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Prominente Lukaschenko-Gegner festgenommen
Aus Tagesschau vom 24.08.2020.
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Proteste in Weissrussland Zwei prominente Lukaschenko-Gegner in Minsk festgenommen

Nach den Massenprotesten in Weissrussland gegen Staatschef Alexander Lukaschenko hat die Sonderpolizei OMON zwei prominente Anführer der Demokratiebewegung festgenommen.

Olga Kowalkowa und Sergej Dylewski seien in der Hauptstadt Minsk in einen Gefangenentransporter gesteckt worden, teilte die Opposition mit. Die Behörden bestätigten die Festnahmen. Der Grund ist unklar.

Lukaschenko nicht dialogbereit

Lukaschenko hatte mehrfach gedroht, den Koordinierungsrat der Opposition zu zerschlagen. Er erklärte das Gremium, das einen Dialog mit dem Machtapparat anstrebt, für illegal. Kowalkowa und Dylewski arbeiten im Präsidium des Koordinierungsrates.

Lukaschenko drohte auch den Streikenden mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes. Dennoch hat die Opposition auch für heute zu neuen Streiks in den Staatsbetrieben aufgerufen.

Demonstrantin in Minsk
Legende: Die Proteste gegen den weissrussischen Präsidenten Lukaschenko sollen weitergehen. Hintergrund sind die Wahlen am 9. August. Die Opposition wirft Lukaschenko Wahlbetrug vor. Keystone

Die Gründung des Koordinationsrates hatte die Bürgerrechtlerin Swetlana Tichanowskaja angeregt. Die Opposition sieht die 37-Jährige als Siegerin der Präsidentenwahl vom 9. August. Dagegen hatte sich Lukaschenko zum sechsten Mal als Staatschef ausrufen lassen – mit 80 Prozent der Wählerstimmen.

Seit mehr als zwei Wochen gibt es in Weissrussland, auch Belarus genannt, Proteste und Streiks in den Staatsbetrieben gegen Lukaschenko. Am Sonntag waren nach Schätzungen unabhängiger Medien mehr als 200'000 Menschen auf den Strassen in Minsk, um seinen Rücktritt zu fordern. Das Innenministerium gab die Zahl dagegen mit maximal 20'000 an.

karte Weissrussland
Legende: SRF

Tagesschau, 24.08.2020, 12.45 Uhr;

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Alexander Weljaminoff  (AndererMeinung)
    Beunruhigend ist das absolute Fehlen von Informationen zu den gestrigen Demos in einigen Staatsbetrieben. So ganz harmlos dürfte das nicht zu Ende gegangen sein.
  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Wenn hier Russland "Zugreift" muss sich der Westen nicht wundern. Beinahe alle abgefallenen ehemaligen "Warschau-Pakt" Staaten wurden sofort in die NATO überführt. Der westen verfolgt daher nicht nur eine wirtschaftliche Ausweitung seiner Einflussphäre sondern auch gleich eine militärische.
    Wer könnte es da Russland verübeln seine Sicherheitszohne ebenfals neu etwas auszuweiten?
    1. Antwort von Fritz Meier  (FriMe)
      Die Zeiten der Imperial-Chauvinisten sollten im 21. Jh. definitiv der Geschichte angehören. Es hindert Sie niemand daran, nach Russland auszuwandern und Ihren CH-Pass mit einem Kreml-Pass zu tauschen. Alle ehem. WAPA-Staaten haben den Westen angefleht, in die EU/NATO aufgenommen zu werden. Der Westen wollte sie zuerst nicht mal aufnehmen. Und von „sofort“ kann keine Rede sein (2004). Für die Vergesslichen hier noch ein YT-Tipp: Blood Brothers - Why Lithuanians feel Ukraine's pain.
    2. Antwort von Reto Camenisch  (Horatio)
      P.Müller. Wenn Sie abfällig über Länder im Osten als Sicherheitszone schreiben, zeigt es nur Ihr Weltbild. Immerhin haben sich die meisten von der Sowjetunion befreit, und als souveräne Staaten andere Verbindungen aufgenommen, was jedem Land schlussendlich frei stehen sollte.
    3. Antwort von David Neuhaus  (Um Neutralität bemüht)
      @Müller, vielleicht diejenigen die hier bereits offen ihre Sympathie für Neo-Nazis bekundet haben indem sie von den rechtsextremen Battalione Azov, Aydar schwärmten und jetzt NATO-Propagandafilme im Stile Blut/Ehre/Vaterland bewerben?
  • Kommentar von Eva Wädensweiler  (E. W.)
    Die EU viele Demokratie-Defizite aufweist, sollte sie sich nicht einmischen.
    In der EU hat das Volk auch keine Stimme. Und wenn wie z. B. in GB das Volk einmal mit entscheiden darf, akzeptiert die EU das nicht. Dann war es auch Manipulation. Folge davon der Brexit & Rosenkrieg.
    Und Bilder einer Demonstration aus DE gesehen, "decken" sie sich 1 : 1 mit den Bildern aus WR.
    Viele friedliche Demonstranten stehen einer Mauer von Polizisten gegenüber, welche Pfefferspray od. Reizgas einsetzen.
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Die EU muss in erster Linie die Interessen ihrer Mitgliedstaaten vertreten und nicht die Interessen der Drittstaaten.
    2. Antwort von René Boelsterli  (Berto)
      Definitiv eine ganz andere Situation, nicht zu vergleichen.
      In DE gibt es keine systematische Folter und Verfolgung oppositioneller oder anders Denkenden. Die Bewegung in Belarus ist auch nicht erst kürzlich entstanden sondern seit Jahren gewachsen. Politiker welche nicht aus der Reihe tanzen werden ermordet oder inhaftiert.
    3. Antwort von kurt trionfini  (kt)
      Ich sehe den Staatspräsidenten von Weissrussland mit einer Schusswaffe in der Hand und frage mich, was dieses Geschwafel von der EU hier zu suchen hat. Punkt.