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International Sicherheitsalarm bei Trump-Rede

Schrecksekunde im US-Wahlkampf: Während eines Auftritts im Bundesstaat Nevada wurde Donald Trump von Sicherheitsbeamte von der Bühne gezogen, weil ihm offenbar Gefahr von einem Mann im Publikum drohte. Der verhaftete Mann war unbewaffnet.

Drei Männer in geduckter Haltung
Legende: Schrecksekunde in Reno: Sicherheitsbeamte drängten Donald Trump während einer Rede von der Bühne. Keystone

Sicherheitsalarm im US-Wahlkampfendspurt: Beamte des Secret Service haben den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump am Samstagabend in Nevada wegen einer mutmasslichen Bedrohung während seiner Rede von der Bühne gebracht.

Legende: Video Sicherheitsalarm bei Trump-Rede (unkomm.) abspielen. Laufzeit 0:29 Minuten.
Vom 06.11.2016.

«Er hat eine Waffe»

Danach kam es zu einem Handgemenge in der Nähe des Rednerpults. Im Fernsehen waren Bilder eines Mannes zu sehen, der von Sicherheitsbeamten abgeführt wurde. Trump kam wenige Minuten später auf die Bühne zurück und setzte seine Rede fort.

Augenzeugen schilderten nach Medienberichten, dass jemand im Publikum plötzlich gerufen habe: «Er hat eine Waffe.» Trump selber schirmte zunächst seine Augen mit der Hand und spähte in die Menge, als er dann von den Personenschützern von der Bühne gedrängt wurde.

Wie es weiter hiess, gab es zunächst keine Hinweise darauf, dass der festgenommene Mann tatsächlich eine Waffe bei sich getragen hatte.

Secret Service: Weitere Untersuchungen

Der für den Schutz der Kandidaten zuständige Secret Service teilte mit, zu dem Vorfall sei es gekommen, als jemand in der Menge das Wort «Waffe» gerufen habe.

Die Person sei umgehend ausfindig gemacht und durchsucht worden. Doch weder bei ihr noch in der unmittelbaren Umgebung sei eine Waffe gefunden worden. Die Angelegenheit werde weiter untersucht. Trump dankte Secret Service und Polizei für deren «schnelle und professionelle Reaktion».

«Wir werden niemals gestoppt»

«Niemand hat gesagt, dass es leicht für uns werden würde. Aber wir werden niemals gestoppt werden. Niemals gestoppt», sagte Trump nach seiner Rückkehr auf die Bühne. Er dankte zugleich dem Secret Service. «Diese Leute sind fantastisch.» Hintergründe des Vorfalles in der Stadt Reno wurden zunächst nicht bekannt.

Vor der Wahl am Dienstag liegt Trump in Umfragen knapp hinter seiner Konkurrentin Hillary Clinton von den Demokraten zurück. Beide versuchen derzeit durch Auftritte in hart umkämpften Bundesstaaten unentschlossene Wähler für sich zu gewinnen.

Clinton baut Vorsprung auf Trump aus

Zwei Tage vor der Präsidentenwahl in den USA liegt die demokratische Kandidatin Hillary Clinton fünf Prozentpunkte vor dem Republikaner Donald Trump. Das zeigt eine Umfrage der Zeitung Washington Post und des Senders ABC. Clinton kommt auf 48, Trump auf 43 Prozent. Vergangene Woche lagen die beiden Kandidierenden in ähnlichen Umfragen noch praktisch gleich auf. Für die jüngste Erhebung befragt wurden 1685 Wahlberechtigte in der Zeit zwischen vom 1. bis 4. November.

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Marcel Chauvet (xyzz)
    Auf die Schnelle gefundene Original-Zitate von Donald Trump: "Hillary wants to abolish, essentially abolish the second amendmend. By the way and if she gets to pick If she gets to pick her judges nothing you can do, folks. Although the second amendment people, maybe there is. I don't know." "Ich könnte mitten auf der 5th Avenue stehen und auf jemanden schießen und ich würde trotzdem keine Wähler verlieren". Trump ist unterirdisch primitiv und zu jeder Schandtat bereit.
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Bei dieser Wahl könnte es eine extrem niedrige Wahlbeteiligung geben, denn es scheint, als sind viele Amerikaner mit keinem der beiden Kandidaten einverstanden. Auch viele Afroamerikaner können sich nicht mit H. Clinton identifizieren, genauso wie Menschen, die das Eingreifen im Nahen Osten verurteilen. Wenn also wenige Leute pro H. Clinton, auch wenn sie contra D. Trump, sind und als Folge nicht wählen gehen, könnte er gewinnen. Das dürfte ohnehin sein Ziel sein.
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    1. Antwort von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
      2) Nicht die Wähler von seiner Eignung zu überzeugen, sondern H. Clinton so zu diffamieren, dass der Zweifel an ihr so stark ist, dass man nicht für H. Clinton wählen geht. Und da liegt auch schon die Krux des Zweiparteiensystems und des präsidentiellen Systems.
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  • Kommentar von Patrick Frei (Freidenker)
    Nur einer trug eine Waffe? Wirklich eine beunruhigende Situation!
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