Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Ausgangslage in Israel ist offen abspielen. Laufzeit 01:48 Minuten.
01:48 min, aus HeuteMorgen vom 09.04.2019.
Inhalt

Parlamentswahlen in Israel Gut vernetzter Staatsmann oder ehemaliger Oberbefehlshaber?

Über sechs Millionen Stimmberechtigte in Israel sind aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Doch im Wahlkampf ging es weniger um Parteien und Inhalte, sondern vor allem um die Frage: Gibt es eine vierte Amtszeit für Premierminister Benjamin Netanjahu? Ob er mit seiner Likud-Partei die Wahlen gewinnen wird oder doch sein Herausforderer Benny Gantz – das wagt niemand vorauszusagen.

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu.
Legende: Premierminister Benjamin Netanjahu will noch einmal vier Jahre weiterregieren. Keystone

Viele Wählerinnen und Wähler in Israel entscheiden sich erst in letzter Minute. Dieses Mal gab es laut Umfragen fast eine Million Unentschiedene – jeder sechste Stimmberechtigte also. Deshalb kämpften die Kandidaten bis zur letzten Minute vor allem um sie.

Der Herausforderer von Benjamin Netanjahu, Benny Gantz.
Legende: Der Herausforderer von Benjamin Netanjahu, Benny Gantz. Keystone

Allen voran Premierminister Netanjahu, der nach zehn Jahren im Amt noch einmal vier Jahre weiterregieren will. Ihm war in den letzten Stunden vor dem heutigen Wahltag fast jedes Mittel recht. Und immer wieder verwies Netanjahu auf seinen besten und mächtigsten Freund: US-Präsident Donald Trump, der als erster Staatschef Jerusalem als ungeteilte Hauptstadt Israels anerkannt und die US-Botschaft dorthin verlegt hat.

Im Wahlkampf ging es kaum um Frieden

Gegen den erfahrenen und gut vernetzten Staatsmann Netanjahu anzukämpfen – das war für Herausforderer Gantz nicht einfach. Der ehemalige Oberbefehlshaber des israelischen Heeres versuchte sich als knallharter Verteidiger der Sicherheit Israels und als Saubermann, der Amtszeitbeschränkungen für das höchste Amt einführen will, zu präsentieren. Dies, um Korruption zu bekämpfen, wie sie jetzt Netanjahu in einer Strafuntersuchung vorgeworfen wird. Und ganz kurz probierte er es auch mit einer Friedensbotschaft: Es sei keine Schande, sich um Frieden zu bemühen.

Es ging im Wahlkampf aber nicht um Frieden, auch kaum um soziale Probleme oder Anliegen, sondern fast nur um Sicherheit.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Ueli von Känel (uvk)
    Hoffentlich kann Netanjahu nicht noch eine 4 Amtszeit anschliessen. Zu falkenhaft war seine Politik, zu sehr konzentriert auf die Siedler, die z. T.mit illegalen Methoden an ihr Land gekommen sind. Die Sicherheit ist natürlich wichtig; es geht nicht an, dass sich Israel immer wieder von Raketen der Hamas beschiessen lassen muss.Aber gleichzeitig sollte mit gemässigten Palestinensern eine Friedenspolitik angestrebt werden. Netanjahu verweigert sich hier.Wie stände es mit Gantz als ehem. General?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von David Arnold (darnold)
    Hoffe, dass Netanyahu nicht nochmals gewinnt. Zu fahl ist der Nachgeschmack von Aktionen wie seines "Krieg-gegen-Iran" tweets oder seine Bühnenshow über angebliche Atomprogrammbeweise (welche keine waren). Und schon zu Beginn: Rabin wäre für den Friedensprozess wohl deutlich förderlicher gewesen - aber mit haltlosen Anschuldigungen kommt man in der Politik bekanntlich weiter.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Haller Hans (H.Haller)
    Israel ist mit ehemaligen Generälen in der Regierung immer recht gut gefahren. Zur Erinnerung, auch Rabin war ein Oberbefehlshaber damals im 6-Tage Krieg. Und die Truppe ist eben nicht nur die Truppe, sondern das sind auch Wähler, die den betreffenden wahrscheinlich auch näher kennen und selbigen auch einschätzen können. Da hat es ein Neuling, der vielleicht auch nur von den Medien hochgejubelt wird, halt schon etwas schwieriger.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen