Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Proteste im Iran Iran dementiert Hinrichtungspläne

  • Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi hat in einem Interview mit Fox News Pläne für Hinrichtungen von Demonstranten dementiert.
  • Auch US-Präsident Donald Trump sagte, es gäbe keine Pläne mehr für die Hinrichtung von Demonstranten.
  • Trump hatte zuvor mit einer scharfen Reaktion gedroht, sollte das Regime in Teheran wie angekündigt Demonstranten exekutieren.

Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi sagte am Mittwoch, dass es «keine Pläne» seitens des Iran gebe, Menschen zu hängen, als er zu den Anti-Regierungs-Protesten in dem Nahost-Staat befragt wurde. «Es gibt überhaupt keine Pläne für Hinrichtungen durch Erhängen», sagte der Aussenminister in einem Interview mit Fox News . In der Islamischen Republik Iran werden Todesurteile in der Regel durch Hinrichtungen am Galgen vollstreckt.

Nachtprotest mit Menschenmenge um brennendes Feuer.
Legende: Seit zwei Wochen demonstrieren Menschen im Iran gegen die autoritäre Regierung. AP

«Hinrichtungen durch Erhängen kommen nicht in Frage», sagte er. Laut der in Norwegen ansässigen Iran Human Rights Society sind Hinrichtungen durch Erhängen in iranischen Gefängnissen weit verbreitet.

Auch Trump spricht von keinen Hinrichtungen

In einem Interview mit CBS News am Dienstag sagte US-Präsident Donald Trump, er werde «sehr harte Massnahmen» ergreifen, sollte der Iran damit beginnen, Demonstranten zu hängen, ging jedoch nicht näher auf seine Äusserungen ein. «Wenn sie sie hängen, werden Sie einiges zu sehen bekommen», sagte Trump.

Trump sagte am Mittwoch, ihm sei mitgeteilt worden, dass die Tötungen im Rahmen der Niederschlagung der Proteste durch die iranische Regierung nachliessen und er glaube, dass derzeit keine gross angelegten Hinrichtungen geplant seien. Die iranischen Justizbehörden hatten gestern rasche Prozesse gegen Demonstranten angekündigt.

Regimegegner werde nicht hingerichtet

Die in Norwegen ansässige Menschenrechtsgruppe «Hengaw» erklärte, Angehörige des Regimegegners Erfan Soltani hätten sie über die Aussetzung von dessen Exekution informiert. Dennoch bestünden weiterhin ernsthafte Bedenken hinsichtlich des Rechts auf Leben des 26-Jährigen.

Seit zwei Wochen demonstrieren Menschen im Iran gegen die autoritäre Regierung. Diese reagiert mit brutaler Härte. Inzwischen soll es 18'000 Verhaftete geben. Laut Menschenrechtsgruppen wurden mindestens 2500 Menschen getötet. Iranische Sicherheitskräfte würden direkt auf Demonstranten schiessen, berichten Augenzeugen.

SRF 4 News, 15.1.2025, 2 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel