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Notstand ausgerufen Wintersturm trifft USA hart: Massive Strom- und Flugausfälle

  • Ein heftiger Wintersturm zieht derzeit mit klirrender Kälte, Schnee und Eis über grosse Teile der USA.
  • Inzwischen hat er auch die Metropolen an der Ostküste erfasst. Seit Sonntagmorgen (Ortszeit) schneit es in New York und Washington bei eisigen Minusgraden.
  • Landesweit sind mehr als eine halbe Million Haushalte ohne Strom.

US-Meteorologen warnen seit Tagen vor einem der wohl grössten Winterstürme der letzten Jahre. Zahlreiche Staaten haben den Notstand ausgerufen, um, falls notwendig, deutlich schneller Hilfsgelder und Personal mobilisieren zu können. 

Schulen in New York geschlossen

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Person mit Skiern in verschneitem, buntem Stadtzentrum.
Legende: Keystone/Heather Khalifa

In den frühen Morgenstunden wurden in Washington minus neun Grad gemessen, in New York minus zwölf Grad. Nach und nach legte sich eine weisse Schneedecke über die Millionenmetropolen, auch über den Central Park im Herzen New Yorks. Die Schulen der Stadt sollen am Montag geschlossen bleiben. Zudem sollen nach Angaben von NBC News in allen fünf Stadtbezirken Zentren geöffnet werden, in denen sich New Yorker aufwärmen können. Die Strassen blieben am Morgen weitgehend leer, Räumfahrzeuge waren im Dauereinsatz.

In Washington waren die Menschen aufgerufen worden, Taschenlampen bereitzulegen und ihre Handys vorsorglich aufzuladen. Die Büros der Bundesbehörden sollen am Montag geschlossen bleiben.

Trotz der angespannten Lage prägten auch fröhliche Winterszenen das Stadtbild: Fotos aus der Hauptstadt zeigten am Morgen Menschen auf Skiern rund um das Kapitol sowie Kinder, die auf Schlitten verschneite Hänge hinabfuhren.

«Extrem gefährliche» Reisebedingungen

Aus Teilen von New Mexiko meldete CNN rund 30 Zentimeter Schnee, aus Texas bis zu 15 Zentimetern. Besonders gefährlich sei der gefrierende Regen, der in Teilen von Louisiana eine etwa zwei Zentimeter dicke Eisschicht hervorgebracht habe. Die Behörden warnten am frühen Sonntag zudem vor «katastrophalen» Eisablagerungen in Mississippi. 

Auch die niedrigen Temperaturen seien bedrohlich: So berichtete der Sender NBC News von gefühlten Temperaturen von minus 35 Grad Celsius in Teilen des Landes. Damit sei es ungewöhnliche kalt, selbst für diese Jahreszeit.

Heftige Schneefälle führen laut Behörden zu Verkehrsbeeinträchtigungen und Sperrungen, von denen einige mehrere Tage andauern könnten. Eisanlagerungen erzeugten teilweise «extrem gefährliche» Reisebedingungen. 

Hunderttausende Haushalte ohne Strom

Die Zahl der Stromausfälle steigt stetig: In den frühen Stunden des Sonntags waren landesweit bereits mehr als 780'000 Haushalte ohne Strom, wie aus Daten des Portals poweroutage.us hervorgeht.

Stark betroffen waren zunächst Bundesstaaten im Süden und im Mittleren Westen, wo der Sturm am Freitagnachmittag einsetzte, darunter Texas, Mississippi, Louisiana und Tennessee. Doch auch aus Alabama und Kentucky wurden bereits erste Ausfälle gemeldet.

Gleichzeitig warnten die Behörden vor möglicherweise «langanhaltenden Stromausfällen» in einigen Landesteilen. Massive Ausfälle waren schon vorab befürchtet worden – etwa durch umknickende Bäume oder weil oberirdische Leitungen durch das Gewicht von Blitzeis brechen können.

15'000 Flüge gestrichen

Übers Wochenende seien auch mehr als 15'000 Flüge gestrichen worden, berichtete CNN. Auf Fotos aus der US-Hauptstadt Washington waren menschenleere Terminals zu sehen.

Ausserdem seien Autobahnen aufgrund gefährlicher Strassenbedingungen teilweise gesperrt. Der Sender berichtete von mehreren Unfällen, etwa in Kentucky.

Die andauernde Kälte droht auch in den kommenden Tagen Teile des Landes lahmzulegen. Die Behörden riefen die Menschen auf, ihre Wohnungen möglichst nicht zu verlassen und das Auto stehenzulassen.

Swiss annulliert mehrere Flüge

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Auch die Schweizer Fluggesellschaft und Lufthansa-Tochter Swiss hat mehrere Flüge vorsorglich gestrichen. Man beobachte die Situation und werde bei Bedarf weitere Anpassungen am Flugprogramm vornehmen, hiess es am Freitagabend auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Am Wochenende werde es an mehreren Flughäfen an der US-Ostküste sowie in Kanada zu Verspätungen oder Flugannullierungen kommen, teilte die Swiss weiter mit. Daher wurden für den Samstag zwei Flüge gestrichen – einer von Zürich nach Chicago und einer von Chicago nach Zürich. Für den Sonntag annullierte die Swiss zudem drei Flüge nach New York sowie einen Rückflug nach Zürich. Hinzu kommen Flüge von Zürich nach Boston, Newark und Washington D.C.. Und auch für den Montag wurden fünf Flüge gestrichen: je einer von New York nach Zürich und Genf, je einer von Newark und Boston nach Zürich sowie einer von Washington nach Zürich.

Man bedauere die Unannehmlichkeiten für die betroffenen Passagiere sehr, teilte eine Swiss-Sprecherin gemäss Keystone-SDA weiter mit. Die Fluggäste würden direkt informiert und bei Bedarf bei der Umbuchung auf alternative Reiseoptionen unterstützt.

SRF 4 News, 23.01.2026, 19 Uhr ; 

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