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Jeremy Hunt tritt gegen Boris Johnson an
Aus Tagesschau vom 20.06.2019.
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Nachfolge von Theresa May Jeremy Hunt tritt gegen Boris Johnson an

  • Der aktuelle Aussenminister Jeremy Hunt wird in einer Stichwahl um das Amt des Premierministers gegen Boris Johnson antreten.
  • Hunt setzte sich am Donnerstag in der fünften und letzten Abstimmungsrunde der Konservativen Abgeordneten gegen Umweltminister Michael Gove durch.
  • Der frühere Aussenminister Boris Johnson hat mit 160 Stimmen wie in den bisherigen Abstimmungsrunden dominiert.

In der zweiten Phase des Auswahlverfahrens sollen die 160’000 Tory-Parteimitglieder bis Ende Juli per Urwahl entscheiden, wer neuer Parteichef und damit Premierminister wird.

Zuvor sollen sich die beiden Finalisten bei etwa 15 regionalen Konferenzen den Tory-Mitgliedern vorstellen. Johnson gilt als überaus beliebt an der Parteibasis. Ihm wird zugetraut, Brexit-Wähler, die sich von den Konservativen abgewendet haben, wieder zurückzugewinnen.

Wer wählt den neuen Premierminister?

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Vorgesehen ist, dass die Unterhausabgeordneten der Tories das Bewerberfeld in einem mehrstufigen Verfahren auf zwei Kandidierende reduzieren – bei jeder Runde scheidet jeweils der Letztplatzierte aus. Diese zwei Anwärter auf das Amt des Premierministers stellen sich dann den rund 160’000 Parteimitgliedern in einer Urabstimmung zur Wahl. Mitte Juli soll der Nachfolger feststehen. Erst dann bittet die bereits am 7. Juni vom Parteivorsitz zurückgetretene Theresa May Königin Elisabeth II. um ihre Entlassung. Bis dahin bleibt sie für die Regierungsgeschäfte zuständig.

Hunt war erst gegen den Brexit

Boris Johnson war einer der Wortführer für den EU-Austritt vor der Volksabstimmung vor drei Jahren. Die Briten hatten sich am 23. Juni 2016 mit knapper Mehrheit für die Trennung von der EU ausgesprochen.

Der 52-jährige Hunt hatte gegen den EU-Austritt gestimmt, kurze Zeit später aber eine Wandlung zum Brexit-Befürworter vollzogen. Viele glauben, dass er sich damit schon in Position bringen wollte für die May-Nachfolge. Als Aussenminister gelang es ihm, die europäischen Verbündeten mit ähnlich provokativen Äusserungen gegen sich aufzubringen wie sein Vorgänger Boris Johnson.

Insgesamt hatte sich in den vergangenen Tagen ein knappes Dutzend Tory-Politiker für die May-Nachfolge beworben. Am Donnerstagmittag war in der vierten Abstimmungsrunde zunächst Innenminister Sajid Javid aus dem Rennen geflogen.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von S. Borel  (Vidocq)
    Somit wird es BJ und das ist gut so... gut für den Frieden in Europa... vorausgesetzt er zieht den harten Brexit durch. Die Engländer hätten nie in die EU gehört (wie recht die Franzosen doch damals hatten). Unter Thatcher schon waren sie viel näher dran ein USBundesstaat zu sein. Nicht auszudenken, was die für ein weiteres Chaos bei nicht hard Brexit veranstalten würden. In diesem Sinne: Tschüss und auf Nimmer Wiedersehen.
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Ich bin auch für einen Hard Brexit, allerdings unter der Bedingung dass Nordirland an die Republik fällt.
    2. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Ich korrigiere mich: an die Republik Irland.
  • Kommentar von Daniel Fuchs  (Daniel Fuchs)
    Mir wäre Dominic Raab sehr recht gewesen aber Boris Johnson geht auch.
    1. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Nein, Herr Fuchs, B. J. geht gar nicht! Was Konstruktives bei der konkreten Umsetzung des Brexit hat er denn schon geboten? Laut durchs Land votieren „vorzüglich“, praktische Mithilfe gegen Null strebend. Also nicht wählbar.
    2. Antwort von Daniel Fuchs  (Daniel Fuchs)
      @uvk: das is Ihre Meinung, ich habe habe die Meine. Ein
      Harter Brexit oder wenigstens die glaubhafte Möglichkeit eines solchen ist das beste was UK im Moment passieren kann.
    3. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Herr Fuchs: Natürlich sollen wir je unsere Meinung vertreten dürfen. Aber es gibt gewisse Kriterien für die Regierungstauglichkeit. Ein Kriterium ist Verantwortung tragen für das, was man mitverursacht. Dies hat er nicht getan und hat das Regierungsschiff verlassen, nur weil er mit May nicht einverstanden war... das war ziemlich schwach.