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«Willkommen zurück auf der Erde!»
Aus News-Clip vom 03.08.2020.
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«Splashdown» der SpaceX-Kapsel Hier kehren die US-Astronauten zurück auf die Erde

  • Zwei US-Astronauten sind wieder sicher zurück auf der Erde.
  • Robert Behnken und Douglas Hurley waren vor zwei Monaten im Raumschiff «Crew Dragon» zur Weltraumstation ISS gestartet.
  • Es war der erste bemannte Flug mit einer Rakete, die vom privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX von Elon Musk entwickelt worden ist.
  • Die Astronauten wasserten am Sonntagnachmittag mit der Kapsel «Endeavour» im Golf von Mexiko vor der Küste des US-Bundesstaates Florida.
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Aus dem Archiv: SpaceX dockt an
Aus News-Clip vom 31.05.2020.
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Liveaufnahmen der US-Raumfahrtbehörde Nasa zeigten die Wasserung, den sogenannten «Splashdown». Behnken und Hurley waren Ende Mai vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida aus gestartet. Das Raumschiff hatte zuvor von einer Geschwindigkeit von 28'000 Kilometern pro Stunde im Orbit auf 24 Kilometer pro Stunde abgebremst. Vier grosse Fallschirme hatten sich wie geplant am Ende des Sinkfluges geöffnet.

Kapsel.
Legende: Das Rettungsteam erreichte das Raumschiff kurz nach der Wasserung und brachte die beiden Astronauten mit Booten an Land. Keystone

Im Raumfahrtzentrum von «SpaceX» brach im Moment der Wasserung Jubel aus. Mike Heiman, Chief Operating Officer von SpaceX, begrüsste die Astronauten per Funk aus dem Kontrollraum: «Welcome back to planet earth – thank you for flying SpaceX.» («Willkommen zurück auf der Erde – danke, dass sie mit SpaceX geflogen sind.») Kommandant Doug Hurley antwortete: «Es war eine Ehre und ein Privileg.»

«Errungenschaft der Menschheit»

Elon Musk nach dem «Splashdown».
Legende:Elon Musk nach dem «Splashdown»Keystone

Nach der Rückkehr des von seiner Firma entwickelten Raumschiffs «Crew Dragon» von der ISS zur Erde hat sich SpaceX-Gründer Elon Musk euphorisch gezeigt.

Darüber könne sich die ganze Welt freuen und es als «Errungenschaft der Menschheit» betrachten, sagte er am Sonntag (Ortszeit). Dies sei eine neue Ära des Raumflugs und der Weltraumforschung. 18 Jahre sei an dem Projekt gearbeitet worden.

«Ich bin nicht sehr religiös, aber diesmal habe ich gebetet», sagte der Milliardär Elon Musk weiter, nachdem die beiden Astronauten sicher zur Erde zurückgekehrt waren.

Es war nach fast neunjähriger Pause das erste Mal, dass Astronauten von den USA aus zur Weltraumstation ISS flogen, und das erste Mal, dass sie von einem privaten Raumfahrtunternehmen befördert wurden. SpaceX, ein Unternehmen von Elon Musk (Tesla, PayPal), hatte zuvor nur Fracht zur ISS transportiert.

Astronaut Robert Behnken.
Legende: Astronaut Robert Behnken signalisiert «alles ok!» nach der Landung der SpaceX. Keystone

Flüge zur ISS waren von der Nasa schon für 2017 angekündigt gewesen – wegen technischer Probleme, Finanzierungsschwierigkeiten und Umstrukturierungen nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten war das Projekt aber immer wieder aufgeschoben worden.

Zuletzt waren im Sommer 2011 Astronauten mit der Raumfähre «Atlantis» zur ISS geflogen. Danach mottete die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa ihre Space-Shuttle-Flotte aus Kostengründen ein und war seither für Flüge zur ISS auf Russland angewiesen. Das war mit rund 80 Millionen Euro pro Flug in einer russischen Sojus-Kapsel nicht nur teuer, sondern kratzte auch mächtig am amerikanischen Ego.

SRF 4 News, 02.08.2020, 22:00 Uhr;

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Edwin Schaltegger  (Edwin Schaltegger)
    Herzliche Gratulation an das NASA- und SpaceX Team für diese grossartige technische Meisterleistung! Die nächsten grossen technischen Herausforderungen werden ein erfolgreicher "launch" des "James Webb Space Telescopes" und eine erfolgreiche Landung des "preseverance" Mars Rovers sein. Das "James Webb Space Telescope" wird ganz neue Dimensionen in der Beobachtung von Himmelskörpern eröffnen.
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  • Kommentar von Michel Koller  (Mica)
    Gratuliere. Nun sind wir also wieder auf dem Stand von vor gut 10 Jahren. Hat nur unzählige Milliarden gekostet. Ich habe nichts gegen die Raumfahrt aber so euphorisch stimmt mich die Geschichte nicht.
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  • Kommentar von Christian Szabo  (C. Szabo)
    Vorsprung durch Technologie. Damit wollen die USA die Menschheit dominieren. (Erzwungener) Technologietransfer hat die USA reich und mächtig gemacht. Durch Drohen, Gewalt und Propaganda sind die USA auf einem "guten" Weg. Bei vielen genügt heutzutage bereits ein Fingerschnipsen und man weiss, was zu tun ist. Mittelfristig führt die Beherrschung des erreichbaren Weltraums zur Rohstoff- und Transportwegkontrolle...ganz einfach und effizient.
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