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Zwei Tote beim Kapitol
Aus Tagesschau vom 03.04.2021.
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Täter und Polizist tot Autofahrer rammt Barrikade beim US-Kapitol

  • Beim US-Kapitol in Washington sind zwei Polizisten von einem Auto angefahren worden, das in eine Absperrung gerast ist.
  • Einer der Beamten wurde getötet, ein weiterer verletzt, wie die Chefin der Kapitol-Polizei, Yogananda Pittman, am Freitagabend (MEZ) an einer Medienkonferenz erklärte.
  • Der Fahrer, der mit einem Messer aus dem Wagen stieg, wurde erschossen. Er habe zuvor nicht auf Warnrufe der Sicherheitskräfte reagiert.

Washingtons Polizeichef Robert Contee erklärte, ersten Erkenntnissen zufolge scheine die Tat keinen terroristischen Hintergrund zu haben. Der nach dem Angriff von Polizeibeamten erschossene Verdächtige sei der Polizei nicht bekannt gewesen, das Motiv des Mannes sei unklar.

Der Vorfall hat sich an der sogenannten nördlichen Barrikade des US-Kapitols ereignet. Auf Videoaufnahmen ist ein blaues Auto an einer Barrikade zu sehen. Die Hintergründe sind noch unklar.

Erinnerungen an Sturm aufs Kapitol

Der US-Kongress wurde wegen des Zwischenfalls zwischenzeitlich abgeriegelt, wie US-Medien übereinstimmend berichteten. Der Kongress hatte allerdings am Freitag keinen Sitzungstag, deswegen dürften kaum Senatoren oder Abgeordnete im Komplex gewesen sein. Präsident Joe Biden befand sich auf seinem Landsitz Camp David im Bundesstaat Maryland.

Vorfall.
Legende: Polizisten untersuchen das beschädigte Fahrzeug, dass in eine Barrikade vor dem Kapitol in Washington gefahren ist. Keystone

Flaggen auf halbmast

Die Flaggen in den USA wurden auf Anordnung von Präsident Joe Biden als Zeichen des Respekts für den Einsatz und die Opfer der Kapitol-Polizei bis Dienstag auf halbmast gesetzt.

Der getötete Polizist ist ein «Märtyrer für unsere Demokratie».
Autor: Nancy PelosiVorsitzende des Repräsentantenhauses

Biden sprach von einem erschütternden Vorfall und erklärte, er werde laufend über den Stand der Ermittlungen informiert. Er sprach der Familie des Opfers sein Beileid aus. Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, bezeichnete den getöteten Beamten als «Märtyrer für unsere Demokratie».

Der Polizist, William Evans, war seinen Verletzungen kurz nach dem Angriff erlegen. Er stand seit 18 Jahren im Dienst der Kapitol-Polizei, wie deren geschäftsführende Chefin erklärte.

Kapitol schwer bewacht

Der Zwischenfall ereignete sich knapp drei Monate nach der gewaltsamen Erstürmung des US-Kapitols durch Anhänger des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Mindestens fünf Menschen kamen bei den Krawallen ums Leben, darunter ein Polizist.

Wegen des beispiellosen Angriffs ist das Gebäude schwer bewacht. Vergangene Woche waren die Sicherheitsvorkehrungen rund um den Kongresssitz allerdings etwas zurückgefahren worden. So wurde ein äusserer Zaun, der das Areal um den Kongresssitz abgeschirmt hatte, abgebaut. Strassen, die innerhalb dieses Kreises lagen und abgesperrt waren, wurden wieder geöffnet.

«Es ist wirklich traurig, denn ich hatte geglaubt, dass wir nach der Beseitigung der Barrieren wieder zu einer gewissen Normalität zurückkehren würden. Aber das zeigt nur, wie hoch das Risiko noch immer ist», sagte der demokratische Kongressabgeordnete Ro Khanna dem Nachrichtensender CNN. Der republikanische Minderheitsführer im Senat, Mitch McConnell, schrieb auf Twitter, dass er für den verletzten Polizisten bete.

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Mann rast in Barrikade vor Kapitol und steigt mit Messer aus Auto
Aus Tagesschau vom 02.04.2021.
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SRF4 News, 02.04.2021, 20:00 Uhr;

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27 Kommentare

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  • Kommentar von Tobias Anthamatten  (Anto)
    @ SRF: Ihr habt einen Untertitel verändert. Jetzt ist es ein neutraler und guter Bericht ohne Suggestionen. Ehrliches Kompliment. Danke.
  • Kommentar von Wolfgang Bortsch  (a2b3c4d5)
    Wenn man im speziellen Fall zur
    Waffe greift und einen aggressiv-
    sich verhaltenden Typ "über den
    Haufen schießt" hat man unter
    Umständen Schwierigkeiten mit der Justiz wegen "Notwehrüberschreitung" .
    Endlos - gerichtliches kann die
    Folge sein !
    1. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      "Man" macht so etwas aber auch nicht. Dies war nicht "man" sondern ein Polizist, der in diesem Fall wohl kaum grosse gerichtliche Verfahren wird bestehen müssen.
  • Kommentar von Reto Blatter  (against mainstream)
    Als am 06. Januar eine friedliche Kundgebung in zum Teil gewaltsamen Ausschreitungen endete, waren CNN, MSNBC und NYT sehr schnell mit Schuldzuweisungen. Hier nun wo die Aussagen des Täters nicht mit der ewigen Geschichte von rechten Weissen korrespondiert, ist man erstaunlich zurückhaltend. Gemäss diversen US Medien ist der Täter ein Sympathisant der BLM Bewegung.
    1. Antwort von Silvana-Raina Fuchs  (vulpa)
      Auf NYT findet man eine ziemlich detaillierte Beschreibung des mutmasslichen Täters. Meine Erklärungen dazu wurden hier bisher nicht veröfffentlicht, obwohl diese nicht gegen die Netiquette verstossen.
    2. Antwort von Margot Helmers  (Margot Helmers)
      @Silvana-Raina Fuchs. Auch ich kenne die Infos. Das hat nichts mit der Netiquette zu tun, sondern mit Political Correctness. SRF wird mit "Zwangsgebühren" finanziert, daher man sollte eine neutrale Berichterstattung erwarten dürfen.
    3. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Herr Blatter: Jetzt aber bin ich irritiert: Grundsätzliche friedliche Kundgebung soll das am 6. Jan. gewesen sein? Das ist ja eine unglaubliche Verharmlosung - letztlich zu Gunsten von DT.
    4. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Es gab am 6. Januar keine freidliche Demonstration. Jedenfalls nicht in der Nähe des US-Capitols.