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Legende: Audio Mexiko unternimmt grosse Anstrengungen gegen die Migration in die USA abspielen. Laufzeit 01:33 Minuten.
Aus HeuteMorgen vom 20.06.2019.
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Streit um Einwanderung Mexiko stoppt mehr Migranten vor US-Übertritt

Der Druck der USA scheint Wirkung zu zeigen: Mexiko verhaftet und führt so viele Migranten wie nie zurück.

Mexiko tue zu wenig gegen die steigende Zahl von Migranten aus Zentralamerika, welche versuchen, in die USA zu gelangen. Mit dieser Behauptung begründete US-Präsident Trump jüngst seine Drohung, Zölle gegen Mexiko zu verhängen.

Nun zeigen aber neuste Zahlen, dass Mexiko bereits seit einem halben Jahr seine Bemühungen verstärkt hat, Migranten auf ihrem Weg nach Norden zu stoppen.

Verhaftungen steigen rapide an

Tatsächlich werden in Mexiko zunehmend Menschen festgehalten, die ohne gültige Papiere durch das Land reisen, um in den USA einen Asylantrag zu stellen. Gemäss dem Pew Research Centre haben mexikanische Behörden seit letztem November über 92'000 Migranten verhaftet. Dies ist eine Zunahme von fast 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Gestiegen ist im gleichen Zeitraum auch die Zahl der Rückführungen: Mexiko hat insgesamt über 67'000 Menschen in ihre Heimatländer ausgeschafft – die überwiegende Mehrheit von ihnen nach Honduras, Guatemala und El Salvador. In den letzten fünf Jahren hat Mexiko mehr Menschen deportiert als die USA.

Mexiko ratifiziert neues Abkommen

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Mexiko hat als erster Vertragsstaat das neue nordamerikanische Freihandelsabkommen ratifiziert. Mit 114 zu 4 Stimmen votierte der Senat am Mittwoch für das USMCA-Abkommen, mit dem Mexiko den Marktzugang in die USA sichern will. 80 Prozent der mexikanischen Exporte gehen in die USA.

US-Präsident Trump hatte gedroht, ganz aus dem Handelspakt – früher genannt Nafta – auszusteigen, wenn es keine besseren Bedingungen für die USA gibt. Nach monatelangen Verhandlungen wurde Ende November eine Einigung erzielt.

Widerstand gibt es beim neuen Abkommen in den USA, wo die oppositionellen Demokraten wegen Bedenken bei Arbeitsrechts- und Umweltvorgaben mit einer Blockade gedroht haben.

Die verstärkten Massnahmen Mexikos hinterlassen auch finanzielle Spuren: die Ausgaben der zuständigen Behörde, des Instituto Nacional de Migracion, sind auf über 30 Millionen Franken gestiegen, 50 Prozent mehr als budgetiert.

Noch nicht eingerechnet sind darin die zusätzlichen Massnahmen, die Mexiko und die USA vor knapp zwei Wochen vereinbart haben.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe  (M. Roe)
    Na also doch. Nun bezahlt Mexiko halt mit "Leistungen" für die Mauer. Es bleibt ihnen ja gar nichts anderes übrig. Der arrogante Ton der mexikanischen Regierung hat sich sofort geändert, doch ich traue diese Wende kein Bisschen. Aber Trump ist ja nicht dumm und vor allem lässt er sich nicht gerne täuschen oder betrügen. Menschen mit grossen Herzen sind im Allgemeinen sehr empfindlich gegenüber Betrügern!
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    1. Antwort von Mark Stalden  (Mark)
      Nein Mexico Bezahlt gar nichts an die Mauer die Versprochen wurde und Heute noch nicht steht.
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    2. Antwort von Sandro Wehrli  (Sawe)
      Es ist eine neue linke Regierung am Ruder. Es gibt harte Verhandlungen. Die Sicherung der Südgrenze von Mexiko ist die Politik Mexikos. Trump wollte die europäische Lösung und das gesamte Migrationsproblem nach Mexiko verschieben. Falls Mexiko erfolgreich ist, werden die Probleme (von USA verursacht) in den entsprechenden Ländern angegangen. Mal sehen ob Trump Wort hält. Die Mauer ist sinnlos. Wichtig für Mexiko wäre endlich ein Stopp der illegalen Waffen-Exporte aus den USA. SüdUSA war Mexiko!!
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  • Kommentar von Reto Blatter  (against mainstream)
    Geht doch! Während uns bei jeder Gelegenheit eingetrichtert wird, dass man nichts gegen die Masseneinwanderung tun könne und dass man Migrationspolitik nicht mit anderen Verträgen verknüpfen dürfe, macht Präsident Trump genau das. Und es funktioniert!
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  • Kommentar von Klaus Kreuter  (KallePalle)
    Um beurteilen zu können, muss man sich schon mal die Zahlen ansehen.
    März 2019 = 500.000 Migranten, APRIL=520.000 Migranten usw. Die wollen alles nicht etwa indie Weiten von Ohio, Nebraska o.a., die wollen alle in die grossen Städte, in denen es weniger Wohnraum gibt. In Miami wird mehr Spanisch gesprochen als Englisch und viele US-Amerikaner beschweren sich dass Verkäuferinnen nicht die Landessprache beherrschen. Das sind auch keine Zustände.
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