- Am zweiten Tag des Papst-Besuchs in Spanien haben sich am Morgen rund 1.2 Millionen Menschen im Zentrum der Hauptstadt Madrid versammelt. Die Zahl melden Nachrichtenagenturen.
- Papst Leo XIV feierte eine Messe unter freiem Himmel.
- Bereits am Samstagabend hatte Papst Leo auf der Plaza de Lima in Madrid an einer grossen Veranstaltung gesprochen – vor gut einer halben Million mehrheitlich junger Menschen.
Der Papst war am Samstag zu einem sechstägigen Aufenthalt in Spanien eingetroffen. Der Pontifex besucht während der Reise die Hauptstadt Madrid, Barcelona und die Kanarischen Inseln.
Am Samstagabend sprach das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche auf der Plaza de Lima in der spanischen Hauptstadt Madrid vor Hunderttausenden Jugendlichen bei der Jugend-Vigilie. Spanische Behörden schätzten die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf rund 500'000, die Organisatoren sprachen von 600'000.
Bei seiner ersten Grossveranstaltung hat Papst Leo Hunderttausende Jugendliche aufgerufen, Hoffnungsträger gegen Krieg und Lüge zu sein.
Auftakt mit Besuch beim Königspaar
Der Papst wurde zum Auftakt seiner Spanienreise von König Felipe VI. und Königin Letizia empfangen.
Bei einer Begegnung mit Vertretern des Staates, der Zivilgesellschaft und ausländischen Diplomaten in Madrid bedauerte der Papst, dass «die Botschaft des Friedens in diesen Zeiten leider für manche naiv und für andere provokativ klingt».
Leo bedankt sich für die «Treue zum Völkerrecht»
«Die Versuchung, durch das Schüren von Polarisierungen an Popularität zu gewinnen, scheine eher zu- als abzunehmen», beklagte der Papst. Die Menschenwürde werde weiterhin verletzt, fügte Leo hinzu.
Der Pontifex dankte Spanien für die «Treue zum Völkerrecht und zum Multilateralismus». Statt «spaltender und polarisierender» Äusserungen über die Gegenwart müsse man von «fruchtlosen Vereinfachungen zu einer fruchtbaren Anerkennung ihrer Komplexität» gelangen.
Treffen mit Opfern sexuellen Missbrauchs in katholischen Kirchen
Inzwischen kündigte der Vatikan auch an, dass sich der Papst mit Opfern sexuellen Missbrauchs in katholischen Einrichtungen treffen werde. Dies hatten Opferverbände gefordert. Leo selbst bezeichnete die Missbrauchs-Skandale auf dem Hinflug als «offene Wunde» der katholischen Kirche.
Papst Leo XIV. auf Spanienreise
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Bild 1 von 12. Papst Leo hat bei seinem Besuch in Spanien eine Messe unter freiem Himmel in Madrid abgehalten. Bildquelle: EPA/BORJA SANCHEZ-TRILLO.
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Bild 2 von 12. Anwesend waren auch Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez, König Felipe VI., Königin Letizia, Kronprinzessin Leonor und weitere Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft. Bildquelle: REUTERS/Violeta Santos.
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Bild 3 von 12. Nach offiziellen Angaben haben rund 1.2 Millionen Menschen an der Messe teilgenommen. Bildquelle: REUTERS/Mohammed.
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Bild 4 von 12. Bereits im Vorfeld hatten sich knapp 400.000 Menschen aus dem In- und Ausland für die Teilnahme registriert. Bildquelle: AP Photo/Alessandra Tarantino.
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Bild 5 von 12. Es war die bisher grösste Menschenmenge bei einer Messe Leos, seit der US-Amerikaner im Mai vergangenen Jahres zum Papst gewählt wurde. Bildquelle: Simone Risoluti /Vatican Media/Handout.
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Bild 6 von 12. Papst Leo XIV. ist zum Auftakt seiner mehrtägigen Spanienreise von König Felipe VI. und Königin Letizia in Madrid empfangen worden. Bildquelle: REUTERS / Yara Nardi.
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Bild 7 von 12. In Madrid sprach Papst Leo zu Hunderttausenden Jugendlichen. Bildquelle: EPA/JJ GUILLEN.
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Bild 8 von 12. Am Samstag warten die Menschen auf dem Place de Lima in der spanischen Hauptstadt Madrid auf die Ankunft des Pontifex. Bildquelle: AP Photo/Bernat Armangue.
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Bild 9 von 12. «Die Versuchung, durch das Schüren von Polarisierungen an Popularität zu gewinnen, scheine eher zu- als abzunehmen», beklagte der Papst. Bildquelle: EPA/JuanJo Martin.
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Bild 10 von 12. Vor dem königlichen Palast wird der Papst von König Felipe und Königin Letizia empfangen. Später dankt er Spanien für die «Treue zum Völkerrecht und zum Multilateralismus», statt «spaltender und polarisierender» Äusserungen – ein Seitenhieb gegen Trump? Bildquelle: REUTERS / Yara Nardi .
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Bild 11 von 12. Aus dem Papamobil winkt er der Menge in Madrid zu. Auf der mehrtägigen Reise will er unter anderem den Jesus-Turm der Sagrada Família segnen, aber auch Missbrauchsopfer der katholischen Kirche treffen. Bildquelle: Reuters / Alejandro Martinez Velez.
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Bild 12 von 12. Auf dem Hinflug signiert der Papst fleissig für die Journalistinnen und Journalisten – wie hier einen Baseball. Leo XIV. war viele Jahre in Peru als Missionar und Bischof tätig und spricht ausgezeichnet Spanisch. Bildquelle: Reuters / Alessandra Tarantino.
Auch Spaniens König Felipe VI. hatte bei seiner Begrüssungsrede für den Papst «den Schmerz, der durch die Missbrauchsfälle verursacht wird», angesprochen und eine Wiedergutmachung als unerlässlich für die Opfer bezeichnet.
Aufenthalt in Madrid, Barcelona und auf den Kanarischen Inseln
Unter dem Motto «Erhebt den Blick» besucht der Papst bei dem rund einwöchigen Aufenthalt in Spanien nach der Hauptstadt Madrid auch Barcelona und die Kanarischen Inseln.
Für den US-Amerikaner, der seit Mai vergangenen Jahres an der Spitze der katholischen Kirche steht, ist es der erste Besuch in einem grösseren europäischen Land ausserhalb Italiens. Leo spricht fliessend Spanisch, nachdem er viele Jahre in Peru als Missionar und Bischof tätig war.