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Legende: Video Demonstrant in Paris schwer verletzt abspielen. Laufzeit 01:12 Minuten.
Aus Tagesschau vom 09.02.2019.
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Proteste der «Gelbwesten» Mann wird bei Demonstration in Paris schwer verletzt

  • Bei Protesten von «Gelbwesten» in Paris ist ein Mann schwer verletzt worden.
  • Er verlor bei dem Zwischenfall offenbar mindestens vier Finger, wie der Sender BFM TV unter Berufung auf die Polizei berichtete.
  • Aktivisten der «Gelbwesten»-Bewegung gehen seit Mitte November immer wieder gegen die Politik von Präsident Emmanuel Macron auf die Strasse.

Mehrere hundert Menschen kamen zum 13. Protesttag der «Gelbwesten» in Paris zusammen. Ein Zwischenfall in der Nähe des Parlamentsgebäudes forderte dabei einen Schwerverletzten.

Sicherheitskräfte setzten laut Augenzeugen Tränengas und Blendgranaten ein, um die Demonstranten vom Parlamentsgebäude zurückzudrängen. Ein Fotograf der «Gelbwesten» habe eine heranfliegende Granate mit der Hand abwehren wollen, die daraufhin explodiert sei. Berichten zufolge, soll er dabei mindestens vier Finger verloren haben. Aus Polizeikreisen verlautete zudem, der Mann habe eine Blendgranate der Polizei zurückwerfen wollen.

Beteiligung nimmt ab

Die Demonstranten zogen vom Triumphbogen über die Champs-Elysées in Richtung Eiffelturm. Kundgebungen waren auch in anderen Städten angekündigt. Die Beteiligung an den seit fast drei Monaten anhaltenden «Gelbwesten»-Protesten war zuletzt zurückgegangen.

Bis zum Abend zählte das französische Innenministerium 51'400 Demonstranten, davon rund 4000 in Paris. Am Samstag vor einer Woche gingen nach Angaben des Ministeriums 58'600 Menschen gegen die Politik von Präsident Emmanuel Macron auf die Strasse, 10'500 in der Hauptstadt. Die «Gelbwesten» selbst sprachen allerdings von 116'000 Demonstranten. Zum Start der Protestbewegung waren es Mitte November noch mehr als 280'000 gewesen.

Nationaler Dialog

Die Proteste entzündeten sich an Plänen der Regierung, die Benzinpreise zu erhöhen, und wuchsen sich aus zu Massendemonstrationen gegen Macron und seine Wirtschaftspolitik insgesamt. Als Reaktion auf die Proteste hat Macron einen sogenannten nationalen Dialog begonnen, in dem er sich unter anderem in Diskussionsveranstaltungen Bürgern stellt.

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30 Kommentare

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  • Kommentar von Paul Schoenenberger  (Beaumont)
    Die Ironie in meiner Intervention wurde anscheinend nicht verstanden.
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  • Kommentar von werner zuercher  (Werner Zuercher)
    Macron will seinem Volk mit Hilfe der medialen Hofschranzen Sand in die Augen streuen. Mit Scheinzusagen die Gelbwesten von der Straße holen! Angeblich haben gestern nur einige hundert Menschen demonstriert. Im ganzen Land wenige tausend! Angeblich in Serbien viele zehntausend. Man will Wissen das heute in Rom viele hunderttausend demonstrieren! Serbien und Italien haben rechtsbürgerliche Regierungen. Gut, das es die alternativen Medien gibt! Man wäre den Hofschranzen völlig ausgeliefert!
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    1. Antwort von Norbert Zehner  (ZeN)
      Andernorts ist zu lesen: "nach Angaben des französischen Innenministeriums 58'600 Menschen gegen Politik von Macron auf Strasse gingen". Wie haben wohl diese Beamten auf 100 oder 0.2% genau gezählt? Gilet-Jaunes selber sprachen von rund 110'000, zeigt wie weit realitätsnäher "einfachen" Leute sind. Noch zur Politik Macron's: die ist vielmehr was aus EU Brussels kommt, wo Macron der Vorzeige-EU-Umsetzer sein will, um den "deep-state" Beamtenapparat hinter sich zu scharen.
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  • Kommentar von Paul Schoenenberger  (Beaumont)
    Seit 13 Wochen greift die Polizei jeden Samstag friedliche Spaziergaenger mit Waffengewalt an. Diesem verderblichen tun sollte ein Ende gesetzt werden.
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    1. Antwort von werner zuercher  (Werner Zuercher)
      Friedensprojekt EU! Die europäische Hofschranzen-Berichterstattung versucht ja die Gelbwestenbewegung kleinzureden und zu schreiben. Gestern in Paris nur noch einige Hundert. Aber in Serbien Zehntausende. Heute in Rom sogar viele hunderttausend! Melden die Hofschranzen Wahrsager! Ja klar, Serbien und Italien haben halt Regierungen die zuerst für die eigenen BürgerInnen schauen! Wahlversprechen einlösen. Das muss das Friedensprojekt EU mit allen Mittel verhindern! Das darf nicht Schule machen!
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    2. Antwort von Walter Matzler  (Wma)
      Friedliche Spaziergänger? Sind damit diejenigen, die die Proteste mit Ausschreitungen begleiten, Schaufenster einschlagen, Geschäfte plündern und Autos anzünden auch gemeint?
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    3. Antwort von Norbert Zehner  (ZeN)
      Die Gilet-Jaunes sind keineswegs "Spaziergänger", sie treibt die pure tägliche eigene Not auf die Strasse, nur am Wochenende, unter der Woche sind sie gezwungen zu arbeiten. Ganz im Gegensatz zu den "Klima-Streikern", die sind mitten in der Woche auf der Strasse, angestachelt von einer von Medien und NGO-Aktivisten eingeimpften "Weltklima-Not", wo vor allem alle anderen ihr Leben ändern müssten, nicht sie selber.
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