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Notstand ausgerufen Wintersturm trifft USA hart: Massive Strom- und Flugausfälle

  • Ein heftiger Wintersturm zieht derzeit mit klirrender Kälte, Schnee und Eis über grosse Teile der USA.
  • Betroffen sind der Süden, Mittlere Westen und die Ostküste der Vereinigten Staaten.
  • Am Sonntag waren zeitweise rund eine Million Menschen von Stromausfällen betroffen. Tausende Flüge wurden annulliert. Die Schulen bleiben in mehreren Grossstädten geschlossen.

Meteorologen warnen seit Tagen vor einem der wohl heftigsten Winterstürme der letzten Jahre. Mehr als die Hälfte der US-Bevölkerung ist nach Behördenangaben betroffen.

Zahlreiche Staaten haben den Notstand ausgerufen, um, falls notwendig, deutlich schneller Hilfsgelder und Personal mobilisieren zu können. 

Mehrere Menschen erfroren

Der Schneesturm und die Eiseskälte forderten bereits erste Tote. Als vermutlich erfroren galten demnach fünf Menschen, die laut New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani am Wochenende in der Millionenmetropole tot im Freien gefunden wurden. Eine offizielle Todesursache wurde bisher nicht festgestellt.

Tod durch Unterkühlung galt auch in den Fällen von drei Menschen in den US-Bundesstaaten Kansas, Michigan und Texas laut Behörden als wahrscheinlich.

«Extrem gefährliche» Reisebedingungen

Besonders gefährlich sei der gefrierende Regen, der in Teilen von Louisiana eine etwa zwei Zentimeter dicke Eisschicht hervorgebracht habe. Die Behörden warnten am Sonntag zudem vor «katastrophalen» Eisablagerungen in Mississippi. 

Schulen in New York geschlossen

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Person mit Skiern in verschneitem, buntem Stadtzentrum.
Legende: Keystone/Heather Khalifa

Am Sonntagmorgen wurden in Washington minus neun Grad gemessen, in New York minus zwölf Grad. Nach und nach legte sich eine weisse Schneedecke über die Millionenmetropolen, auch über den Central Park im Herzen New Yorks. Die Schulen der Stadt sollten am Montag geschlossen bleiben. Zudem sollten nach Angaben von NBC News in allen fünf Stadtbezirken Zentren geöffnet werden, in denen sich New Yorker aufwärmen können. Die Strassen blieben weitgehend leer, Räumfahrzeuge waren im Dauereinsatz.

Die Eisglätte führte unter anderem in Texas und Tennessee zu schweren Verkehrsunfällen und Massenkarambolagen auf Fernstrassen, bei denen mindestens zwei Menschen starben.

Autos auf verschneiter Autobahn mit Warnschild, reduzierte Geschwindigkeit.
Legende: Die Menschen werden aufgefordert vorsichtig zu fahren. Keystone/JEROME MIRON

In Washington D.C. sind wegen der hohen Schneedecke Bürgersteige oder Treppenabgänge nicht mehr zu erkennen. Die Menschen wurden aufgerufen, Taschenlampen bereitzulegen und ihre Handys vorsorglich aufzuladen.

Trotz der angespannten Lage prägten auch fröhliche Winterszenen das Stadtbild: Fotos aus der Hauptstadt zeigten Menschen auf Skiern rund um das Kapitol sowie Kinder, die auf Schlitten verschneite Hänge hinabfuhren.

Viele Haushalte ohne Strom

In der Nacht zum Montag waren immer noch mehr als 820'000 Menschen im Süden und an der Ostküste der USA von Stromausfällen betroffen, wie die Übersichtsseite poweroutage.us zeigte.

Stark betroffen sind die Bundesstaaten im Süden und im Mittleren Westen. Die Behörden warnten vor möglicherweise «langanhaltenden Stromausfällen» in einigen Landesteilen.

15'000 Flüge gestrichen

Übers Wochenende sind mehr als 15'000 Flüge gestrichen worden. Auf Fotos aus der US-Hauptstadt Washington waren menschenleere Terminals zu sehen.

Die andauernde Kälte droht auch in den kommenden Tagen Teile des Landes lahmzulegen. Die Behörden riefen die Menschen auf, ihre Wohnungen möglichst nicht zu verlassen und das Auto stehenzulassen.

Swiss annulliert mehrere Flüge

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Auch die Swiss hat mehrere Flüge vorsorglich gestrichen. Man beobachte die Situation und werde bei Bedarf weitere Anpassungen am Flugprogramm vornehmen, hiess es am Freitagabend auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Am Wochenende kam es an mehreren Flughäfen an der US-Ostküste zu Flugannullierungen. Für den Samstag wurden zwei Flüge gestrichen – einer von Zürich nach Chicago und einer von Chicago nach Zürich. Für den Sonntag annullierte die Swiss drei Flüge nach New York sowie einen Rückflug nach Zürich. Hinzu kamen Flüge von Zürich nach Boston, Newark und Washington D.C. Auch für den Montag wurden fünf Flüge gestrichen: je einer von New York nach Zürich und Genf, je einer von Newark und Boston nach Zürich sowie einer von Washington nach Zürich.

Man bedaure die Unannehmlichkeiten für die betroffenen Passagiere sehr, teilte eine Swiss-Sprecherin gemäss Keystone-SDA weiter mit. Die Fluggäste würden direkt informiert und bei Bedarf bei der Umbuchung auf alternative Reiseoptionen unterstützt.

Der Nationale Wetterdienst warnte auch für die kommenden Tage vor eisigen Temperaturen und – damit verbunden – vor Eisregen und Strassenglätte. Der Sturm werde von der Ostküste am Montag Richtung Atlantik weiterziehen, hiess es.

SRF 4 News, 23.01.2026, 19:00 Uhr ; 

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