- Ein heftiger Wintersturm zieht derzeit mit klirrender Kälte, Schnee und Eis über grosse Teile der USA.
- Inzwischen hat er auch die Metropolen an der Ostküste erfasst. Seit Sonntagmorgen (Ortszeit) schneit es in New York und Washington bei eisigen Minusgraden.
- Landesweit sind mehr als eine halbe Million Haushalte ohne Strom.
US-Meteorologen warnen seit Tagen vor einem der wohl grössten Winterstürme der letzten Jahre. Zahlreiche Staaten haben den Notstand ausgerufen, um, falls notwendig, deutlich schneller Hilfsgelder und Personal mobilisieren zu können.
In Washington waren die Menschen aufgerufen worden, Taschenlampen bereitzulegen und ihre Handys vorsorglich aufzuladen. Die Büros der Bundesbehörden sollen am Montag geschlossen bleiben.
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Bild 1 von 11. Ein heftiger Wintersturm zieht derzeit mit klirrender Kälte, Schnee und Eis über grosse Teile der USA. Bildquelle: Keystone/Matt Rourke.
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Bild 2 von 11. Landesweit sind mehr als eine halbe Million Haushalte ohne Strom. Stark betroffen bezüglich der Stromausfälle waren Bundesstaaten im Süden wie hier Texas. Bildquelle: Keystone/Julio Cortez.
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Bild 3 von 11. Die Strassen in Dallas sind vereist und gefährlich zu befahren. Bildquelle: Keystone/Julio Cortez.
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Bild 4 von 11. Autos bleiben im Schnee stecken und müssen wie hier in Tulsa (Oklahoma) angeschoben werden. Bildquelle: Reuters/Eric Cox.
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Bild 5 von 11. Ein Mann in St.Louis (Missouri) trotzt der eisigen Kälte. Bildquelle: Reuters/Lawrence Bryant.
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Bild 6 von 11. Auch in der Hochburg des Countrys, Nashville, herrschen eisige Temperaturen. Bildquelle: Keystone/George Walker IV.
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Bild 7 von 11. Die Strassen müssen von den Schneemassen befreit werden – wie hier in Oklahoma City. Bildquelle: Reuters/Nick Oxford.
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Bild 8 von 11. Zahlreiche Flüge wurden gestrichen, so am Salt Lake City International Airport. Bildquelle: Keystone/Sydney Schaefer.
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Bild 9 von 11. Viele Menschen legen sich Notvorräte an. In Washington D.C. und andernorts sind die Regale in den Supermärkten leer. Bildquelle: Reuters/Nathan Howard.
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Bild 10 von 11. Einige nutzen das winterliche Wetter wie hier in Oklahoma City auch, um draussen Spass zu haben. Bildquelle: Reuters/Nick Oxford.
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Bild 11 von 11. Vor dem Kapitol in Washington D.C. wird Ski-Langlauf betrieben. Bildquelle: Keystone/Alex Brandon.
Trotz der angespannten Lage prägten auch fröhliche Winterszenen das Stadtbild: Fotos aus der Hauptstadt zeigten am Morgen Menschen auf Skiern rund um das Kapitol sowie Kinder, die auf Schlitten verschneite Hänge hinabfuhren.
«Extrem gefährliche» Reisebedingungen
Aus Teilen von New Mexiko meldete CNN rund 30 Zentimeter Schnee, aus Texas bis zu 15 Zentimetern. Besonders gefährlich sei der gefrierende Regen, der in Teilen von Louisiana eine etwa zwei Zentimeter dicke Eisschicht hervorgebracht habe. Die Behörden warnten am frühen Sonntag zudem vor «katastrophalen» Eisablagerungen in Mississippi.
Auch die niedrigen Temperaturen seien bedrohlich: So berichtete der Sender NBC News von gefühlten Temperaturen von minus 35 Grad Celsius in Teilen des Landes. Damit sei es ungewöhnliche kalt, selbst für diese Jahreszeit.
Heftige Schneefälle führen laut Behörden zu Verkehrsbeeinträchtigungen und Sperrungen, von denen einige mehrere Tage andauern könnten. Eisanlagerungen erzeugten teilweise «extrem gefährliche» Reisebedingungen.
Hunderttausende Haushalte ohne Strom
Die Zahl der Stromausfälle steigt stetig: In den frühen Stunden des Sonntags waren landesweit bereits mehr als 780'000 Haushalte ohne Strom, wie aus Daten des Portals poweroutage.us hervorgeht.
Stark betroffen waren zunächst Bundesstaaten im Süden und im Mittleren Westen, wo der Sturm am Freitagnachmittag einsetzte, darunter Texas, Mississippi, Louisiana und Tennessee. Doch auch aus Alabama und Kentucky wurden bereits erste Ausfälle gemeldet.
Gleichzeitig warnten die Behörden vor möglicherweise «langanhaltenden Stromausfällen» in einigen Landesteilen. Massive Ausfälle waren schon vorab befürchtet worden – etwa durch umknickende Bäume oder weil oberirdische Leitungen durch das Gewicht von Blitzeis brechen können.
15'000 Flüge gestrichen
Übers Wochenende seien auch mehr als 15'000 Flüge gestrichen worden, berichtete CNN. Auf Fotos aus der US-Hauptstadt Washington waren menschenleere Terminals zu sehen.
Ausserdem seien Autobahnen aufgrund gefährlicher Strassenbedingungen teilweise gesperrt. Der Sender berichtete von mehreren Unfällen, etwa in Kentucky.
Die andauernde Kälte droht auch in den kommenden Tagen Teile des Landes lahmzulegen. Die Behörden riefen die Menschen auf, ihre Wohnungen möglichst nicht zu verlassen und das Auto stehenzulassen.