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Treibstoffmangel Kuba: Zwei russische Airlines stellen Flüge ein

  • Nach der kanadischen Fluggesellschaft Air Canada haben nun auch zwei russische Airlines erklärt, ihre Flüge nach Kuba wegen Treibstoffmangels einzustellen.
  • Die Aeroflot-Tochter Rossija sowie Nordwind Airlines würden nur noch in Kuba gestrandete Fluggäste abholen, teilte die russische Luftfahrtbehörde mit.
  • Grund für den Treibstoffmangel auf der Karibikinsel ist die US-Intervention in Venezuela, dem wichtigsten Öllieferanten Kubas.

US-Präsident Donald Trump hatte Ländern, die Öl nach Kuba liefern mit Sanktionen gedroht und das das sozialistisch regierte Kuba als Bedrohung bezeichnet.

Zehntausende Besucherinnen und Besucher im vergangenen Jahr

Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass stehen das russische Verkehrsministerium und die Flugaufsichtsbehörde wegen des Flugstopps in Kontakt zu Kuba. Moskau und Havanna «sind auf der Suche nach alternativen Möglichkeiten zur Wiederaufnahme des Flugprogramms in beide Richtungen im Interesse der Bürger beider Länder», heisst es in einer Stellungnahme der russischen Behörden.

Flugzeug beim Start über Küstenlandschaft mit Meerblick.
Legende: In der Vergangenheit flog Airlines Nordwind Airlines auch nach Venezuela (Bild: 30.01.19) REUTERS/Andres Martinez Casares

Im Jahr 2025 besuchten mehr als 130'000 Russen Kuba. Damit waren sie nach Kanadiern und im Ausland lebenden Kubanern, die ihre Angehörigen besuchen, die drittgrösste Besuchergruppe auf der Insel.

Energiekrise: Eingeschränkter Schulbetrieb, Viertagewoche

Angesichts der jüngsten Krise hat die kubanische Regierung drastische Sparmassnahmen beschlossen. Busse und Züge fahren seltener, in der öffentlichen Verwaltung wurde eine Viertagewoche eingeführt. Der Schul- und Universitätsunterricht wurde stark eingeschränkt, einige Hotels wurden geschlossen. Die Insel kann nur ein Drittel ihres Gesamtbedarfs an Treibstoff selbst produzieren. Kubas Regierung geht davon aus, dass Flugzeuge mindestens einen Monat lang nicht auf der Insel tanken können.

Eingestellt wurden auch die Öllieferungen aus Mexiko. Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum kritisierte die Sanktionen als ungerecht und kündigte an, humanitäre Hilfslieferungen nach Kuba zu verstärken.

SRF4 News, 11.02.26, 20 Uhr ; 

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