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Sudan-Krieg Drei Jahre Krieg und kein Ende in Sicht

Drei Jahre nach Kriegsbeginn ist im Sudan kein Ende in Sicht. Die Kämpfe zwischen den beiden Hauptkriegsparteien, der Armee und den Rapid Support Forces (RSF), dauern an und breiten sich weiter aus. Gleichzeitig trifft sich in Berlin die internationale Gemeinschaft zu einer weiteren Sudan-Konferenz. Der Krieg ist festgefahren, wird aber zunehmend regional und für die Zivilbevölkerung immer gefährlicher.

Sarah Fluck

Afrika-Korrespondentin

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Sarah Fluck ist seit 2024 Afrika-Korrespondentin von Radio SRF und lebt in der ugandischen Hauptstadt Kampala. Vor ihrem Engagement bei SRF war Fluck als freie Journalistin in Ostafrika tätig. Sie hat Afrikapolitik an der «School of Oriental and African Studies» (SOAS) in London studiert.

Was kann die Sudan-Konferenz in Berlin bewirken?

Vor allem eines: Aufmerksamkeit und Hilfe mobilisieren. Ziel ist es, mehr Geld für die humanitäre Hilfe zu sichern und den Zugang für Hilfsorganisationen zu verbessern. Also mehr Lieferungen, mehr offene Korridore, weniger Blockaden. Es ist aber keine Friedenskonferenz, denn weder Armee noch RSF nehmen teil. Somit wird kein Waffenstillstand verhandelt. Neu ist, dass zivile sudanesische Akteure stärker eingebunden werden. Das ist politisch wichtig, weil langfristig eine Lösung ohne Zivilgesellschaft kaum denkbar ist.

Wie sieht die militärische Lage derzeit aus?

Der Krieg ist festgefahren, breitet sich aber weiter aus. De facto ist das Land geteilt: Die Armee kontrolliert einen Teil, die RSF einen anderen. Keine Seite kann gewinnen, beide kämpfen weiter. Es ist ein klassischer Abnutzungskrieg. Gleichzeitig blockiert diese militärische Lage jede Diplomatie. Beide Seiten glauben, noch Vorteile erzielen zu können, und sehen keinen Grund, nachzugeben. Solange das so bleibt, ist auch ein Waffenstillstand kaum realistisch.

Wie weit ist die Regionalisierung des Krieges fortgeschritten?

Sehr weit. Externe Akteure liefern Waffen, Geld und Technologie und beeinflussen so den Kriegsverlauf. Gleichzeitig breitet sich die Gewalt an den Grenzen aus. Im Westen kommt es zu Angriffen im Tschad, im Osten entstehen neue Fronten nahe Äthiopien und Südsudan. Der Krieg fliesst über Grenzen hinweg und erhöht das Risiko eines regionalen Konflikts.

Ein Lastwagen mit Hilfsgütern steht in einer staubigen Landschaft in Darfur. Rundherum drängt sich eine Menschentraube.
Legende: Der Sudan erlebt derzeit die grösste humanitäre Krise weltweit, rund 33 Millionen Menschen sind auf Hilfe angewiesen. Keystone/NRC via AP

Wie verändert der Einsatz von Drohnen den Krieg?

Dies ist eine zentrale neue Entwicklung. Die Intensität hat deutlich zugenommen. Beide Seiten setzen Drohnen systematisch ein, zunehmend auch gegen zivile Ziele. Märkte, Strassen und Spitäler werden getroffen. Der Krieg ist nicht mehr an Frontlinien gebunden. Angriffe sind praktisch überall möglich. Für die Bevölkerung gibt es kaum noch sichere Orte, gleichzeitig wird humanitäre Hilfe erschwert.

Wie ist die humanitäre Lage heute?

Katastrophal, und das nicht nur in ihrer Grösse, sondern auch in der Tiefe. Der Sudan befindet sich in einem strukturellen Kollaps. Versorgungssysteme brechen weg, ganze Regionen sind kaum erreichbar. Gleichzeitig verschärfen externe Krisen die Lage. Der Konflikt rund um den Iran und Spannungen im Roten Meer stören Handelsrouten und verteuern Importe. Das ist besonders heikel, weil der Sudan stark auf Dünger aus dieser Region angewiesen ist. Fehlt dieser Dünger oder wird er zu teuer, droht die nächste Ernte noch schlechter auszufallen. Gleichzeitig steigen die Preise für Treibstoff und Nahrung, Hilfsgüter kommen verspätet oder gar nicht an.

Glückskette sammelt für Sudan

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CR-Code für die Überweisung
Legende: zvg

Seit über einem Jahr herrscht im Sudan ein verheerender Konflikt, der die Region in eine der schlimmsten humanitären Krisen der Welt gestürzt hat. Angesichts dieser alarmierenden Situation ruft die Glückskette dringend zur Solidarität auf, um ihre Hilfe im Sudan und in der Region zu intensivieren.

Spenden für die Sammlung «Humanitäre Krise Sudan» können über den QR-Code oder auf www.glueckskette.ch getätigt werden.

SRF 4 News, 15.4.2026, 10:30 Uhr ; 

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