Frankreich: Im Südwesten Frankreichs ist aufgrund des Sturms eine Person ums Leben gekommen, wie das Innenministerium mitteilte. Laut Medienberichten handelt es sich um einen Lastwagenfahrer, dessen Fahrzeug von herunterstürzenden Ästen getroffen wurde. Rund 850'000 Haushalte im Süden des Landes waren am frühen Morgen vom Strom abgeschnitten, berichteten französische Medien unter Verweis auf Versorger Enedis.
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Bild 1 von 4. Heftige Sturmböen fegen über Teile Europas wie hier in in San Sebastián im spanischen Baskenland. (12.02.2026). Bildquelle: Keystone/ JUAN HERRERO.
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Bild 2 von 4. In der spanischen Stadt Barcelona haben die heftigen Winde eine Palme umgeweht. (12.02.2026). Bildquelle: Keystone/ ALEJANDRO GARCIA.
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Bild 3 von 4. Auch auf der spanischen Urlaubsinsel Mallorca gibt es Orkanböen. (12.02.2026). Bildquelle: Keystone/ Cati Cladera.
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Bild 4 von 4. Die starken Winde sorgen auf der Insel auch für eindrückliche Bilder. (12.02.2026). Bildquelle: Keystone/ Cati Cladera.
Wegen des Sturms «Nils» gilt in fünf französischen Departements derzeit die höchste Unwetterwarnstufe Rot. Der Sturm sei von seltener Kraft, teilte der französische Wetterdienst Météo France mit. In der Nacht seien Sturmböen mit bis zu gut 160 Stundenkilometern über das Land gefegt. Teils fielen Züge aus. Auch im Strassenverkehr kam es zu Einschränkungen.
Spanien: In der spanischen Region Katalonien mit Barcelona hatten die Behörden ebenfalls Alarmstufe Rot wegen extremen Windes ausgelöst und vorsichtshalber die Schulen geschlossen. Es wurden Windgeschwindigkeiten bis zu 167 Stundenkilometern gemessen, wie die Zeitung «La Vanguardia» berichtete. Mindestens sieben Menschen wurden durch umgestürzte Bäume oder dem Einsturz einer Mauer verletzt. Der Schienen-, Strassen- und Flugverkehr war zeitweise eingeschränkt.
Mallorca: Auch auf der bei Urlaubern beliebten spanischen Insel Mallorca gab es Orkanböen. Auf der Ferieninsel wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometern in Berglagen gemessen, teilte der Wetterdienst Aemet mit. Über mögliche Opfer oder grössere Schäden wurde dort zunächst nichts bekannt.
Portugal: In Portugal gab die Böschung unmittelbar vor einer wichtigen Autobahnbrücke infolge eines Deichbruchs entlang des Flusses Mondego nach. Die halbe Fahrbahn stürzte in die Tiefe und die wichtige Autobahn A1, die die Hauptstadt Lissabon im Süden mit der zweitgrössten Stadt des Landes im Norden, Porto , verbindet, werde für mehrere Wochen gesperrt bleiben, berichtete der staatliche TV-Sender RTP. Die Brücke selbst wurde gemäss den Angaben nicht beschädigt.
Portugal und Spanien werden seit Ende Januar von vielen Sturmtiefs heimgesucht, was mit einer ungewöhnlichen Grosswetterlage über dem Atlantik erklärt wird.