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Dominik Straub, Journalist in Rom: «Das ist ein Wagnis, das man eingehen kann»
Aus Info 3 vom 10.05.2021.
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Öffnungsschritt am Samstag So soll der «Green Pass» für Touristen in Italien funktionieren

Um im Kampf um Gäste nicht hinter Spanien und Griechenland anzustehen, führt Italien einen eigenen Corona-Pass ein.

Das plant die italienische Regierung: Einen Aperitivo auf der Piazza trinken oder eine Pizza im Ristorante essen könnte bereits Ende Woche wieder möglich sein. Denn ab Samstag ist die Einreise nach Italien für Reisende aus der EU, aus Israel und den Vereinigten Staaten ebenso wie aus dem Schengenraum – und damit auch für Personen aus der Schweiz – wieder erlaubt, ohne dass man fünf Tage in Kurzquarantäne gehen muss.

So ist die Coronalage derzeit im Land: Die Situation in Italien hat sich deutlich beruhigt. Am Wochenende wurden noch 8200 Neuinfizierte gemeldet. Vor wenigen Wochen – also noch im April – waren es täglich zwischen 10'000 und 20'000 gewesen. Auch die Zahl der Toten sinkt rapide.

So soll die Öffnung funktionieren: Eingeführt wird ein sogenannter italienischer «Green Pass». Wenn man diesen vorlegt, kann man ohne Quarantäne einreisen. Die Bedingungen für diesen Pass ähneln jenen des Impfpasses, der auf europäischer Ebene geplant ist: Man muss entweder zweimal geimpft sein bei den Vakzinen, von denen es zwei Dosen braucht. Oder man muss nachweisen, dass man von Covid-19 genesen ist. Die dritte Möglichkeit ist ein negatives Testresultat, das nicht älter ist als 48 Stunden.

So kommt man zu einem «Green Pass»: Das genaue Prozedere für Ausländerinnen und Ausländer hat die Regierung noch nicht bekannt gegeben. Was man aber bis jetzt weiss: Es reicht offenbar, wenn man an der Grenze ein Attest von seinem Hausarzt, seiner Hausärztin oder von einem Spital vorweist, das bestätigt, dass man geimpft oder genesen ist.

Deshalb prescht Italien jetzt vor: Der Tourismus ist mit 13 Prozent des Bruttosozialprodukts von absolut zentraler Bedeutung für das Land. Und Italien hat schon letztes Jahr sehr stark gelitten unter der Pandemie. Das Problem ist, und das hat Ministerpräsident Mario Draghi auch so gesagt: Italien steht in Konkurrenz zu anderen Ländern, wenn es ums Buchen der Sommerferien geht. Nach Griechenland und Spanien kann man bereits ohne Quarantäne einreisen. Deshalb will man nun gleich lange Spiesse schaffen.

Diese Regeln bleiben bestehen: Virologen sagen, man müsse aufpassen. Dass Italien jetzt die Einreisebedingungen lockere, dürfe nicht falsch verstanden werden. Die Maskenpflicht bleibt bestehen, und auch die Distanzregeln sollen weiterhin eingehalten werden. Vorläufig bleibt auch noch die nächtliche Sperrstunde von 22 Uhr bis 5 Uhr in Kraft, wobei diese, so wie die Lage momentan aussieht, wahrscheinlich in einer Woche zumindest um eine oder zwei Stunden in Richtung Mitternacht verschoben werden wird.

Info 3, 10.05.2021, 12:00 Uhr;

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31 Kommentare

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  • Kommentar von Philipp Notter  (Phil1)
    «Deshalb prescht Italien jetzt vor»
    Finde eher, dass die italienischen Behörden zu spät und viel zu zaghaft reagierten. Das Land braucht dringend Devisen und eine Aufhebung aller Verbote, die das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben einschränken. Sonst stirbt unser Nachbar…
  • Kommentar von Sandro Pacchioni  (pasa)
    Alle die sagen wie schön es
    ist, ohne Impfung unterwegs zu sein, ihr wisst schon, früher oder später müsst auch ihr eine Impfung abholen spätestens wenn's ihr ins Altersheim wollt.
    Bis dann bleibt's X-und....
  • Kommentar von Rolf Schurter  (Rolf vom Tsigervisse)
    Nun müsste auch die Schweiz nachziehen: insbesondere Schweizer die ohne Test (geimpft, genesen) ins Ausland fliegen können, müssen genau so auch wieder zurück fliegen dürfen.