- Mehrere US-Bundesstaaten haben wegen eines extremen Wintersturms den Notstand ausgerufen.
- Der als «Monstersturm» bezeichnete Wetterkomplex soll über Tausende Kilometer hinweg Schnee, Eis und Kälte bringen.
- Airlines streichen Flüge, und Schulen bleiben geschlossen, während Behörden zum Zuhausebleiben aufrufen.
Aus Furcht vor den Auswirkungen eines der vermutlich schwersten Winterstürme seit Jahren in den USA haben gemäss dem Sender ABC mindestens 18 Bundesstaaten den Notstand ausgerufen.
Die Massnahme gelte unter anderem für New York, Texas, Georgia, South Carolina, North Carolina, Virginia, Maryland, Louisiana, Arkansas, Tennessee, Alabama, Mississippi und Missouri, wie die Gouverneure der jeweiligen Bundesstaaten mitteilten.
Insgesamt sind rund 180 Millionen Menschen betroffen, wie der nationale Wetterdienst mitteilt. Die Lage sei vor allem in den südlichen Bundesstaaten kritisch.
«Das ist eine gefährliche Kombination aus viel Schnee und extrem niedrigen Temperaturen», sagte New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul. Die erwartete Kälte könne «absolut tödlich» sein. In Teilen von Minnesota und North Dakota könnten die Temperaturen laut Wetterdienst auf minus 45 Grad Celsius fallen. Die Behörden riefen die Menschen auf, möglichst zu Hause zu bleiben und das Auto stehenzulassen.
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Bild 1 von 3. Maryland bereitet sich mit Streusalz auf gewaltige Schneemassen vor. Bildquelle: EPA / JIM LO SCALZO.
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Bild 2 von 3. Meschen tätigen Hamsterkäufe, bevor der Sturm kommt: leere Regale im Bundestaat Virginia. Bildquelle: imago images / mpi34.
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Bild 3 von 3. Viel Schnee heisst natürlich auch gute Bedingungen zum Schlittenfahren. Bildquelle: EPA / JIM LO SCALZO.
Begleitet von heftigen Schneefällen und eisigen Winden werde sich der Sturm über eine Entfernung von rund 3000 Kilometern von New Mexico im Südwesten aus bis nach Maine im Nordosten ausbreiten, warnte der Wetterdienst. Medien sprachen von einem «Monstersturm».
Mit der Ausrufung des Notstands können die US-Bundesstaaten – falls notwendig – deutlich schneller Hilfsgelder und Personal mobilisieren. Zahlreiche Veranstaltungen wurden für die kommenden Tage landesweit abgesagt.
Flüge präventiv gestrichen
Fluggesellschaften haben vorsorglich Tausende Verbindungen abgesagt. Den Passagieren werde angeboten, kostenlos umzubuchen, heisst es in Medienberichten. Sicherheitshalber hätten auch zahlreiche Schulen den Unterricht abgesagt.
Bis am Montag sind mehr als 13'000 Flüge gestrichen worden. So hat etwa die Lufthansa zahlreiche Flüge von und nach Nordamerika annulliert.
An zahlreichen weiteren Flughäfen im Westen, Süden und Norden des Kontinents sei am Sonntag noch mit vereinzelten Verspätungen zu rechnen. Die betroffenen Fluggäste würden über die Ausfälle und alternative Reisemöglichkeiten informiert.
Stromausfälle in Texas und Louisiana
Vielerorts ist wegen des Sturms der Strom ausgefallen. Bereits mehr als 160'000 Haushalte sind laut US-Medien betroffen – insbesondere in den südlichen Bundesstaaten Texas und Louisiana. Das US-Energieministerium erliess eine Notfallanordnung für den texanischen Netzbetreiber Ercot, um die Stromversorgung zu sichern. Der Energieversorger Dominion Energy warnte, es könne sich um eines der schwersten Wetterereignisse handeln, das den Betrieb des Unternehmens je beeinträchtigt habe.