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Notstand ausgerufen «Monstersturm» zieht auf – Millionen in den USA gewarnt

  • Dreizehn US-Bundesstaaten haben wegen eines extremen Wintersturms den Notstand ausgerufen.
  • Der als «Monstersturm» bezeichnete Wetterkomplex solle über Tausende Kilometer hinweg Schnee, Eis und Kälte bringen.
  • Airlines streichen Flüge, und Schulen bleiben geschlossen, während Behörden vor Stromausfällen warnen und zum Zuhausebleiben aufrufen.

Aus Furcht vor den Auswirkungen eines der vermutlich schwersten Winterstürme seit Jahren in den USA haben gemäss dem Sender ABC mindestens 18 Bundesstaaten den Notstand ausgerufen. Die Massnahme gelte ganz oder teilweise für New York, Texas, Georgia, South Carolina, North Carolina, Virginia, Maryland, Louisiana, Arkansas, Tennessee, Alabama, Mississippi und Missouri, wie die Gouverneure der jeweiligen Bundesstaaten mitteilten. Für das Wochenende seien mehr als 8000 Flüge gestrichen worden, hiess es.

«Das ist eine gefährliche Kombination aus viel Schnee und extrem niedrigen Temperaturen», sagte New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul. Mit der Ausrufung des Notstands können die US-Bundesstaaten – falls notwendig – deutlich schneller Hilfsgelder und Personal mobilisieren. Zahlreiche Veranstaltungen wurden für die kommenden Tage landesweit bereits vorsorglich abgesagt.

Begleitet von heftigen Schneefällen und eisigen Winden werde sich der herannahende Sturm über eine Entfernung von rund 3000 Kilometern von New Mexico im Südwesten aus über das Wochenende bis nach Maine im Nordosten ausbreiten, warnte der Wetterdienst. Medien sprachen von einem «Monstersturm».

Flüge präventiv gestrichen

Fluggesellschaften hätten vorsorglich bereits Tausende Verbindungen abgesagt, hiess es in Medienberichten. Den Passagieren werde angeboten, kostenlos umzubuchen. Sicherheitshalber hätten auch zahlreiche Schulen den Unterricht abgesagt.

Auch die Lufthansa hat für Samstag zahlreiche Flüge von und nach Nordamerika gestrichen. Am Sonntag sind nach Angaben einer Sprecherin voraussichtlich noch Verbindungen nach Washington, New York, Boston, Philadelphia und Charlotte betroffen.

Swiss annulliert mehrere Flüge

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Auch die Schweizer Fluggesellschaft und Lufthansa-Tochter Swiss hat mehrere Flüge vorsorglich gestrichen. Man beobachte die Situation und werde bei Bedarf weitere Anpassungen am Flugprogramm vornehmen, hiess es am Freitagabend auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Am Wochenende werde es an mehreren Flughäfen an der US-Ostküste sowie in Kanada zu Verspätungen oder Flugannullierungen kommen, teilte die Swiss weiter mit. Daher wurden für den Samstag zwei Flüge gestrichen – einer von Zürich nach Chicago und einer von Chicago nach Zürich. Für den Sonntag annullierte die Swiss zudem drei Flüge nach New York sowie einen Rückflug nach Zürich. Hinzu kommen Flüge von Zürich nach Boston, Newark und Washington D.C.. Und auch für den Montag wurden fünf Flüge gestrichen: je einer von New York nach Zürich und Genf, je einer von Newark und Boston nach Zürich sowie einer von Washington nach Zürich.

Man bedauere die Unannehmlichkeiten für die betroffenen Passagiere sehr, teilte eine Swiss-Sprecherin agemäss Keystone-SDA weiter mit. Die Fluggäste würden direkt informiert und bei Bedarf bei der Umbuchung auf alternative Reiseoptionen unterstützt.

An zahlreichen weiteren Flughäfen im Westen, Süden und Norden des Kontinents sei am Sonntag nur noch mit vereinzelten Verspätungen zu rechnen. Die betroffenen Fluggäste würden über die Ausfälle und alternative Reisemöglichkeiten informiert.

Stromausfälle befürchtet

Befürchtet wird auch, dass es zu massiven Stromausfällen kommt, etwa durch umknickende Bäume oder weil die oberirdischen Leitungen durch das Gewicht von Blitzeis brechen könnten.

Strassenszene im Schneesturm mit Ampeln und verschneiten Gebäuden.
Legende: In Teilen New Yorks schneit es bereits seit einigen Tagen stark. Keystone / CARA ANNA

Für rund 180 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner gelten Wetterwarnungen oder besondere Hinweise. Die Behörden riefen die Menschen auf, ihre Wohnungen möglichst nicht zu verlassen und das Auto stehenzulassen. New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul warnte, die erwartete Kälte könne «absolut tödlich» sein. In Teilen von Minnesota und North Dakota könnten die Temperaturen laut Wetterdienst auf minus 45 Grad Celsius fallen.

SRF 4 News, 23.01.2026, 19 Uhr ; 

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