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So reagiert Trump «Diese Leute sind verrückt»

  • Donald Trump hat erwartungsgemäss ungehalten auf das gegen ihn eröffnete Verfahren reagiert.
  • Das Weisse Haus, aber auch viele republikanische Mitstreiter, machen ihrem Ärger auf dem Kurznachrichtendienst Twitter Luft.
  • Trump und seine Befürworter halten das angestrebte Verfahren für ein politisches Manöver der Demokraten.
Video
«Wir haben nichts falsch gemacht!» (engl.)
Aus News-Clip vom 19.12.2019.
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Über den Kurznachrichtendienst verbreitete der Präsident in der Nacht zum Donnerstag ein Schwarz-Weiss-Bild, auf dem er direkt in die Kamera blickt und mit dem rechten Zeigefinger in Richtung des Betrachters deutet. Darauf der Slogan: «In Wirklichkeit sind sie nicht hinter mir her, sie sind hinter Euch her. Ich bin nur im Weg.»

«Sie sind nicht hinter mir her»

Mit seiner Pose erinnert Trump an die Darstellung von «Uncle Sam» – der Personifizierung der USA – auf einem Poster aus dem Ersten Weltkrieg, das damals zur Rekrutierung von US-Soldaten verbreitet wurde.

Kriegs-Werbeplakat mit Uncle Sam.
Legende: Das Plakat stammt aus dem ersten Weltkrieg. In seiner Adaption durch Trump wird es mehrdeutig. Reuters

Seine Aussage lässt sich auf verschiedene Weise deuten. Einerseits hat sich Trump immer wieder als zu Unrecht verfolgtes Opfer einer «Hexenjagd» dargestellt und den Demokraten vorgeworfen, mit dem Impeachment der Demokratie den «Krieg» erklärt zu haben.

Andererseits könnte die dargestellte Geste darauf anspielen, dass die Gegner des Präsidenten – also die Abgeordneten der Demokratischen Partei – republikanische Wähler für sich gewinnen wollen.

Die beschämendste Episode in der Geschichte unserer Nation.
Autor: Stephanie GrishamSprecherin von Donald Trump

US-Präsident Donald Trump hat den oppositionellen Demokraten angesichts der gegen ihn erhobenen Amtsenthebungsklage in weiteren Tweets vorgeworfen, seinen Wahlsieg von 2016 «annullieren» zu wollen.

Die «radikale Linke» im Kongress sei von «Neid, Hass und Wut» auf ihn zerfressen, sagte Trump am Mittwochabend (Ortszeit) bei einem Wahlkampfauftritt in Battle Creek im Bundesstaat Michigan. «Diese Leute sind verrückt.»

«Höhepunkt einer der beschämendsten Episoden unserer Geschichte»

Die Anklagepunkte gegen Trump seien völlig illegitim und entbehrten jeder Grundlage. In dem gesamten «betrügerischen» Verfahren seien dem Präsidenten grundlegende Rechte verwehrt worden. Für Donald Trump Anlass, seine Wähler gar zu einem Gebet zu motivieren.

Wogen der Entrüstung bei den Republikanern

Trumps Twitter-Entrüstung folgten viele seiner Mitstreiter im Kongress, die ihm in der Debatte ausnahmslos die Stange hielten. So zum Beispiel Oklahomas Senator Jim Imhofe. Der 85-jährige Republikaner bezeichnet das von den Demokraten angestrebte Verfahren als «Schande für die meisten Bürger seines Staates».

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Reto Blatter  (against mainstream)
    Trotz Impeachment und Dauerangriffe der Linken steigen die Zustimmungsraten für diesen Präsidenten ungebremst. Dies weil er alles tut um das Wohl seines Landes zu verbessern. Das Militär wird zurückhaltend eingesetzt und dem Mittelstand geht es besser als je zuvor. Gerade bei Schwarzen und Latinos steigt die Zustimmung für Trump deutlich und liegt Stand heute bei 30%. Dies nicht zuletzt dank einer Arbeitslosigkeit von nur 3,5%. Aber positives zu berichten fällt offensichtlich schwer.
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  • Kommentar von Benedikt Walchli  (Baenzi)
    Jeder Versuch seit 2016 DT zu Austen hat den Dems mehr geschadet als DT selbst? Bemerkenswert ist auch, dass seine Popularitaet hoeher als OBs ist zum selben Zeitpunkt, und stetig am steigen ist trotz Impeachment Debakel.
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  • Kommentar von Florian Kleffel  (Hell Flodo)
    Diese ganze Geschichte wäre die Chance für eine/n jungen Republikaner/in, sich öffentlich gegen diesen Präsidenten auszusprechen und sich so als Kandidat/in für die Zukunft zu positionieren. Als Kandidat/in einer konservativen Basis, in deren Werten das Greifen zwischen Beine genauso wenig Platz hat wie das Erpressen von Menschen oder ganzen Ländern. Wer jetzt einen Karriereknick in Kauf nimmt, könnte in Zukunft profitieren. Oder vertritt Trump tatsächlich die heutigen konservativen Werte??
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    1. Antwort von Bruno Bär  (Wahrheitssucher)
      Ja, das ist erstaunlich, dass es keinen aufrichtigen Republikaner gibt, der sichgegen Trump stemmt. Ehrenwerte Argumente liegen zu Hauf vor. Leider ist McCain gestorben, offenbar der letzte Rep., der sich öffentlich gegen diesen Egomanen zu stellen wagte.
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