirrt und widersprüchlich. Schon andere "hohe Politiker" hatten Eigenschaften, die kaum für einen Staatspräsident oder sonst hohes "politisches Tier" geeignet waren: "Chrutchow" war sehr vergesslich (wahrscheinlich der Anfang von Alzheimer) oder der EU-CEO Juncker macht mit seinem Alkohol-Problem oftmals merkwürdige "Aussagen"! Nicht nur Trump, auch Diktatoren oder korrupte Staatsregenten machten oder machen Fehler!
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  • Kommentar von Roland Gadient (Roland Gadient)
    Ob es ein Staatsbesuch sein wird, überlasse ich ihnen, auch andere Besuche sind durchaus möglich.
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