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Ein Debakel für die FPÖ und Strache zeichnet sich ab
Aus Tagesschau vom 11.10.2020.
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Österreich Debakel für HC Strache bei der Landtagswahl in Wien

  • Bei der wichtigsten Wahl dieses Jahres, der Landtagswahl in Wien, sind die Sozialdemokraten laut ORF Hochrechnungen auf der Siegesspur. Die SPÖ von Bürgermeister Michael Ludwig kann mit 42 Prozent der Stimmen rechnen.
  • Die rechte FPÖ verliert im Vergleich zum Rekordergebnis von 2015 zwei Drittel ihrer Wähler und kommt nur noch auf 7.7 Prozent.
  • Der ehemalige FPÖ-Parteichef Heinz-Christian Strache muss um den Einzug ins Landesparlament zittern.
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Bleibt Wien rot?
02:47 min, aus Echo der Zeit vom 11.10.2020.
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Bei der Kommunalwahl in Wien liegen die Sozialdemokraten laut ORF-Hochrechnungen klar in Führung. Die traditionell in Wien schwache Volkspartei (ÖVP) hat demnach 9.5 Prozentpunkte gewonnen und kommt mit 18.8 Prozent auf den zweiten Platz. «Wir sind von Platz vier auf Platz zwei vorgerückt und haben den grössten Zugewinn in der Geschichte der ÖVP erreicht», sagte Spitzenkandidat und Finanzminister Gernot Blümel erfreut.

Die rechtspopulistische FPÖ ist hingegen nach der Ibiza-Affäre rund um ihren Ex-Chef Heinz-Christian Strache im vergangenen Jahr um 20.8 Prozentpunkte auf 10.0 Prozent abgestürzt.

Der über die Affäre gestürzte frühere Vizekanzler Strache ist mit seiner neu gegründeten Partei «Team HC Strache – Allianz für Österreich» laut Hochrechnungen auf 3.6 Prozent gekommen und würde damit den Einzug ins Wiener Stadtparlament verfehlen.

Für Strache war die Landtagswahl eine erste Nagelprobe für sein politisches Comeback. Ursprünglich hatte er ein zweistelliges Ergebnis in seiner Heimatstadt angestrebt. «Wenn wir den Einzug nicht schaffen sollten, könnte das das Ende von Straches politischer Karriere sein», sagte ein Mitglied seines Teams der Zeitung «Kurier». «Es gibt keinen Plan B», sagte Karl Baron vom Team HC Strache im ORF.

Endergebnisse am Montag oder Dienstag

Die Grünen, die derzeit mit der SPÖ in Wien regieren, konnten laut Hochrechnungen ihren Anteil um 2.3 Prozentpunkte auf 14 Prozent verbessern. Die liberalen Neos erreichten 8.0 Prozent.

Insgesamt waren heute unter strengen Corona-Vorschriften rund 1.3 Millionen Wahlberechtigte aufgefordert einen neuen Landtag zu wählen. 100 Sitze hat das Landesparlament in der österreichischen Hauptstadt. Bis zum amtlichen Endergebnis kann es noch bis Dienstag dauern. Die mehr als 380'000 Wahlkarten werden erst am Montag ausgezählt. Die Hochrechnungen berücksichtigen allerdings bereits das voraussichtliche Abstimmungsverhalten der Briefwähler.

Tagesschau, 11.10.2020, 19:30 Uhr;

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41 Kommentare

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  • Kommentar von Fritz Meier  (FriMe)
    Good News from Vienna - gratuliere. Vor allem, dass der scheinheilige Patriot, welcher, wäre er heute Bundeskanzler, das Land an eine fremde Macht verkauft hätte, nochmals verloren hat, ist ein starkes Zeichen und spricht für die dortige Wählerschaft.
  • Kommentar von Peter Beutler  (Peter Beutler)
    Eindeutiger Rutsch nach Rotgrün. Der ÖVP gelang es nicht einmal die Hälfte der Verluste der FPÖ aufzufangen. Nach Vorliegen der Ergebnisse der Urnenwahl und den hochgerechneten Briefwahlstimmen: SPÖ rund 43% (+3,4%), GRÜNE 14% (+2 %), linksliberale NEOS: 7,3% (+1,1%), politische Rechte: ÖVP 19,3% (+10%); FPÖ 8,1% (-22,7%). Sitze: SPÖ und GRÜNE: 62 (+8). Nationalratswahlen Herbst 2019: SPÖ 27,1%; ÖVP 24,6%; GRÜNE 20,7%; FPÖ 12.8%; NEOS 9,9%. SPÖ: +15,8%! Wien ist röter geworden.
    1. Antwort von Paul Wagner  (päule)
      Bitte, Herr Beutler, nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Herbst 2019 war eine nationale Wahl mit total anderen Kandidaten. Wenn schon, dann mit der Wien-Wahl 2015 (mitten in der Flüchtlingskrise) vergleichen.
      Primär wurden heuer die FPÖ-Stimmen auf die verschiedenen Parteien aufgesplittet. Sehr viele ex-FPÖler haben offenbar nicht mehr gewählt und dass die ÖVP dabei am meisten abschöpfen kann ist logisch - die sind sich inhaltlich am nächsten. Das Fazit trifft allerdings zu - Wien ist röter.
  • Kommentar von Walter Schär  (Fakten)
    Die massiven Zugewinne der ÖVP ( mehr als SPÖ und Grüne zusammen) und Platz zwei bei der Wien-Wahl ist eine Bestätigung für den „türkisen Weg“ von Sebastian Kurz.