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Obama appelliert nach Dallas an die Einheit der Nation
Aus Tagesschau Nacht vom 12.07.2016.
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International Obama in Dallas: «Wir dürfen nicht verzweifeln»

In der Millionenstadt Dallas haben in einer Gedenkfeier sowohl der amtierende US-Präsident wie auch sein Vorgänger der bei einem Attentat getöteten Polizisten gedacht. Dabei appellierte Obama an die Einheit der Nation: «Ich bestehe darauf, dass wir nicht so gespalten sind, wie es scheint».

In der texanischen Millionenstadt Dallas ist für die beim Anschlag vom vergangenen Donnerstag getöteten Polizisten eine Trauerfeier abgehalten worden. Dabei ergriffen unter anderem US-Präsident Barack Obama sowie sein Vorgänger George W. Bush das Wort.

Ich bin hier, um darauf zu bestehen, dass wir nicht so gespalten sind, wie es scheint.
Autor: Barack ObamaUS-Präsident

Viele US-Bürger hätten mit den Ereignissen der vergangenen Woche schwer zu kämpfen, sagte Obama in seiner Ansprache. «Wir versuchen, in unserem Leid irgendeinen Sinn zu sehen», fügte er hinzu. «Ich bin hier, um zu sagen, dass wir solcher Verzweiflung entgegentreten müssen. Ich bin hier, um darauf zu bestehen, dass wir nicht so gespalten sind, wie es scheint.»

Obama würdigte zudem die getöteten Männer und erinnerte: «Wir haben in unseren Strassen keine Soldaten oder Milizen, sondern öffentlich Bedienstete.» Die USA seien auf der Herrschaft des Rechts begründet.

Zu einfacher Zugang zu Waffen

Einmal mehr wies Obama auf die zu laxen Waffengesetze in den USA hin: «Wir fluten unsere Städte mit Waffen. Für viele Kinder ist es leichter, eine Glock-Pistole in die Hand zu bekommen als ein Buch oder einen PC.»

Der frühere Präsident George W. Bush mahnte an der Gedenkfeier, Amerika müsse sich seiner Ideale erinnern. Seine gemeinsamen Werte seien eine Brücke für die gesamte Nation. Für die Polizeikräfte fand Bush lobende Worte: «Ihr Mut ist unser Schutz und Schild».

Obama will später hinter verschlossenen Türen mit den Familien der Todesopfer und den Verletzten zusammenkommen.

Attentat als Antwort auf getötete Afroamerikaner

Am Donnerstag hatte in Dallas ein Attentäter während einer Demonstration gegen den Tod von Afroamerikanern durch Polizeigewalt fünf Polizisten aus dem Hinterhalt erschossen.

Der 25-jährige afroamerikanische Heckenschütze, der einige Stunden später von der Polizei in einer Parkgarage getötet wurde, verletzte durch seine Schüsse ausserdem neun weitere Beamte sowie zwei Zivilisten.

Die Proteste gegen Diskriminierung reissen in den USA nicht ab. Die Stimmung zwischen Polizei und Demonstranten ist angespannt. Am Montagabend blockierten Hunderte Demonstranten in Chiago die Strassen und riefen: «Wen beschützt ihr – wem dient ihr?»

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger  (robo)
    Mein 8. (!) Versuch, eine persönliche Meinung zu Obamas Worte an der Gedenkfeier zu äussern: Endlich lesen wir auch einmal einen Bericht über eine Gedenkfeier für die ermordeten Polizisten! Obama hat es richtig formuliert! Etwas, das die Medien leider nicht wollen! Mit einer solchen einseitigen Gewichtung des offenbar latenten Rassismus in den USA, wird sich nichts ändern, im Gegenteil! Warum wurde bloss 7 (!) Mal meine persönliche Meinung nicht aufgeschaltet? Habe ich das Netiquette verletzt?
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  • Kommentar von Franz NANNI  (Aetti)
    @ Wuestner /Kuenzi, Ihr habt schon recht, nur der Rassismus ist von beiden Seiten aktiv.. nicht nur in den USA, auch im Rest der Welt! Und irgendwie natuerlich.. denn was man nicht kennt soll man nicht essen.. man koennte daran sterben.. das ist URINSTINKT! und genau so denkt das Unterbewusstsein.. die ANGST vor dem Andersartigen, das wenn genauer bekannt gar nicht andersartig ist.. aber zuerst muss man das erlernen, und das ist nicht einfach, wenn man sich absondert.. Ghetoisiert!
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    1. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      Herr Nanni, ich glaube nicht, dass ich unbewusst Angst vor dem Andersartigen habe, deshalb schrieb ich auch, es muss eine Gleichberechtigung zwischen Schwarz und Weiss geben. Rassismus ist Nicht nur von einer Seite. Ich konnte das gut beobachten, als ich 2 Jahre In der Nähe von New York gelebt habe. So habe ich es empfunden und so ist noch heute meine Meinung. Nur das Rassismus inzwischen auf der ganzen Welt enorm zugenommen hat.
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  • Kommentar von Franz NANNI  (Aetti)
    Als Praesident John F. Kennedy 1963 in Dallas das Flugzeug verliess, sagte er zu seiner Frau Jackie: " Nun kommen wir in die Stadt der Verrueckten..." .. wie wahr, er wurde auf der Fahrt durch Dallas erschossen.. und man hat den echten Moerder heute noch nicht.. Und so hat sich nichts geaendert, nur die Erschossenen sind Andere..
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