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Proteste gegen Abtreibungsgesetz in den USA
Aus Tagesschau vom 03.10.2021.
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Proteste am Samstag Tausende in den USA wehren sich gegen Abtreibungsverbote

  • Tausende Menschen haben am Samstag in der US-Hauptstadt Washington und anderen Städten des Landes für das Recht auf Abtreibung demonstriert.
  • Eine Gruppe zahlreicher Organisationen hatte nach eigenen Angaben zu Demonstrationen in allen US-Bundesstaaten aufgerufen.
  • In Washington zogen die Demonstranten vor das Oberste Gericht, das sich bald mit einem erneuten Versuch befassen wird, das aktuelle Recht auf Abtreibungen in den USA zu kippen.
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Aus dem Archiv: Strenges Abtreibungsgesetz in Texas bleibt
Aus Tagesschau vom 02.09.2021.
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Für Anfang Dezember ist im Supreme Court eine mündliche Verhandlung zu einem entsprechenden Rechtsstreit aus dem Bundesstaat Mississippi angesetzt. In dem Fall wird versucht, die wegweisende Entscheidung des Obersten Gerichts aus dem Jahr 1973 rückgängig zu machen, mit der Abtreibungen landesweit für rechtens erklärt worden waren.

Supreme Court deutlich konservativer

Ein Gesetz in Mississippi, das bisher von Gerichten blockiert wurde, verbietet Abtreibungen nach der 15. Schwangerschaftswoche. Der Bundesstaat verlangt inzwischen auch, die Supreme-Court-Entscheidung im Fall Roe v. Wade aus dem Jahr 1973 generell zurückzunehmen.

Der Streit über das Recht auf Abtreibung beschäftigt die Gerichte und die Gesellschaft in den USA seit Jahrzehnten. Es ist nicht das erste Mal, dass Roe v. Wade zu kippen droht – aber jetzt scheint die Möglichkeit so gross wie selten zuvor. Denn unter dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump ist der Supreme Court deutlich konservativer geworden.

Zuletzt sorgte in den USA ein neues Gesetz im Bundesstaat Texas für grosse Empörung: Es verbietet fast alle Abtreibungen, sobald der Herzschlag des Fötus festgestellt worden ist. Viele Frauen wissen zu diesen Zeitpunkt gar nicht, dass sie schwanger sind.

Der Supreme Court hatte einen Eilantrag gegen das Gesetz abgewiesen. Zwar hat er dabei nicht in der Sache an sich geurteilt. Viele fürchten aber, dass die Entscheidung erahnen lässt, wie das Gericht im Mississippi-Fall entscheiden wird.

SRF 4 News, 03.10.2012, 01:00 Uhr;

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25 Kommentare

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  • Kommentar von Samuel Röthlisberger  (S.Roethlisberger)
    Als Vater finde ich den Gedanken an eine Abtreibung schlimm. Aber ich bin nicht naiv. Auch wenn es verboten ist, wird es getan. Oft unter fragwürdigen Umständen. Dann doch lieber einen angemessenen gesetzlichen Rahmen schaffen.
    Was in den USA passiert ist tiefstes Mittelalter.
  • Kommentar von Markus Berchtold  (marktold)
    Oft hört man es sei ein Recht der Frauen. Es sei ihr Körper.
    Hat den das ungeborene Kind auch Rechte?
    Hat der Vater auch Rechte? Kann eine Vater eine Abtreibung verhindern? Ist ja auch sein Kind.

    Und aus aktuellem Anlass, wenn eine Frau bestimmen darf, dass sie bis in die 8 Woche eine Abtreibung vornehmen darf, darf sich auch bestimmen, ob sie sich impfen lasse möchte -> und schon steigt der Blutdruck - Sorry :-)
    1. Antwort von Franziska Stäheli  (Franziska Stäheli)
      Nein, meinem Blutdruck geht es dementsprechend ( medis, blutverdünner wegen Covid19 :-)

      Also der potenzielle Vater hat während des Geschlechts Akt aktiv " Mitsprache recht"( ich bitte sie an diesem Punkt an alle Vergewaltigungs Opfer zu denken)
      Ein Mann hat kein recht über den Kopf der Frau hin zu entscheiden.
      Und da man bis zirka zum 4 Monat nicht von einem baby sondern zu recht von einem fötus spricht, erledigt sich ihre polemische Frage nach dem Mitsprache recht des "Kindes". Mfg
    2. Antwort von Walter Liechti  (Walimann)
      Bis zur 12. Schwangerschaftswoche hat ein Embryo in der Schweiz keinerlei Rechte. (Fristenlösung) Das heisst, die schwangere Frau kann selbst entscheiden, ob sie das Kind austragen oder abtreiben will.
    3. Antwort von Leon Turcan  (Leon3103)
      Darf eine Frau ja auch beides, oder haben sie schon nur eine Person in der Schweiz gesehen, die von ihrem Hausarzt ans Bett gefesselt und gewalttätig Zwangsgeimpft wurde? Wenn sie auf die Zertifikatspflicht anspielen, sei gesagt, dass Schwangerschaft nicht ansteckend ist. Der Vater kann dem Willen der Mutter nichts entgegnen, schliesslich kann die Mutter auch nichts sagen, wenn der Vater "mal schnell kippen holt", oder?
  • Kommentar von Markus Berchtold  (marktold)
    Da ich es gar nicht schätze, wenn Aussagen nicht überprüft werden können hier die links zu den Schwangerschaftsabbrüchen in der Schweiz

    2020 : 11'143 Abbrüche
    2020: 85'914 Lebendgeburten

    11.4 % aller Schwangerschaften in der Schweiz werden terminiert!

    https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/gesundheit/gesundheitszustand/reproduktive/schwangerschaftsabbrueche.html

    https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/bevoelkerung/geburten-todesfaelle/geburten.html
    1. Antwort von Urs Müller  (Jackobli)
      Sehr schöne Quellenangabe, Herr Berchtold.
      Möchten Sie uns noch mehr darüber mitteilen?
      Ich finde es zB ok, dass die Abort-Rate pro 1000 Frauen bei den unter Zwanzigjährigen seit 2004 sehr stark gesunken ist. Und bei den Älteren insgesamt auf dem selben Niveau geblieben ist.