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Der Druck auf die Politik steigt mit dem Fall Floyd
Aus Tagesschau vom 08.06.2020.
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Nach tödlichem Polizeieinsatz Hunderte gedenken George Floyd

  • Hunderte Trauernde haben in Houston (Texas) Abschied von George Floyd genommen, der bei einem Polizeieinsatz getötet worden war.
  • US-Flaggen säumten den Weg zur Kirche Fountain of Praise, wo sein Sarg aufgebahrt war. Zahlreiche Menschen standen vor dem Gotteshaus Schlange.
  • Floyd wird am Dienstag in Pearland bei Houston beigesetzt. Zuvor werden die Familie und geladene Gäste in Houston an einem Trauergottesdienst (ab 18.00 MESZ) teilnehmen.

Floyd war in Houston aufgewachsen. Der 46-Jährige war am 25. Mai in Minneapolis bei einem Polizeieinsatz getötet worden. Seitdem kommt es landesweit zu Massenprotesten gegen Rassismus und Polizeigewalt, die auch US-Präsident Donald Trump unter Druck setzen.

Der des Mordes angeklagte Polizist erschien heute erstmals vor Gericht. Ein Richter setzte die Kaution auf 1.25 Millionen Dollar fest.

Keine klare Position Trumps

Die Demonstrationen wegen Floyds Tod dauern sei Tagen an. Zu Beginn wurden sie überschattet von Ausschreitungen und Plünderungen, inzwischen verlaufen sie fast immer friedlich. Am vergangenen Wochenende gingen in US-Städten wieder Zehntausende auf die Strasse.

Trump hat Floyds Tod mehrfach verurteilt und das Recht auf friedliche Demonstrationen betont. Ihm wird jedoch vorgeworfen, sich nicht klar gegen Rassismus zu positionieren und nicht genug Verständnis zu zeigen für den Zorn über Diskriminierung und Ungerechtigkeit im Land. Die anhaltenden Proteste hat er bislang vor allem unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit kommentiert.

Bei der Festnahme Floyds in Minneapolis hatte ein weisser Polizeibeamter sein Knie fast neun Minuten lang in den Nacken des am Boden liegenden Mannes gedrückt – trotz aller Bitten des 46-Jährigen, ihn atmen zu lassen. Floyd war wegen des Verdachts, mit einem falschen 20-Dollar-Schein bezahlt zu haben, festgenommen worden.

Tagesschau, 08.06.2020, 19:30 Uhr;

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Samuel Herrmann  (Samuel Herrmann)
    George Floyd ist nach einer langjährigen Haftstrafe wegen Raubüberfalls von Houston nach Minneapolis gezogen. Unverschuldet hat er da seinen Job verloren und hat sich mit u.a. Fentanyl im Blut im Polizeiauto aggresiv verhalten. Die herbeigerufene Verstärkung hat in dann in umgebracht. Man darf ruhig die ganze Geschichte erzählen, die Tragik des Vorfalls ist die gleiche.
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  • Kommentar von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
    Körperliche Gewalt ist in jedem Fall inakzeptabel, wo u.von wem auch immer. Auch Rassismus od.sonstige seelische Gewalt, und beides ist auseinanderzuhalten, körperl.Gewalt u.Rassismus gehören nicht zwingend zusammen. Allerdings sollten Vorwürfe gerechtfertigt sein, denn nicht immer nur Weisse sind rassistisch. Auch unsere Polizei bspw.wird diesbezüglich oft beschuldigt, nur schon, weil sie zB Schwarze öfters anhält als andere. Es macht aber keinen Sinn, zB Omis auf Drogenbesitz zu überprüfen...
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  • Kommentar von Reto Blatter  (against mainstream)
    Über das letzte Wochenende starben alleine in Chicago 26 schwarze Menschen durch Bandengewalt. Wann und wo wird diesen Menschen gedacht. Wieviele Trauergäste zählt die Beerdigung des schwarzen Ex Polizisten David Dorn, welcher von Plünderern erschossen worden ist? Wieso ist die Empathie vieler besorgten Menschen und Politiker so selektive?
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    1. Antwort von Thomas Bünzli  (Tumasch)
      Ich verstehe wirklich nicht, warum Sie immer versuchen, ein Unrecht gegen ein anderes Unrecht aufzuwiegen und damit die Tat zu relativieren / entschuldigen oder was auch immer! Man kann doch einfach mal den Tod von Floyd als Unrecht akzeptieren und sich konstruktiv in die Diskussion um Rassismus bei Polizisten einbringen.
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    2. Antwort von Manuela Fitzi  (Mano)
      Nein, Herr Bünzli, so einfach ist es nicht. Aber differenziert denken kann halt eine verschwindende Minderheit der Welt. Die meisten denken in gesetzten Kategorien. Es stellt sich wirklich die Frage, warum es zum Tod von David Dorn gekommen ist, wenn die Protestierenden genau dagegen auf die Strasse gingen. Dann stimmt doch etwas mit Ideologie oder Ausführung nicht. Fröhliches Daumendrück.
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    3. Antwort von Thomas Bünzli  (Tumasch)
      Doch Frau Fitzi, genau so einfach ist es! Und für mich ist es schon ein bisschen erschreckend, wie Sie mal schnell eine Parallele oder Verbindung zwischen dem Tod von Dorn und den Protestierenden ziehen, wo sehr viele absolut friedlich protestiert haben und mit Sicherheit nicht weitere unschuldige Todesopfer wollten. Und wenn Sie mir durch die Blume vorwerfen, nicht differenziert denken zu können, hoffe ich wenigstens, dass Sie zu dieser kleinen Elite gehören, die den absoluten Durchblick haben.
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