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Belgien: Rufe nach Lockerungen werden lauter
Aus HeuteMorgen vom 12.11.2020.
abspielen. Laufzeit 01:30 Minuten.
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Nicht mehr Spitzenreiter So kämpft sich Belgien aus der Corona-Sackgasse

Während Wochen hatte Belgien am meisten Coronainfizierte in der EU. Die Regierung verhängte einen Teil-Lockdown. Dieser zeigt erste Erfolge.

«Nicht noch einmal ein Sommer ohne Festivals!» Das sei einer von elf Millionen Gründen, um durchzuhalten. Mit solchen TV-Spots ruft die belgische Regierung die Bevölkerung auf, sich weiterhin stark einzuschränken.

Alle Läden und Restaurants sind geschlossen. Seit einem Monat gilt eine nächtliche Ausgangssperre, Homeoffice-Pflicht, generelle Maskenpflicht sowie alternierender Schulunterricht in Halbklassen. Dies habe es Belgien erlaubt, ein Katastrophenszenario abzuwenden, erklärte der Leiter der belgischen Corona-Taskforce, Philippe De Backer.

Weitere Wochen der Einschränkungen

Gewiss, die Infektionszahlen in Belgien sinken stark, auch die Zahl der Spitaleintritte und der Menschen, die auf Intensivstationen behandelt werden, geht zurück. Aber frühestens in einem Monat wird Belgien wieder Infektionszahlen kennen, die so tief liegen wie zu Beginn der zweiten Welle im September.

Restaurantbesitzer und Detailhandel rufen trotzdem nach Lockerungen. Zu früh – darum die Durchhalteparolen. Lang und gefährlich sei die Rückkehr von der Bergspitze, warnte der Sprecher des Krisenzentrums. Die gute Nachricht kaschiert also eine schlechte: Die Bevölkerung muss sich auf lange Wochen einstellen, in denen das öffentliche Leben auf ein Minimum reduziert bleibt.

Die Regierung wird 11 Millionen Argumente benötigen, das zu rechtfertigen.

HeuteMorgen. 12.11.2020, 06:10 Uhr

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Weber  (CWeb)
    «Nicht noch einmal ein Sommer ohne Festivals!» wäre eigentlich eher ein Argument für die Durchseuchungsstrategie. Ob es nächsten Sommer Festivals geben kann hängt exklusiv davon ab, wie Immun die Bevölkerung dann ist. Und wenn bis dann keine Impfung kommt bzw. ausreichend verteilt werden kann, wäre die Herdenimmunität die einzige Möglichkeit. Machen wir uns nichts vor: Das wird auch nächsten Sommer nichts.
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  • Kommentar von Melin Solo  (Tiger1990)
    Nach Angaben der Weltbank wird das BIP der CH im Jahr 2020 um 7,3% sinken, was nicht besser ist als in jedem anderen europäischen Land, während sich die asiatische Wirtschaft mit strengen Richtlinien viel besser entwickelt hat. Es ist zu erkennen, dass lose Maßnahmen der Wirtschaft nicht helfen, sondern schaden.
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  • Kommentar von Peter Meier  (pmeier)
    Die Lockdown-Strategie passt nicht für uns Schweizer, weil wir so sehr Geld lieben.
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