Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Inhalt

Sanktionen gegen Venezuela Wie lange hält Maduro noch durch?

Legende: Video «Maduro braucht frisches Geld» abspielen. Laufzeit 00:30 Minuten.
Aus News-Clip vom 04.03.2019.

Seit Ende Januar greifen die verschärften Sanktionen der USA gegen die venezolanische Regierung. Und sie betreffen Venezuelas wichtigsten Wirtschaftszweig – die Ölindustrie. Konkret müssen bisher Zahlungen auf Ölimporten in den USA auf Sperrkonten erfolgen. Maduro entgehen so täglich Einnahmen von über 300 Millionen Dollar. Experten sind sich einig: das muss früher oder später zum ökonomischen Kollaps des ohnehin schon klammen Landes führen.

Der staatliche Ölkonzern PdVSA muss nun neue Abnehmer für 500'000 Fass Öl pro Tag finden, die er bisher zu den Raffinerien der USA exportierte. Nach Indien konnte Venezuela seine Ausfuhren zwar leicht steigern. Gleichzeitig haben die US-Sanktionen aber dazu geführt, dass derzeit das Öl aus zehn Tagen Produktion in Tankern vor Venezuelas Küste liegt.

Die Raffinerien stehen weitgehend still. Für die Treibstoffproduktion müsste Venezuela sein schweres Öl mit importiertem leichtem Öl vermischen können.

Wirtschaft läuft noch einigermassen

Immerhin Russland hält Venezuela noch die Stange. Derweil verlegt die staatliche venezolanische Ölgesellschaft PdVSA ihre Europazentrale von Lissabon nach Moskau mit dem Ziel, deutlich mehr Öl an Russland verkaufen. Im Gegenzug hat der der Kreml umfangreiche Nahrungsmittellieferungen und Medikamente für Venezuelas notleidende Bevölkerung versprochen.

Auch wenn Experten seit Wochen das politische Ende Maduros voraussagen – der autoritäre Machthaber hält seine Wirtschaft immer noch einigermassen am Laufen. Laut inoffiziellen Schätzungen könnten die Treibstoffreserven noch für rund sechs Wochen reichen – also bis Mitte April.

Präsident Maduro hat diesen Donnerstag und Freitag schon mal zu Feiertagen erklärt – wohl in der Hoffnung, Sprit zu sparen.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

9 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Ursula Keller (Note)
    Anstatt "wie lange hält Maduro noch durch" sollte es in einer menschlichen Gesellschaft doch eigentlich heissen, wie können wir der Wirtschaft Venezuelas wieder auf die Sprünge helfen. Aber eben - wir können eben gleichzeitig mit Sanktionen dafür schauen, dass es dem Volk schlechter geht und dann zynisch hungernde Menschen in der Presse herumzeigen. Das System kennt eben keine menschlichen Regungen oder Menschenverstand, es hat nur Ziele und die Presse hat diesen Zielen gefälligst zu dienen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von R. Raphael (R.Raphael)
    Bitte entschuldigen Sie Herr Neuhaus das Versehen. Herr Serini war natürlich gemeint!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von R. Raphael (R.Raphael)
    Haben Sie es nicht gelesen Herr Neuhaus?? Venezuela entgehen 300 Mio. täglich wegen Sperrkonten und Beschlagnahmung Seitens des ewig heilsbringenden Hegemon! Grund: Einzig die Plünderung der Rohstoffe durch die US-Finanzelite. Wie lange wollen Sie dies negieren, resp. sich westlich manipulieren lassen??
    Ablehnen den Kommentar ablehnen